Liedertafel Zell am See

Kontakt: Josef Brandl, Alte Landesstrasse 40, 5700 Zell am See, Tel 06542/57492, sales.brandl@live.at

Liedertafel Zell am See


Chorleitung
Josef Wimmer


raitis_cukurs
Chorleitung
Raitis Cukurs



Obmann
Josef Brandl

LT

Biografie

Die Chorgemeinschaft Liedertafel Zell am See
wurde im Jahre 1882 gegründet.
In all diesen Jahren konnte man nachweislich
große Einsatzfreude, viel Idealismus und eine bemerkenswerte Aktivität bescheinigen.
Laut Mitgliederbuch waren bis dato
510 Sangesbrüder aktiv. Nach dem Willen der Gründer pflegen wir den Grundsatz:
„Einigung in Musik und Geselligkeit“
Die Liedertafel Zell am See bemühte sich stets,
das Kunstlied in vielen Formen und aus verschiedenen Zeiten, aber auch das heimische Volkslied zu pflegen und freundschaftliche Bande
mit Gleichgesinnten zu knüpfen, wie viele Sängerfahrten und Sängerbesuche beweisen.
Dabei war es unserem Männerchor ein echtes Anliegen, immer und in vielfacher Form
dabei zu sein, wenn es galt, am kulturellen Leben unserer Bergstadt mitzuwirken.
Zu allen Zeiten waren wir ein reiselustiger Verein. Besonders in den letzten Jahrzehnten
war es möglich, hervorragende Bildungs- und Sängerreisen zu erstrangigen Kulturstätten,
wie Knossos, Athen, Rom, Pompej, Karthago, Ephesus, Istanbul, Granada, Florenz,
und Ländern wie Marokko, Sizilien, Tunesien, Elsass, Türkei,
Ungarn, Slowenien, Portugal, Finnland, Rußland, Spanien, Deutschland und in viele andere, zu veranstalten.
Somit wurde unseren Sängern wertvolles Kulturgut im internationalen Chorwesen direkt vermittelt.
Jedoch wurde auch die eigene Heimat bei zahlreichen Sängerfahrten bereist und liebgewonnen.
Die Liedertafel Zell am See hat immer wieder mit großem Erfolg Feste organisiert und durchgeführt.
Dazu gehören die legendären Gasslsingen,
die Festivals der jungen Chöre mit dem Österreichischen Chorverband und der AGACH,
sowie die Jubiläumsfeierlichkeiten der Liedertafel.
Lange Zeit galt die Liedertafel Zell am See als
größter Männerchor im Salzburger Land.
Momentan zählen wir 36 aktive (5 Ehrenmitglieder), sangeskräftige Männer in der
Liedertafel Zell am See.
Diesen hohen Idealismus einer musikbegeisterten Gemeinschaft zwischen Alt und Jung mit Stolz und Würde weiterzutragen, haben sich die Sänger mit ihrem Vorstand zur Aufgabe gemacht.

Unser Motto:

„Frisch und rein wie Edelweiß, sei Lied und Tat in unserem Kreis!“


Chronik

Die Vorstände der Liedertafel in der Vorkriegszeit:

1882 - 1884
1884 - 1911
1911 - 1914           
1914 - 1919           

Herr Bergetsporer
Dr. Josef Müller, Advokat
Dr. Hugo Riehs, Advokat
kein Vorstand



Die Chormeister der Liedertafel in der Vorkriegszeit:

1882 - 1885
1885 - 1888
1888 - 1908
1908 - 1910
1910 - 1914
1914 - 1919

Vinzenz Heldenberger, Steueroberinspektor
Johann Wörnhardt,Schulinspektor
Karl Scheurecker, Unterlehrer
Franz Egger, Zahntechniker
Eduard Katzelberger, Steuerbeamter
Dr. August Reichenbach, Advokat 



Die Vorstände der Liedertafel in der Zwischenkriegszeit:

1920 - 1921
1921 - 1926
1926 - 1929
1929 - 1937

Toni Gaßner, Eichmeister
Dr. Margreiter, Rechtsanwalt
Ferdinand Plenicar, Schuldirektor
Ferdinand Kolig, Steuerberater


(Herr Kolig übernahm nach dem Kriege 1949 wieder die Vorstandsstelle, die er dann bis 1961 innehatte).

Die Chormeister der Liedertafel in der Zwischenkriegszeit:

1919 - 1929
1929 - 1937

Josef Rauch, Schuldirektor
Leo Albrecht, Kaufmann



Die Vorstände der Liedertafel seit dem 2. Weltkrieg

1949 - 1961
1961 - 1983
1983 - 1984
1984 - 1992
1992 - 2006
2006 - 2011
2011 - 2014
seit 2014

Ferdinand Kolig, Steuerberater           
Franz Gollackner, Schuldirektor
Gotthard Kröpfl, Tapezierermeister
Hermann Schmiderer, Kaufmann
Ferdinand Steibl, Grafiker, Medienfachmann
Mag. Christoph Berner, Hotelier
Helmut Prodinger, Pensionist

Josef Brandl, Bäcker in Pension



Die Chormeister der Liedertafel seit dem 2. Weltkrieg

1949 - 1951           
1951 - 1960
1960 - 1992           
1992 - 2000
2000
- 2008
2008 - 2012
seit 2012
seit 2015

Josef Leymüller, Beamter
Prof. Leo Ertl, Musikschuldirektor
Prof. Rainer Straub, Hauptschuldirektor
Roland Kravanja, Hauptschullehrer
Mag. Dietmar Hufnagl, Jurist
Gottfried Stadteiner, Gesangspädagoge
Josef Wimmer, Pensionist
Raitis Cukurs,



Die Probelokale der Liedertafel seit ihrem Bestehen

1882 - 1886
1886 - 1900           
1900 - 1914           
1914 - 1919           
1919 - 1935           
1935 - 1936           
1936 - 1937           
1937 - 1949           
1949 - 1951           
1951 - 1952           
1952       
1952 - 1956           
1956       
1956       
1956 - 1978           
1978 - 2006    
seit 2006

Gasth. Alte Post
Gasth. Seehof
Hotel Pinzgauerhof
kein Probenbetrieb
Gasth. Traube
Gasth. Alte Post
Hotel Neue Post
kein Probenbetrieb
Gasth. Schweizerhof
Hotel Pinzgauerhof
Parkhotel Eder
Tiroler Weinstüberl
Bräustüberl
Hauptschule
Feuerwehrhaus
Haus der Begegnung / altes Krankenhaus
Haus der Begegnung / Ebenbergstraße



1880 
Am 19. Juni 1880 veranstalteten mehrere Gesangsvereine aus Salzburg einen Ausflug nach Zell am See. Als der Sonderzug am Bahnhof eintraf, wurden die Sänger von den Zellern lebhaft begrüßt. Bürgermeister Fill empfing in Begleitung der Bürgermusik, der Beamtenschaft und der Frauen in Tracht die Gäste, denen aus der Bevölkerung ein dreifaches Hoch entgegendröhnte. Die Sänger erwiderten mit ihrem Chormotto: "Im deutschen Schwert und deutschem Sang, ruht echte Kraft und guter Klang!" Durch eine Triumphpforte begab sich dann der festliche Zug, angeführt von der Bürgerkapelle, den Fähnrichen und den Hornwarten zum Marktplatz. In den Fenstern der Häuser waren die Frauen von Zell postiert und aus allen Luken lachten Mädchen, in heimischer Tracht gekleidet, heraus. Auf ein gegebenes Zeichen überschütteten sie die Festgäste mit einem unerhörten Hagel von Blumen und aus einem großen Füllhorn ergoss sich ein Blütenschnee über die Sänger. Der Jubel wurde unbeschreiblich. Nach rauschenden Chören und lieblichen Liedern fuhren die Gäste in die Restauration Bachler (heute Hotel Bellevue), wo der beste Ausblick auf die schneebedeckten Berge war. Am Abend gab es in der Glashalle des Hotel Elisabeth ein Konzert. Die Halle war gegen das Wasser hin geöffnet und bei den Gesängen, die sich vorwiegend auf den See bezogen, gerieten die Zeller in helle Begeisterung. Dann flammten am Ufer die langen Reihen der Freudenfeuer auf und kurz nach Mitternacht ging damals eine Gruppe von bergbegeisterten Sängern Ios, die Schmittenhöhe zu ersteigen; sie wollte den Sonnenaufgang auf der Bergeshöhe erleben. Dieses Fest hinterließ bei vielen Zellern einen derart tiefen Eindruck, dass der Wunsch erwachte, selbst eine Chorvereinigung ins Leben zu rufen, was nach mehreren Anläufen auch tatsächlich gelang. Bald konnte man genügend sangesfreudige Männer begeistern; der Gründung eines eigenen Gesangsvereins stand nichts mehr im Wege. Über Anregung des Advokaten und des späteren Bürgermeisters des Marktes, Dr. Josef Müller, wurde durch ein Rundschreiben für Sonntag, den 12. November 1882 - 8 Uhr abends, eine Zusammenkunft anberaumt. Der Zweck dieser Versammlung war die Gründung einer "Zeller Liedertafel"!

1882 
Viele Zeller folgten dem Aufruf einen Chor zu gründen und neben Bezirkshauptmann Dr. Ferdinand Eberle und Bürgermeister Josef Fill waren die höchsten Beamten, die Lehrerschaft und zahlreiche Zeller Bürger im Gasthof Lebzelter erschienen. Der Arzt Dr. Kostner ergriff damals das Wort, würdigte das deutsche Lied und begeisterte die Anwesenden derart, dass in der Folge gleich zur Wahl des Vorstandes und eines Chormeisters geschritten werden konnte. Sie brachte folgendes Ergebnis:
Vorstand: Hr. Bergetsporer
Chormeister: Hr. Heldenberger.
Schon zwei Tage nach der Gründung fand die erste Gesangsprobe statt; der Vorstand konnte 40 Sänger begrüßen!  
Unter Vorstand Bergetsporer und Chormeister Heldenberger entwickelte sich rasch ein reges Vereinsleben mit zahlreichen Aktivitäten. Schon sechs Wochen nach der Gründung trat der junge Verein erstmals in die Öffentlichkeit. Man überraschte die Zeller mit einer Einladung zu einem Sylvesterball im Hotel Krone. Die Bürgerschaft erlebte damals eine rauschende Ballnacht, wie man sie vorher im Markt nicht kannte.

1883 
Diese gelungene Veranstaltung hatte der Liedertafel schlagartig einen Platz im Zeller Kulturleben geschaffen - es gab in der Folge kaum ein Ereignis in Zell am See, bei dem die Liedertafel nicht in irgendeiner Form ihren Beitrag leistete. Im Jänner bestritt sie die Abendunterhaltung beim Jahrestag der Alpenvereinssektion, wo insbesondere die Zither und komischen Vorträge großen Beifall fanden. Kaum vier Wochen später fand ein großer Konzertabend statt; der Eintritt betrug 30 Kreuzer - der Saal im Hotel Krone war voll besetzt. Es wurden 13 Chöre abgesungen und der tosende Applaus bewies den Sängern, dass sie auf dem richtigen Weg waren. Bei einem Sängerausflug nach Maishofen beschloss man, ein weiteres Konzert zu geben, das im Juli im Gasthof Post stattfand. Chormeister Heldenberger spornte seine Sänger immer wieder zu neuen Leistungen an. Zu seinem Namenstag überraschten sie ihn dafür mit einem öffentlichen Ständchen. Im Juli führte ein trauriges Ereignis die Sänger zusammen. Man trug den großen Alpenerschließer Paul Riemann zu Grabe. Die Liedertafel verabschiedete sich mit zwei Grabliedern von diesem großen Zeller Förderer. Bereits einen Tag später umrahmten die Sänger die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Priesterjubiläum für den Geistl. Rat Johann Poschacher in Piesendorf. Eine Sängerfahrt führte den Verein im Oktober nach St. Johann/Pg., wo nach einem Empfang durch die dortigen Schützen im Gasthaus Prem ein Konzert stattfand. Zum ersten Gründungstag überreichten die Sänger ihrer Herbergsmutter, der Postwirtin, Blumen und ein Gedenkblatt. Das unerwartete Ständchen konnte der sonst sehr reschen Frau sogar einige Tränen entlocken. In ihrem Gasthof fand einige Tage später die Cäcilienfeier statt; am Nachmittag wurde bereits am Marktplatz gesungen. Mit einer großen Sylvesterfeier im Hotel Krone fand das zweite Vereinsjahr einen würdigen Abschluss.

1884 
In diesem Jahr konnte sich der Verein über mangelnde Aktivitäten kaum beklagen: Die Liedertafel St. Johann/Pg. kam zu einem Gegenbesuch nach Zell, wo im Hotel Post ein gemeinsames Konzert stattfand. In der Folge kam es nahezu jedes Wochenende zu einem Auftritt. Die Chronik verzeichnet einen Unterhaltungsabend im Hotel Krone, eine Woche später ein Konzert in Saalfelden, wo das Orchester zum Tanz aufspielte und wieder eine Woche später fand die Verabschiedung des Zeller Pfarrers Johann Hacksteiner statt. Im April verabschiedete die Liedertafel einen wichtigen Mann für Zell am See, einen Münchner namens Mayer, der mit der Gemeinde umfangreiche "Eisgeschäfte" mit dem Zeller See-Eis tätigte. Er ließ als Gegengeschenk im Hotel Krone echtes Münchner Hofbräubier ausschenken, das er eigens dafür aus München anliefern ließ. Im Mai und Juni wurden die Gründungsmitglieder Dr. Wartburg und Vorstand Bergetsporer verabschiedet. Dr. Müller trat seine Nachfolge an und wurde neuer Vorstand. Im Juni sang und musizierte die Liedertafel am festlich geschmückten Dampfschiff "Stephanie" anlässlich der Sonnenwende und der Seebeleuchtung. Im Juli gab es hohen Besuch in Zell. Der Statthalter von Salzburg Graf Thun Hohenstein besuchte den Markt und wurde von der Feuerwehr und der Veteranenmusik am Bahnhof empfangen. Nach einem Fackelzug, der zum beleuchteten und dekorierten Gasthof Post führte, gestaltete die Liedertafel mit Orchester für ihn und seine Begleitung die Abendunterhaltung. Für den Chormeister wurde eine kleine Namenstagsfeier organisiert und für den Sangesbruder Cooperator Fürstauer eine Abschiedsfeier. Im November gab es wieder ein großes Konzert im Christonsaal im Gasthof Bodingbauer, dem heutigen Parkhotel Eder. Ein besonderes Aufsehen erregte im Dezember die Ankunft der vielen Pferdeschlitten in Saalfelden, mit denen die Liedertafel und das Orchester zum Bräuhaus anreisten. Dort gab es anschließend ein Konzert mit 6 Orchesternummern und natürlich Tanz bis in die späte Nacht. Zu Sylvester fand im Hotel Krone in Zell der nun schon zur Tradition gewordene Sylvesterball statt, bei dem in sämtlichen Räumlichkeiten des Hotels heitere Stimmung herrschte. Es ist nicht überliefert, ob die Liedertafelmitglieder nach dem Sylvesterball überhaupt nach Hause gekommen sind, bevor sie zur Gründung eines vereinseigenen Orchesters geschritten sind. Fest steht lediglich, dass am 1. Jänner 1884 die Gründungsversammlung stattfand und dass 22 Männer beschlossen haben, zukünftig auch instrumental aufzutreten. Die meisten von ihnen kamen aus den Reihen der Sänger! Die Mitglieder dieses Liedertafel-Orchesters probten mit ungeheurem Eifer und schon wenige Wochen nach der Gründung konnten sie vor das Publikum treten. Die Gemeindevertretung erkannte rasch die Wichtigkeit dieses Orchesters für den Markt und förderte den Klangkörper durch finanzielle Unterstützungen und durch den Ankauf von Notenmaterial. Tatsächlich trug dieses Orchester auch viele Jahre zur Unterhaltung der Sommerfrischler bei und es umrahmte zahlreiche Feste. Aus diesem Liedertafel-Orchester ging der spätere Zeller Musikverein hervor. Bereits am 10. Februar fand ein Konzert statt, an dem das neue Orchester mitwirkte und anschließend zum Tanz aufspielte.

1885 
Chormeister Heldenberger wurde nach Salzburg versetzt. Seine Stelle wurde von Schulinspektor Wörnhardt übernommen. Bereits im Jänner fand ein Konzert im vollbesetzten Hotel Post statt, bei dem 7 neue Chöre und 7 Orchesternummern dargeboten wurden. Bei dieser Gelegenheit wurde an Bürgermeister Fill eine Fototafel des Vereins überreicht. Im Februar gab es einen Sängerausflug zum Gasthof Gmachl nach Bruck, wo nach 6 Chören die Sangesbrüder Geister, Czerny und Kloss durch ihre komischen Vorträge begeisterten Applaus ernteten. Der Chronist vermerkte: "... neben dem Bier und dem Wein ist dem Wirt sogar der Kaffee ausgegangen!" Wahrscheinlich hatte man bis dahin in Bruck von der Trinkfreudigkeit der Liedertafel noch nichts gehört. Eine Woche später traten Chor und Orchester im Hotel Krone auf. Das Konzert war derart gut besucht, dass am darauffolgenden Wochenende eine neuerliche Aufführung im Hotel Post erfolgen musste. Am Faschingssamstag fand dann das erste Kostümkränzchen der Liedertafel statt. Aus diesem Narrenabend, bei dem alle Sänger maskiert erschienen sind, ging dann der sehr beliebte Liedertafelball hervor. Im März wurde für den Vorstand Dr. Josef Müller und für Bürgermeister Josef Fill ein Namenstagsständchen organisiert und anschließend diskutierte man den Statutenentwurf. Im Mai veranstaltete der Verein wieder einen Sängerausflug nach Maishofen zum Gasthof Post, wobei der scheidende Chormeister Heldenberger offiziell verabschiedet wurde. Anlässlich des Namenstages von Bezirkshauptmann Dr. Ferdinand Eberle sang die Liedertafel nach einem Fackelzug am Marktplatz für ihn. Im Juni fand im Hotel Post ein großes Konzert statt, bei dem erstmals eine Tombola dabei war. Bemerkenswert ist, dass nicht weniger als 2000 Lose verkauft werden konnten! Zur Sonnenwende sang und musizierte die Liedertafel wieder am See, wo ein herrliches Feuerwerk entzündet wurde. Am nächsten Wochenende rückte die Liedertafel mit mehreren Pferdekutschen aus, um nach Mittersill zu fahren. Dort wurden die Sänger bereits an der Salzachbrücke empfangen und von der Ortsmusik zum Bräurupp geleitet, wo eine Triumphpforte aufgebaut war. Die Wirtin spendierte in den geschmückten Lauben reichlich Wein und erst um drei Uhr früh brachen die Kutschen in Richtung Zell auf, wo sie gegen sechs Uhr eintrafen. Im Juli unternahm der Verein einen Ausflug in die Restauration Bachler nach Thumersbach, einen Sängerausflug nach Maishofen zum Gasthof Unterwirt und für den Chormeister Johann Wörnhardt wurde eine kleine Namenstagsfeier gestaltet. Der 8. August 1885 war ein großer Tag für Zell am See! Die Kaiserin besuchte den Markt. Liedertafel und Orchester wurden aufgeboten, um die hohe Gesellschaft zu unterhalten. Im Hotel Elisabeth gab es ein fürstliches Essen und mit einem großartigen Feuerwerk fand der Abend seinen Ausklang. Im September musste die Liedertafel die Gattin des Bürgermeister Fill auf ihrem letzten Weg begleiten; am offenen Grab wurden zwei Grablieder gesungen. Im November veranstalteten die Frauen der Sänger eine Christbaumfeier. Mit dem Reinerlös wurden Kleidungsstücke gekauft, die an arme Zeller Kinder verteilt wurden. Mit der beliebten Sylvesterfeier, bei der diesmal auch ein Glückshafen veranstaltet wurde, fand das Jahr 1885 seinen Ausklang.

1886 
Der Lehrer Franz Wurzinger übernahm die Dirigentenstelle beim Orchester, die bisher Vinzenz Heidenberger bekleidete. Als Neujahrsgeschenk erhielt die Liedertafel von Bürgermeister Fill 50 Stück Blattpartituren. Im Februar wurde im Hotel Krone ein Konzert abgehalten und am Faschingsamstag zum zweiten Mal ein Narrenabend gestaltet, der wiederum sehr gut besucht war. Die Sonnenwende wurde in diesem Jahr gemeinsam mit der Veteranenmusik verbracht. Bei der Cäcilienfeier wurde das vierjährige Gründungsfest gefeiert. Seit der Vereinsgründung befand sich das Probelokal im Hotel Post bei Frau Poschacher, nun stellte das Gründungsmitglied Herr Engelbert Geister in seinem Cafe Seehof Räumlichkeiten zur Verfügung und der Verein übersiedelte dorthin. Am letzten Tag des Jahres stieg im Hotel Krone die jährliche Sylvesterfeier.

1887 
Der Lehrer Franz Gärber löste den bisherigen Orchesterdirigenten Franz Wurzinger ab. Im Februar wurde im Hotel Krone das Faschingskostümkränzchen abgehalten; die Besucher waren vom wunderbar dekorierten Saal und vom detaillierten Programm sehr beeindruckt. Beim Seefest fuhr die Liedertafel wieder mit dem geschmückten Dampfschiff, auf dem zahlreiche Chöre abgesungen wurden. Die Sylvesterfeier fand in diesem Jahr erstmals im Vereinsheim Geister statt.

1888 
Der Unterlehrer Karl Scheurecker löste in diesem Jahr den bisherigen Chormeister Schulinspektor Wörnhardt ab. Das Faschingskränzchen im Hotel Krone stand erstmals unter einer bestimmten Devise: "Ein orientalischer Abend". Dekoration und Kostüme begeisterten allgemein. Im März fand die obligate Namenstagsfeier für den Vorstand Dr. Müller statt, der den gesamten Verein ins Hotel Krone einlud. Ein Sängerausflug führte den Verein wieder nach Maishofen. Am Sonnwendtag wanderte die ganze Gesellschaft auf die Schmittenhöhe und am gleichen Abend beteiligten sich Chor und Orchester am Seefest . Vorstand Dr. Müller wurde Bürgermeister des Marktes, was natürlich Anlass für eine große Feier war. Die Sylvesterunterhaltung fand wieder im Vereinsheim Geister statt, wo das Orchester für die entsprechende Stimmung sorgte.

1889 
Anlässlich der Namenstagsfeier für Dr. Müller marschierte die Veteranenmusik zum Marktplatz, die Feuerwehr veranstaltete einen Fackelzug und Liedertafel und Orchester konzertierten am Abend im Hotel Krone. Im Mai fand erneut ein Konzert im Hotel Krone statt und Ende des Monats nahm die Liedertafel am Sängerbundfest in Salzburg teil, wo am Festkonzert in der Aula über 800 Sänger mitwirkten. Die Liedertafel trat zum Deutschen Sängerbund bei. Im November gab es wieder eine Fahrt nach Maishofen. Am 12. November 1889, also genau sieben Jahre nach der Gründung, wurde die Liedertafel in Zell am See als Verein offiziell genehmigt. Der Statthalter von Salzburg, Siegmund Graf Thun, unterzeichnete die vorgelegten Statuten und übersandte diese mit folgender Genehmigung: Nr. 8725

Die K.K. Landesregierung findet die Bildung der Liedertafel "Zelt am See" im Pinzgau nach Inhalt der mit Eingabe vom 10. Juni 1889 vorgelegten Statuten im Sinne des § 7 des Gesetzes vom 15. November 1867 R. G. B., 134 über das Vereinsrecht nicht zu untersagen. Ein mit der h. v. Bescheinigungsklausel versehenes Statutenexemplar folgt im Anschluss zurück.

Salzburg, am 12. November 1889 - Der K. K. Statthalter

Das unterzeichnete Exemplar ging an das Gründungskomitee der Liedertafel Zell am See zu Handen des wohlgeborenen Herrn Dr. Josef Müller Advokaten und Bürgermeister in Zell am See. Die Gründer haben sich zum Ziel gemacht,

"Musik in geselliger Einigung zu pflegen..."  

so lesen wir es in den handgeschriebenen Statuten. Als Vereinsgelöbnis wählten die Gründer die Worte:

"Frisch und rein wie Edelweiß, sei Lied und Tat in unserm Kreis!"

Dieses Motto gilt auch heute noch für die Liedertafel Zell: in prunkvoll gestickten Lettern prangt es auch auf der Vereinsfahne. Wenn auch vieles aus der Gründerzeit verlorengegangen ist, die handgeschriebenen Statuten konnten im Original erhalten bleiben. Sie haben schwere Zeiten, darunter zwei Weltkriege, überstanden. Auf den folgenden Seiten sollen einige Auszüge daraus wiedergegeben werden.

1890 
Das Jahr begann wieder mit dem traditionellen Faschingskränzchen im Hotel Krone. Im März fand im gleichen Hotel ein Konzert statt und Chormeister Scheurecker wurde zum Ehrenchormeister ernannt. Im Sommer gab es einen Sängerausflug nach Fusch, von wo aus die Sänger zu Fuß nach Ferleiten weiterwanderten. Im November wurde im Vereinsheim die Cäcilienfeier durchgeführt und im Dezember kaufte die Liedertafel ein Trinkhorn. Leider gibt es von diesem Trinkhorn nur wenige Aufzeichnungen. 

1891 
Für den Sangesbruder Glas Rudolf wurde eine Abschiedsfeier gestaltet, das Faschingskränzchen fand in diesem Jahr im Vereinsheim statt. Für Vorstand Dr. Josef Müller wurde im Hotel Krone mit der Ortsmusik eine Namenstagsfeier organisiert. Zwei Wochen später fand im Hotel Krone ein großes Konzert mit anschließendem Tanz statt. Der Juni brachte zwei Kongresse nach Zell am See: den Weltpostkongress und den Touristen – Klub - Kongress. Bei beiden Veranstaltungen wurde die Liedertafel für die Abendunterhaltung verpflichtet. Die Liedertafel erwarb sich in diesen Jahren einen ungemein guten Ruf. Chor und Orchester waren für qualitativ hochstehende Unterhaltung bekannt, aber auch sonst gab es im Markt keinen Verein, der so viele Spaßvögel und Humoristen zur Verfügung hatte. Kein Wunder also, wenn auch beim 20 jährigen Gründungsfest des deutschen und österreichischen Alpenvereins die Liedertafel den gemütlichen Teil des Abends bestreiten musste. Chormeister Scheurecker wurde für seine Verdienste um die Liedertafel mit einem silberbeschlagenen Taktstock ausgezeichnet. 

1892 
Im Hotel Krone fand das Kostümkränzchen statt und im Mai bot der Verein ein glänzendes Konzert mit Chor und Orchester im gleichen Haus. Für den Männergesangsverein Neulerchenfeld bei Wien wurde der gesamte Markt beflaggt. Abends war im Hotel Elisabeth ein Konzert und am nächsten Tag überreichten die Zeller Trachtenfrauen dem Gastverein ein Fahnenband. Mit der Kaiserfeier und der Seebeleuchtung, bei der die Liedertafel sang, fand dieses Vereinsjahr seinen Abschluss.

1893 
Der Gesangsverein der Österreichischen Eisenbahnbeamten besuchte Zell am See. Die Gäste wurden von der Liedertafel, von der Musikkapelle und von Bürgermeister Sterzinger am Bahnhof empfangen. Untertags wurde ein Ausflug zur Sigmund - Thunklamm unternommen. Am Abend fand dann ein gemeinsames Konzert im Hotel Elisabeth statt. Einen Tag zuvor überraschten die Zeller mit einer großartigen Seebeleuchtung die Gäste. 

1894 
In diesem Jahr, so berichtet der Chronist, wurden nur Proben abgehalten; die Mitgliederzahl betrug 35 Sänger. 

1895 
Die Liedertafel unternahm einen Ausflug nach Radstadt. Der gesamte Ort war festlich geschmückt, man veranstaltete einen Fackelzug und anschließend gab die Liedertafel Zell im Oberploner Saal ein Konzert.

1896 
Das Gründungs- und Ehrenmitglied Vinzenz Heldenberger wurde zu Grabe getragen. Am offenen Grab verabschiedeten sich die Sänger mit zwei Grabliedern von ihm. Im Hotel Krone fand ein Konzert statt, bei dem Chor und Orchester mitwirkten. Das Vereinsmitglied Hahnreich lud die gesamte Liedertafel zu einem Bierausflug in das von ihm gepachtete Hotel Elisabeth. 

1897 
Anlässlich der Vermählung von Chormeister Scheurecker fand im Vereinsheim eine Feier statt. Die kostümierte Faschingsunterhaltung ging wieder im Hotel Krone über die Bühne. Im Mai besuchte Kardinal Fürsterzbischof Thaller unseren Markt. Die Liedertafel veranstaltete ihm zu Ehren eine Serenade mit mehreren Chören. Im Juli kam der damalige Finanzminister nach Zell, für den eine Seebeleuchtung abgehalten wurde. Die Liedertafel begleitete die Gäste bei der Dampferfahrt und sorgte für die Unterhaltung der Ehrengäste. Der Sommer brachte noch einen Sängerausflug nach Bruck und bei der Kaiserfeier sang der Chor wieder auf dem beleuchteten Dampfer. Im Oktober trat die Liedertafel dem Salzburger Gauverband bei.

1898 
Dieses Jahr begann mit einem Konzert im Hotel Krone, bei dem Chor und Orchester im Einsatz waren. Zwei Wochen später gab es ebenfalls im Hotel Krone den Narrenabend, der unter dem Motto "Liedertafelreise nach Afrika" stand. Am darauffolgenden Wochenende fand in der Sängerherberge Geister ein Revancheball statt. Die Junggesellen des Vereins stifteten einen schönen Holzpokal, der in dieser Nacht unzählige Male gefüllt werden musste. Im März machte man einen Sängerausflug nach Gries und im Mai einen solchen nach Maishofen. Der Juni brachte das erste Gausängerfest nach Zell am See. Im Hotel Post fand das Vereinssingen statt, bei dem sich folgende Vereine beteiligen: MGV Harmonie-Salzburg, Liedertafel Hallein, Liedertafel Frankenmarkt und Liedertafel Oberndorf. Im Dezember konzertierte die Liedertafel bei der Südmarkfeier im Hotel Elektra.

1899 
Die Sangesbrüder Dr. Benedikt und Hr. Körner wurden im Rahmen einer netten Feier verabschiedet. Der diesjährige Sängerausflug führte nach Saalfelden. Die Liedertafel beteiligte sich auch am Sängerfest in Mattsee und am Sängerfest in Hallein. Mit einem großen Konzert im Hotel Krone mit Chor und Orchester nahm dieses Vereinsjahr sein Ende.

1900
Im April fand im Hotel Krone ein Konzert mit dem Streichorchester statt. Beim Seefest zum Geburtstag des Kaisers sang die Liedertafel wieder auf dem geschmückten Dampfer und im November übersiedelte der Verein vom Gasthof Geister in das Hotel Pinzgauerhof, wo er ein Probelokal erhielt.

1901 
Das Jahr wurde mit der traditionellen Faschingsunterhaltung begonnen, bei der zahlreiche komische Vorträge zur Aufführung gelangten. Im Mai gab die Liedertafel im Hotel Pinzgauerhof ein Konzert mit getrennt aufgestelltem Orchester. Bei der Südmarkfeier besorgten Chor und Orchester die musikalische Umrahmung. 

1902 
Im Februar unternahmen die Sänger einen Schlittenausflug nach Saalfelden. Der gesamte Chor beteiligte sich am Sängerfest in Salzburg. Durch die fleißigen Proben hatte der alte Flügel seinen Geist aufgegeben, sodass für 760 Kronen ein neues Klavier angekauft werden musste. 

1903 
Die traditionelle Faschingsunterhaltung fand in diesem Jahr im Hotel Pinzgauerhof statt. Der Wiener Gesangsverein der Österreichischen Eisenbahnbeamten kam erneut nach Zell am See, wo den Sängern von den Trachtenfrauen ein schöner Empfang bereitet wurde. Abends gaben Liedertafel und Eisenbahner ein gemeinsames Konzert im Hotel Elisabeth. Im Oktober beteiligte sich der Verein am Gausängerfest in St. Johann/Pg. Der österreichische Volksschulverein gab einen Vortragsabend, der von der Liedertafel musikalisch umrahmt wurde. Im Pinzgauerhof fand die Bannerenthüllung des Zeller Radfahrvereins statt. Die Liedertafel beteiligte sich mit Chor, Orchester und komischen Vorträgen. 

1904 
Im Pinzgauerhof fand die Faschingsunterhaltung statt, die wieder durch die vielen komischen Vorführungen aufgefallen ist. Die Südmarkfeier wurde wieder mit Gesang und Musik umrahmt. Die Aufführungen riefen bei den Besuchern helle Freude hervor. Im Juli trugen die Sänger das Gründungs- und Ehrenmitglied Dr. Kostner zu Grabe. Der Vorstand hielt am Kirchfriedhof die Grabrede, ein Kranz wurde niedergelegt und die Sänger verabschiedeten sich mit einem Lied. Gemeinsam mit der Bürgermusik wurde ein Konzert bestritten. Im Juli nahm die Liedertafel an der feierlichen Eröffnung des neuen Zeller Theaters teil.

1905 
Die Faschingsunterhaltung im Pinzgauerhof eröffnete das neue Vereinsjahr. Es folgte die Beteiligung an der Schiller und Schulvereinsfeier die von der Marktgemeinde veranstaltet wurde. Im September unterhielt die Liedertafel König Karl von Rumänien im dekorierten Dampfboot mit Volksliedern.

1906 
Dieses Jahr brachte lediglich zwei Aufführungen: die Faschingsunterhaltung am Faschingsamstag und ein Konzert mit Chor und Streichorchester. Beide Veranstaltungen fanden im Hotel Pinzgauerhof statt. 

1907 
Mit der Liedertafel Irdning, die in Zell am See weilte, wurde ein gemeinsames Konzert abgehalten. Der Musikverein stellte das Orchester. Mit dem Musikverein führte man eine Woche später ein weiteres Konzert auf. Im Juni besuchte der Gesangsverein Flugrad Linz den Markt. Am Abend gab es ein gemeinsames Konzert im Hotel Krone, bei dem die Bürgermusik mitwirkte. 

1908 
Im Juli fand in Zell am See das 14. Gausängerfest statt. 18 Vereine wurden von der Bürgermusik empfangen und nicht weniger als 450 aktive Sänger beteiligten sich an diesem Fest.

1909 
Die Liedertafel feierte die Sonnenwende am Zeller See. Am gleichen Tag waren einige Delegierte beim Gausängerfest in Neumarkt. Die Straßburger Sänger besuchten Zell; mit der Liedertafel wurde ein gemeinsames Konzert im Gasthof Stadt Wien veranstaltet. 

1910 
Am 5. Juli fand der Spar – Cassen Tag statt. Aus diesem Anlass wurde für die Gäste ein Seefest veranstaltet. Die Liedertafel sollte vom See aus für die Gäste am Ufer singen. Es wurde eine Plätte bestiegen, die auf mehreren Booten aufgebaut war. Eines der Boote schöpfte Wasser, die Plätte kippte um und fünf Sänger fanden im See den Tod. Es handelte sich um folgende Sangesbrüder:


Chormeister
Sänger

Franz Egger, Zahntechniker
Martin Tawornik, Kanzleigehilfe
Hermann Wlineritsch, Goldarbeiter
Sebastian Oberlechner, Schiffer
Wilhelm Schneider, Lehrer



Franz Egger, der seit 1908 Chormeister war, wurde auf dem Ortsfriedhof in einem eigenen Grab beigesetzt, die anderen vier Sänger wurden in einem gemeinsamen Grab beerdigt.Die Liedertafel gestaltete wiederum die Feier der Südmarkgruppe. Im Dezember wurde Chormeister Scheurecker, der 20 Jahre lang den Stab führte zum Ehrenchormeister ernannt.

1911 
In diesem Jahr kam es aufgrund der tragischen Ereignisse von 1910 zu einigen Veränderungen: Dr. Müller wurde Ehrenvorstand; seine Vorstandsstelle übergab er an Dr. Riehs. Herr Katzelberger wurde Chormeister, nachdem Franz Egger, der seit 1908 den Stab führte, im See umgekommen war. Im Juni gab die Sparkasse bekannt, dass sie 1100 Kronen zum Ankauf einer Fahne spendet. Frau Anna Schwarzhuber, eine Ingenieurswitwe aus Purkersdorf, die 1910 beim Seeunglück drei Sänger vor dem Ertrinken rettete, lud die gesamte Liedertafel zu einem Essen im Hotel Post ein. Drei Tage später gab Frau Schwarzhuber bekannt, dass sie zum Fahnenkauf ebenfalls 500 Kronen spenden möchte. Zum Dank wurde sie zum Ehrenmitglied ernannt und zur Erinnerung überreichte man ihr ein Fotoalbum mit allen Liedertafelmitgliedern. Sie blieb noch lange eifrige Gönnerin der Liedertafel Zell. Im August besuchten die Straßburger Sänger erneut den Markt. Ihnen zu Ehren wurde ein gemütlicher Abend im Vereinsheim veranstaltet. Im November wurden für die Mitglieder eigene Vereinsabzeichen geschaffen. Mit einem Konzert im Hotel Post wurde das Vereinsjahr abgeschlossen. 

1912 
Der Auftakt für das neue Jahr war die Faschingsveranstaltung im Hotel Neue Post. Für Toni Gaßner, der langjähriges Mitglied war, wurde eine Feier anlässlich seiner Silbernen Hochzeit veranstaltet. Im Hotel Krone fand ein gutbesuchter Volksliederabend statt. Bad Hofgastein war das Ziel der diesjährigen Sängerfahrt. Dort wurde auch ein Konzert gesungen. Im Juni besuchte der Innsbrucker Eisenbahner Sängerclub Zell. Im Hotel Bellevue wurde am Vormittag ein gemeinsames Konzert bestritten und nachmittags unternahm man einen Ausflug in die Sigmund – Thun - Klamm. Am gleichen Tag wurde Sangesbruder Zobernigg zum Ehrenmitglied ernannt. Die Liedertafel feierte in diesem Jahr das 30jährige Bestandsfest. Die Bürgermusik umrahmte das Fest und Toni Gaßner, der auch Obmann des Turnvereins war, überreichte einen schönen Erinnerungspokal, der im Vereinsarchiv steht. Am gleichen Tag fand die Eröffnung der Kesselfall Autostraße statt. Ein großes Festkonzert schloss die Jubiläumsfeierlichkeiten ab. Im August gab die Liedertafel ein Konzert mit Streichorchester im Hotel Post in Zell und im September ein Konzert in Bad Reichenhall. Der Oktober bescherte den Sängern einen Ausflug nach Thumersbach und einen nach Maishofen ins Schloss Kammer. Im gleichen Monat wurde Sangesbruder Emil Hilzensauer in den Landtag berufen, was natürlich auch Grund zu einer entsprechenden Feier war. Im Dezember gab der Verein noch ein Konzert im Zipfer Bierstüberl und mit der Umrahmung der Julfeier bei der Südmarkgruppe endete dieses Vereinsjahr.

1913 
Die Faschingsveranstaltung ging im Zipfer Bierstüberl über die Buhne. Der Namenstag des Chormeisters Katzelberger wurde mit einem Ständchen und einer kleinen Feier begangen. Ein Sängerausflug führte nach Bruck zum Gasthof Post Mit der Liedertafel Hofgastein, die Zell besuchte, wurde ein gemütlicher Abend verbracht. Für die verunglückten Sänger wurde am Sängergrab gesungen Im Juli nahm die Liedertafel am Gausängerfest in Bad Hofgastein mit 24 Sängern teil. Bei der Erinnerungsfeier der Marktgemeinde an die Völkerschlacht bei Leipzig sang die Liedertafel einige Chöre. Als letzte Aktivität in diesem Jahr wurde eine Sängerfahrt nach Saalfelden zum Stockinggut verzeichnet.

1914 
Im Jänner hielt die Liedertafel im Hotel Alte Post ein Konzert ab, das von einer Faschingsunterhaltung im Zipfer Bierstüberl gefolgt wurde. Am 26. April 1914 fand in Zell am See das letzte Konzert vor dem Kriege statt. Im Mai gab es noch ein Konzert im Berka Saal in Saalfelden. Bei einem Sängerausflug nach Piesendorf wurde Dr. Hugo Riehs zum Ehrenmitglied ernannt. Die letzte Aktivität des Vereines vor dem Kriege war die gesangliche Umrahmung der Julfeier bei der Südmarkgruppe. 

Die Kriegsjahre ...1914 bis 1919 
Während der Kriegszeit wurden keine Proben oder Aufführungen abgehalten, da fast alle Mitglieder eingerückt waren. Jährlich, und zwar stets am 5. Juni, wurden die Gräber der verunglückten Sänger besucht und dort zwei Grablieder gesungen.

1919 
Nach dem Kriegsende wurde der Wiederzusammentritt beschlossen. Unter Chormeister Josef Rauch wurde ein Sylvesterkonzert veranstaltet, bei dem das Streichorchester mitwirkte.

1920 
Toni Gasser übernahm die Vorstandaufgabe und Josef Rauch wurde offiziell zum Chormeister gewählt. Ein geplantes Konzert konnte damals allerdings nur mit dem Streichorchester bestritten werden, da im Chor keine Tenöre zur Verfügung standen.

1921 
Dr. Margreiter wurde zum Vorstand gewählt, aber bis auf weiteres konnten keine Proben abgehalten werden, es mangelte an Tenören. Diese Situation blieb bis zum Jahre 1925 so, denn zu viele Mitglieder sind vom Krieg nicht mehr zurückgekehrt. 

1925 
Bei der Generalversammlung wurde beschlossen, die Kremser Liederbücher anzukaufen. Die einzige Aktivität des Chores war das Singen von zwei Chören zu Allerheiligen am Friedhof.

1926 
Ferdinand Plenicar wurde Vorstand. Am gleichen Tag wurde im Hotel Krone ein Konzert mit dem Musikverein abgehalten. Im März trat die Liedertafel zum Salzburger Sängergau bei und die Sangesbrüder Stallinger und Leymüller gestalteten einen netten Zitherabend im Vereinsheim, das sich seit dem Wiederzusammentritt im Großgasthof Traube befand. Mit Pferdeschlitten wurde ein Ausflug nach Maishofen ins Schloß Kammer unternommen.

1927 
Im April fand im Hotel Krone ein Konzert statt. Chormeister Josef Rauch wurde zum Ehrenchormeister ernannt und die Sangesbrüder Emanuel Bscheid, Toni Gaßner, Thomas Mayerl und Alois Zöchling wurden Ehrenmitglieder. Die entsprechenden Diplome wurden überreicht.

1928 
Dieses Jahr brachte eine Schubertfeier im Hotel Krone, einen Sängerausflug, der über Lofer nach Kitzbühel und über den Pass Thurn wieder nach Zell am See führte und das Allerheiligensingen am Friedhof.

1929 
In diesem Jahr übernahm Ferdinand Kolig die Vorstandsstelle, Leo Albrecht wurde Chormeister. Die Liedertafel hatte einen Mitgliederstand von 30 Sängern. Für Sangesbruder Franz Wiedauer fand eine kleine Abschiedsfeier statt und im Februar ging es mit zahlreichen Pferdeschlitten nach Maishofen ins Schloss Kammer. Im April konnte bereits wieder ein schönes Konzert mit dem Zeller Orchester im Hotel Krone aufgeführt werden. Im gleichen Monat sang der Chor bei einer Feier des Veteranenvereins in der Kirche die Deutsche Messe. Das Gründungs- und Ehrenmitglied Emanuel Bscheid wurde beim Metzgerwirt mit dem Goldenen Ehrenzeichen der Republik ausgezeichnet. Die Liedertafel umrahmte diese Feier gesanglich. Das "Salzburger Heitere Quartett" brachte für die Liedertafelmitglieder im Vereinsheim Traube einen lustigen Abend. Im Mai beteiligte sich die Liedertafel am Sängerfest in Berchtesgaden und im Juni am 50 jährigen Gründungsfest der Halleiner Liedertafel in Hallein. Emanuel Bscheid, Toni Gaßner und Engelbert Geister erhielten vom Bundesobmann des Salzburger Sängergaues das goldene Ehrenzeichen für 40-jährige Sängertätigkeit. Hans Stallinger erhielt für 25 Jahre Vereinszugehörigkeit das silberne Ehrenzeichen der Liedertafel. Der Ankauf einer Vereinsfahne wurde beschlossen. Gleichzeitig wurden Vereinsmützen angeschafft und Bestrebungen, einen gemischten Chor zu gründen, wurden ausgesprochen. Im Juni weilte der Liederchor der Siemens Schuckertwerke in Zell, mit dem ein gemeinsamer Abend verbracht wurde. Die Halleiner Liedertafel machte ihren Gegenbesuch in Zell, wo ein gemeinsames Konzert zur Aufführung gelangte. Im September nahm die Liedertafel am Sängerfest in Tamsweg teil. Der Herbergsvater und seine Gattin, die Familie Stallinger, feierten das silberne Hochzeitsjubiläum. Bei diesem Fest stellte sich die Liedertafel als Gratulant ein. Ein Monat später feierte das Ehrenmitglied Toni Gaßner seinen 70. Geburtstag im Hotel Krone. Die Liedertafel umrahmte gesanglich diesen netten Abend. Im Dezember fand das Abschlusskonzert mit dem Zeller Streichorchester im Hotel Krone statt.

1930 
Das Vereinsjahr begann mit einer lustigen Schlittenpartie nach Maishofen ins Schloss Kammer. Im Februar erfolgte die Zusammenstellung eines Damenchores, der sein Programm durch Proben schon sichergestellt hatte. Mit 25 Sängerinnen wurde der Start zu einem eigenen Damenchor innerhalb der Liedertafel gesetzt. Leider war diesem Versuch kein allzu großer Erfolg beschieden, denn bereits nach kurzer Zeit fiel der Damenchor wieder auseinander. Dies war umso bedauerlicher, weil der Chronist nach dem ersten gemeinsamen Konzert im Hotel Neue Post, bei dem auch das Vereinsorchester mitwirkte, begeistert niederschrieb: "Das war das glänzendste Konzert, das die Liedertafel seit ihrem Bestehen aufgeführt hat. Im Jahr 1930 gab es außerdem noch eine Vermählungsfeier für Sangesbruder Hayegg, die Statuten wurden neu überarbeitet und in geänderter Form der Vereinsbehörde vorgelegt. Die Liedertafel beteiligte sich an der Feier zum "Deutschen Tag" im Hotel Neue Post. Gemeinsam mit dem Turnverein Jahn wurde im Vereinslokal Traube Sylvester gefeiert.

1931 
Mit einer Schlittenfahrt nach Hundsdorf wurde das neue Vereinsjahr begonnen. Vom 6. bis 8. Juni fand in Zell am See das 23. Salzburger Sängerbundfest statt. Gleichzeitig feierte die Liedertafel etwas verfrüht das 50-jährige Bestandsjubiläum mit Fahnenweihe. Am 6. Juni wurden die zahlreichen Gastvereine durch die Bürgermusik empfangen. Abends fand im Hotel Krone der Festabend statt. Am 7. Juni marschierte die Musik zum Weckruf durch die Stadt. Am Bräufeld (heute Tennisplatz) sammelten sich die zahlreichen Besucher und die Gastvereine zur Feldmesse und zur Fahnenweihe. Anschließend marschierte der gesamte Festzug durch die Stadt; die Bürgermusik konzertierte im Kurpark und am Stadtplatz wurden die Massenchöre gesungen. Am Nachmittag fand in den diversen Sälen das Vereinssingen statt. Der Abend wurde durch eine Seebeleuchtung gekrönt. Der 8 Juni begann mit einem zünftigen Frühschoppen auf der Schmittenhöhe. Die Auffahrt mit der 1928 eröffneten Seilbahn war für die vielen Festbesucher ein echtes Erlebnis. Folgende Vereine nahmen an dem großen Fest teil: Liedertafel Bad Reichenhall, Ebenfurth, Kufstein, Mallnitz, Frankenburg; Damensingverein Hummel, Salzburger Liedertafel, Liedertafel Mattighofen, Lamprechtshausen, Salzburger Chorvereinigung und Männergesangsverein, Liedertafel Seekirchen, Oberndorf, der Kärntner Männergesangsverein in Salzburg, MGV Maxglan, Backstein, Golling, Liefering, Hofgastein, Moosdorf, Gnigl, Bischofshofen, Mittersill, St. Johann/Pg., die Bürgermusik Zell am See, die Eisenbahnermusik Saalfelden und nahezu alle Zeller Vereine. Es war ein Fest, wie es in Zell am See lange nicht mehr zu sehen war. Fahnenmutter war die Kaufmannsgattin Frau Anna Hainzl, die Fahnenpatin war Frau Mizzi Haupolter, Gattin des hiesigen Notars. Das Jubiläumsjahr fand mit einer netten Nikolofeier, bei der auch eine eigene Nikolozeitung zur Ausgabe gelangte, seinen Ausklang. Die Feier fand in den Räumen des Großgasthofes Traube statt.

1932 
Anlässlich der Gedenkfeier zum 140. Todestag von W. A. Mozart gab die Liedertafel ein Konzert im Hotel Krone. In der Salzburger Andräkirche sang eine Abordnung der Liedertafel die Deutsche Messe für Sangesbruder H. Burkl, der dort seine Hochzeit feierte. Die Faschingsunterhaltung mit Orchester ging im Hotel Traube über die Bühne und wenig später fand .im Hotel Krone das Frühjahrskonzert statt. Man organisierte einen Sängerausflug nach Saalbach, der überaus lustig verlaufen sein soll. Im März starb das Ehrenmitglied Frau Anna Schwarzhuber; sie wurde am Friedhof in Purkersdorf beigesetzt. Frau Anna Schwarzhuber war viele Jahre Gönnerin der Zeller Liedertafel. Seit 1910 war sie Ehrenmitglied des Vereines, nachdem sie damals drei Sänger vor dem Ertrinken gerettet hatte. Auch in der Zeller Stadtpfarrkirche wurde eine Seelenmesse für die Verstorbene gelesen. Ehre sei dieser Frau und ihrem Angedenken. Im Strandcafe Central bestritt die Zeller Liedertafel den musikalischen Teil beim Sommernachtsfest des Zeller Fremdenverkehrsvereins. Am Sonnwendtag veranstaltete der Verein ein Platzsingen am Stadtplatz, bei dem Volkslieder gesungen wurden. Anschließend feierten die Sänger gemeinsam mit dem Turnverein Jahn auf der "Wimmwiese" die Sonnenwende. Der Fahnenmutter, Frau Anna Hainzl, wurde ein Namenstagsständchen dargebracht. Im Oktober brachte ein lustiger Unterhaltungsabend im Vereinsheim eine nette Abwechslung. Zum 200. Geburtstag von Joseph Haydn veranstaltete die Liedertafel mit eigenem Orchester ein Haydn Konzert. Der Dirigent war damals Leopold Werla. Auch bei der Nikolofeier im Vereinsheim sorgte das vereinseigene Orchester für gute Stimmung. Dirigent war Josef Leymüller.

1933 
Ein Liedertafel Orchesterkonzert zugunsten der Winterhilfe im Hotel Krone brachte einen Reinerlös von S 130,-. Im Februar fand der Liedertafelball in sämtlichen Räumen des Hotel Krone statt. Im März fand die Anschlusskundgebung am Stadtplatz statt, wobei die Liedertafel einige Lieder sang. Auch die Saalfeier, die im Hotel Krone stattfand, wurde musikalisch umrahmt. Die Sänger trugen den großen Zeller Musik- und Gesangsförderer Dr. Reichenbach zu Grabe. Mit einem Grablied verabschiedeten sie den Sangesbruder am Zeller Bergfriedhof. Im Mai wurde im Hotel Krone das Frühjahrskonzert aufgeführt, bei dem auch das Orchester mitwirkte. Am Deutschen Liedertag sang die Liedertafel vom Balkon des Cafe Moßhammer am Dollfußplatz, wie man den Stadtplatz damals nannte. Im Juni fand in Mittersill das 60 jährige Bestandsfest der dortigen Liedertafel statt, an dem selbstverständlich auch die Zeller Liedertafel teilnahm. Insgesamt nahmen 580 Sänger an diesem Fest teil. Im Oktober wurde ein Sängerausflug zu Sangesbruder Hugo Scholz auf die Mittelstation unternommen. Herr Scholz stiftete dem Verein ein Spanferkel. Am 7. November wurde für den ältesten Sänger, Herrn Engelbert Geister, ein Geburtstagsständchen dargebracht. Herr Geister wurde an diesem Tag 80 Jahre alt. 1853 wurde er in Hieflau geboren. In seinem Gasthof und Cafe Geister hatte die Liedertafel lange Jahre eine Heimstätte. Im November veranstaltete die Liedertafel mit Orchester einen Liederabend im Großgasthof Traube. Bei der Nikolofeier im Großgasthof Traube gab es wieder eine zünftige Nikolozeitung, in der jedem Mitglied eine entsprechende Spalte gewidmet war. Das Orchester sorgte für gute Stimmung. Am 24. Dezember 1933 sang die Liedertafel erstmals Weihnachtslieder vom Balkon des Cafe Moßhammer für die versammelte Bevölkerung.

1934 
Im Hotel Krone wurde ein Frühjahrskonzert gesungen. Auch das Orchester beteiligte sich an dieser Veranstaltung. Beim Fischerwirt wurde im Beisein der Bürgermusik heftig gepoltert! Das Orchestermitglied Josef Hörl und der Sangesbruder Toni Straßgschwandtner verließen den Junggesellenstand.

1935 
Für die Sangesbrüder Benedikt Rehrl und Max Harrer wurde ein Abschiedsabend gestaltet. Unter Mitwirkung des Liedertafelorchesters und des Liedertafelquartetts wurde der Zeller Bevölkerung ein Abend "Österreichmusik" geboten. Im Mai erfolgte die Übersiedlung des Vereinsheimes vom Großgasthof Traube ins Hotel Alte Post. Chormeister Hans Stallinger wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Die Liedertafel nahm am 80 jährigen Gründungsfest der Liedertafel Mattighofen teil. Engelbert Geister und Emanuel Bscheid erhielten den Sängerbrief für 50 Jahre Sängertätigkeit beim Deutschen Sängerbund. Hans Stallinger erhielt die Goldene Nadel für 40 jährige Zugehörigkeit zum Deutschen Sängerbund. Am Sängergrab wurde eine Gedenkfeier für die vor 25 Jahren umgekommenen Sänger gehalten. Man legte einen Kranz nieder und gedachte diesem schwarzen Tag in der Geschichte der Liedertafel. Für Ferdinand Plenicar wurde ein Abschiedsabend organisiert.

1936 
Mit Pferdeschlitten ging es nach Kaprun zum Limbergbauern, der einen herrlichen Schweinsbraten vorbereitet hatte. Im Mai musste eine neuerliche Übersiedlung des Vereinslokals vom Hotel Alte Post ins Hotel Neue Post erfolgen. Im Mai wirkte die Liedertafel am 1. Pinzgauer Heimatabend des Vereins für Brauchtumspflege, der im Hotel Neue Post stattfand, mit. Die gesamte Liedertafel fuhr zum Sängerfest nach Bad Hofgastein. Wenige Wochen nach der Probelokalverlegung musste der Verein erneut in einen anderen Raum weichen. Die Sänger des Lienzer Sängerbundes besuchten Zell am See. Im Hotel Neue Post fand ein Konzert der Lienzer statt. Anschließend ging man ins Hotel Seehof, wo ein gemütlicher Abend die Sänger zusammenführte. Am darauffolgenden Tag wurde in der Kirche die Deutsche Messe gesungen, danach ging es ins Grinzinger Weinstüberl. Im August veranstaltete eine englische Sängergruppe mit der Liedertafel ein Gemeinschaftskonzert im Hotel Neue Post, dem ein gemütlicher Abend im Hotel Seehof folgte. Zu Allerheiligen wurde wieder am Sängergrab gesungen. Im Lichtspielhaus in Zell wurde ein Konzert veranstaltet, dessen Reinerlös als Fliegerspende gedacht war. Ganze S 53, konnten an den Staatssekretär für Landesverteidigung überwiesen werden. Die Liedertafel und die Bläser des Orchesters brachten am 24. Dezember der Zeller Bevölkerung am Stadtplatz das Lied "Stille Nacht, heilige Nacht" dar.

1937 
Die Liedertafel stellt das letzte Geleit für Sangesbruder Mathias Waltl. Im Juni wirkte die Liedertafel am Heimatabend im Hotel Neue Post mit. Bei dieser Gelegenheit wurde der Sangesbruder Jakob Dürlinger (Limbergbauer) Erbhofbauer. Der Villacher Männergesangsverein besuchte Zell am See und gleichzeitig weilte ein dänischer Damenchor in der Stadt. In voller Eintracht brachten die 3 Chöre im Hotel Neue Post Kostproben ihres Könnens. Im Juli fand in Breslau das 12. Deutsche Sängerbundfest statt, an dem sich die Liedertafel mit 23 Sängern beteiligte. Zum zweiten Male war die englische Sängergruppe (British Singers Touring Club) in Zell am See. Sie gab ein Konzert am Stadtplatz; anschließend fand im Hotel Pinzgauerhof ein gemütlicher Abend statt. Beim Fischerwirt wurde im Rahmen einer kleinen Feier der Sangesbruder Kimbacher verabschiedet. Eine Abordnung besuchte die 50 jährige Bestandsfeier des Maxglaner Männergesangsvereins. Bis Weihnachten 1949 gibt es keinerlei Aufzeichnungen!

1949 
Bis 1949 ruhte jegliche Vereinstätigkeit. Erst als die amerikanische Besatzungsmacht den Sängerbund anerkannte, konnten die Chöre ihre Probenarbeit wieder aufnehmen . Mit dem Weihnachtssingen vom Balkon des Cafe Moßhammer wurde die Arbeit der Liedertafel nach dem Kriege neu begonnen. 

1950 
Ferdinand Kolig war es, der die Geschicke des Vereins wieder in die Hand nahm und die Sänger wieder zusammenführte. Als Chormeister stellte sich Herr Josef Leymüller zur Verfügung. Im April sang die Liedertafel in St. Georgen, anlässlich des Georgirittes die Deutsche Messe. Im September kam das Ringgenberg Chörli aus Bern nach Zell. Am Abend gab es beim Metzgerwirt eine heitere Unterhaltung. Im Oktober feierte die Liedertafel Vöcklabruck ihr 100 jähriges Bestehen in Verbindung mit dem 14. Bundessängerfest. Die Liedertafel beteiligte sich an dieser Feier. Am Heiligen Abend wurde am Stadtplatz gesungen; ein Bläserquartett unterstrich die festliche Stimmung. 

1951 
Nun war der Verein wieder gefestigt. Eine nette Schlittenpartie zum Schloss Kammer nach Maishofen eröffnete das Vereinsjahr. Im Gasthof Metzgerwirt wurde die Tradition des Liedertafelballs wieder aufgegriffen: Man veranstaltete einen "Ball in der Manege" . Im Februar wurde Sangesbruder Otto Zlabinger begraben und für die Sangesbrüder Blaickner wurde spontan ein Arbeitseinsatz organisiert, da ein Erdrutsch ihr Haus in Thumersbach arg in Mitleidenschaft gezogen hatte. Der März brachte einen Familienabend mit Tanz in der Taverne und einen neuen Chormeister. Prof. Leo Ertl konnte für diese Aufgabe gewonnen werden . Schon im Juni brachte die Liedertafel vor vollem Saal im Gasthof Metzgerwirt ein eindrucksvolles Konzert. Der Männergesangsverein von Ranshofen war in Zell. Für die Gäste wurde beim Metzgerwirt ein heiterer Abend gestaltet. Im Juli nahm der Verein am Sängerfest in Millstatt teil und gemeinsam mit der Trachten- und Tanzgruppe Praxmaier aus Kitzbühel veranstaltete die Liedertafel einen volkstümlichen Werbeabend für die Sommergäste. Dieser Abend musste wegen des großen Erfolges wiederholt werden. Im Oktober erfolgte eine Sängerreise nach Südtirol, das Probelokal wurde vom Schweizerhof ins Hotel Pinzgauerhof verlegt. Eine Nikolofeier im Hotel Mozart, ein Adventsingen in Saalfelden und das Weihnachtssingen beendeten das ereignisreiche Jahr.

1952 
Mit sieben Schlittengespannen und einem Vorreiter fuhr die Liedertafel am Dreikönigstag zum Schloss Kammer nach Maishofen, Schon im Jänner musste der Verein erneut übersiedeln; das Probelokal wurde vom Pinzgauerhof ins Parkhotel Eder verlegt. Dieser Arbeit schloss sich ein Familienabend mit Tanz in der Taverne an . Der Liedertafelball stand in diesem Jahr unter dem Motto "Rund um den Popocatepetl" seit 1950 fanden die Liedertafelbälle immer im Gasthof Metzgerwirt statt. Im März mussten sich die Sänger von Sangesbruder Toni Huber verabschieden; sie taten dies mit einem Lied am offenen Grab. Zum 125. Todestag Beethovens wirkte die Liedertafel am Beethovenkonzert des Kulturreferats mit. Im Juni war eine weitere Verlegung des Probelokals notwendig! Es wurde vom Parkhotel Eder zum Hechenblaikner (heute Tirolerbräu) übersiedelt. Der Männergesangsverein Basel besuchte Zell am See ein gemeinsamer Abend brachte die Sänger zusammen. Im Juni hatte die Liedertafel Zell am See in Innsbruck den Oberösterreichisch - Salzburgischen Sängerbund zu repräsentieren. Das war eine große Ehre für den Verein. Eine Woche später feierte die Liedertafel Zell ihr 70 jähriges Bestandsfest. Als Gastvereine waren die Liedertafel Hallein und Mittersill in Zell, den Ehrenschutz hatte Landeshauptmann Dr. Josef Klaus und Weihbischof Filzer zelebrierte ein Pontifikalamt. Die Bürgermusik gab der Feier ein festliches Gepräge. Einen Tag später traf der Kaufmännische Gesangsverein aus Graz in Zell ein, mit dem gemeinsam gesungen wurde. Im Juli wurde im Kreise der Sängerfamilien das neue Probelokal eingeweiht und im Oktober unternahm der Verein eine Sängerreise nach Grado. Am Konzert der Zeller Musikfreunde im Gasthof Metzgerwirt war die Liedertafel maßgeblich beteiligt Im November gab es eine Sängerfahrt und ein gemeinsames Konzert mit dem Patenverein, der Liedertafel Hallein. Im gleichen Monat wurde beim Metzgerwirt ein volkstümliches Konzert aufgeführt. Im Hotel Mozart ging eine heitere Krampusfeier über die Bühne und erstmals wurde in diesem Jahr am Heiligen Abend auch unter dem Lichterbaum in Schüttdorf gesungen. Hernach sang die Liedertafel am Friedhof, dann in Thumersbach und anschließend fand das nun schon traditionelle Weihnachtssingen am Stadtplatz statt.

1953 
Dieses Jahr brachte wieder zahlreiche Aktivitäten, die mit der Dreikönigsfahrt nach Rauris begonnen wurden. Die Liedertafel sang beim dortigen Kriegerdenkmal und gestaltete anschließend einen bunten Abend. Beim Gschnasfest ging es dieses Mal "Drunter und Drüber'. Ein Familienabend mit Tanz in der Taverne brachte auch für die Sängerfrauen etwas Abwechslung und im April wirkte die Liedertafel bei der Aufführung der Matthäus Passion in der Stadtpfarrkirche mit. Im Mai veranstaltete der Verein einen Bunten Abend beim Metzgerwirt und im Juni wurde ein anspruchsvolles Frühlingskonzert aufgeführt. Bei der Sängerfahrt nach Seekirchen und beim dortigen Wertungssingen erreichte die Liedertafel die höchste Punktezahl. Auf Einladung der Tauernkraftwerke wurde in der großen Halle ein Bunter Abend veranstaltet. Wie in alten Zeiten wurde gemeinsam mit dem Turnverein auf der Wimmwiesen Sonnenwende gefeiert.  
Beim großen Sommernachtsfest wirkte die Liedertafel maßgeblich mit. Einen Höhepunkt bildete in diesem Jahr die Liedertafelreise ins Rheinland, wo in Limburg an der Lahn, Koblenz, in Cannstadt, in Bonn und in Worms zahlreiche gesangliche und humoristische Auftritte erfolgten. Im September wurde im Rahmen einer Familienfeier an Sangesbruder Becker der Sängerbrief für 50 jährige Sängertätigkeit überreicht. Im Oktober gestaltete die Liedertafel den musikalischen Teil der Heldengedenkfeier für die Gefallenen an der Eismeerfront. Ebenso erfolgte die gesangliche Umrahmung beim anschließenden Kameradschaftsabend der II. Gebirgsdivision. Im November wurde Sangesbruder Wogrin auf seinem letzten Weg begleitet. Die Liedertafel wirkte beim Herbstkonzert der Volksmusikschule mit, das beim Metzgerwirt abgehalten wurde. Im Bräustüberl (Neue Post) fand bei der Nikolofeier ein großes Wildbretessen statt, nachdem die Familie Porsche - Piech der Liedertafel einen prächtigen Hirsch spendete. Am Heiligen Abend sangen die Sänger wieder in Schüttdorf, am Friedhof, in Thumersbach und am Stadtplatz.

1954 
Unter dem Eindruck der letztjährigen Liedertafelreise ins Rheinland entstand das Motto für den Liedertafelball, das "Carneval am Rhein" hieß. Im April wirkte die Liedertafel am Joseph Haydn Oratorium in der Stadtpfarrkirche mit. Leo Ertl, unser Chormeister, wurde zum Landeskapellmeister für die Blasmusiken des Landes Salzburg ernannt, was natürlich Anlass zu einer entsprechenden Feier war. Im April trat die Liedertafel zum letzten Geleit für Sangesbruder Buchinger an, der in Hallein begraben wurde. Gemeinsam mit dem Männerchor Saalfelden wurde in Saalfelden ein Otto Siegl Konzert aufgeführt. Im Juni wurde das Frühlingskonzert beim Metzgerwirt gesungen und einen Tag später eine Sängerfahrt zum Bundessängerfest nach Klagenfurt angetreten. Im Landestheater von Klagenfurt gab die Liedertafel ein Sonderkonzert, das großen Beifall fand. Das Herbstkonzert beim Metzgerwirt hatte in diesem Jahr volkstümlichen Charakter. Im Cafe Tyrol (heute Pinzgauer Diele) fand die Nikolofeier statt, bei der das Liedertafel Doppelquartett unter Sangesbruder Hoyer für die Unterhaltung sorgte. Der 12. Dezember 1954 war ein großer Tag für die Liedertafel. Landeshauptmann Dr. Josef Klaus überreichte der Liedertafel in Würdigung der Verdienste um das Kulturleben von Zell am See die Walther von der Vogelweide Verdienstmedaille für Kunst und Kultur. Gleichzeitig wurde der Liedertafel das Recht übertragen, zum Vereinszeichen auch das Wappen der Stadt Zell am See zu führen! Eine Auszeichnung, die nur wenigen Vereinen zuteil wurde. Dieses Vereinsjahr klang mit dem traditionellen Weihnachtssingen in Thumersbach, am Friedhof und am Stadtplatz aus.

1955 
Die diesjährige Dreikönigsfahrt führte zum Pass Thurn und anschließend zum Bräu Rupp nach Mittersill. Anlässlich der Uraufführung des Filmes "Das Lied der Hohen Tauern" im Jänner sang die Liedertafel im Kino Zell das Kapruner Lied. Der Liedertafelball stand unter dem Motto: "Auf der Reeperbahn". Der Höhepunkt dieses Jahres war gewiss die Kulturreise nach Rom. Die Liedertafel wurde ins Österreichische Kulturinstitut eingeladen, um dort gesanglich aufzutreten. In Kaprun beteiligte sich die Liedertafel am Konzert des Wiener Schubertbundes und der Mai erinnerte die Sänger an die Erlebnisse während der Romreise anhand von Dias und Filmen, die im Hotel Mozart gezeigt wurden. Die Wormser Sänger kamen nach Zell am See. Gemeinsam wurde beim Metzgerwirt ein Festabend bestritten. Das diesjährige Frühlingskonzert wurde gemeinsam mit dem Volksmusikschulorchester beim Metzgerwirt abgehalten. Im August wurde im Grandhotel eine Sommernachtsmusik für die Sommergäste aufgeführt. Im September feierten die "Kitzstoana" ihr 50 jähriges Bestandjubiläum, bei dem die Liedertafel die Umrahmung der Feldmesse im Gemeindepark übernommen hatte. Sangesbruder Fritz Gschmeidler ging für immer von uns; die Sänger begleiteten ihn auf seinem letzten Weg. Das Herbstkonzert beim Metzgerwirt wurde gemeinsam mit dem Jugendchor der Hauptschule gestaltet. Im November ging ein weiterer Sänger für immer von uns: Franz Linher. Die Sänger brachten ihm am offenen Grab ein Abschiedslied. Beim Weihnachtssingen am Stadtplatz wurde in diesem Jahr von einem Duett mit Gitarre die Originalfassung von "Stille Nacht, Heilige Nacht..." gesungen.

1956 
Die Dreikönigsfahrt führte wieder nach Maishofen ins Schloss Kammer. Beim Gschnasfest lautete die Devise "Diesmal total verrückt". Im Bahnhofsrestaurant wurde ein Heringsschmaus-Abend für die Familien besucht und im März stand ein neuerlicher Probenlokalwechsel ins Haus. Der Verein musste vom Hechenblaickner ins Bräustüberl, bzw. in die Hauptschule übersiedeln. Gemeinsam mit dem Knabenchor der Hauptschule wurde das Frühlingskonzert beim Metzgerwirt durchgeführt. Im Juni ging es zum Bundessängerfest nach Salzburg, wo die Liedertafel gemeinsam mit dem Mädchenchor der Hauptschule Zell im großen Saal des Mozarteums auftrat. Eine Woche später erfolgte ein Besuch des MGV Oberlahnstein vom Rhein, mit dem ein gemeinsamer Festabend beim Metzgerwirt abgehalten wurde. Im August erfolgte eine Sängerreise zum Deutschen Sängerbundfest nach Stuttgart, wo die Liedertafel gesanglich und jodlerisch begeistert aufgenommen wurde. Am 15. August wurde in der Kirche die Krönungsmesse gesungen und abends bot die Liedertafel wieder Sommernachtsmusik am See. Die Liedertafel musste neuerlich übersiedeln! Im rückwärtigen Teil des Feuerwehrhauses überließ man ihr den Schulungsraum der Feuerwehr, der allerdings mit mehreren Vereinen und mit Schulklassen geteilt werden musste. Im September wurde Dr. Stephan Wallmann begraben. Er war seit 1912 Liedertafelmitglied und Inhaber des goldenen Vereinsabzeichens. Im Oktober wurde Chormeister Ertl Milltärkapellmeister. Beim Herbstkonzert wirkte wieder das Volksmusikschulorchester mit; der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Nach dem Weihnachtssingen im Krankenhaus, am Friedhof und am Stadtplatz gab es im Hotel Neue Post eine Punschparty, die von der Stadtgemeinde gestiftet wurde.

1957 
Die Dreikönigsfahrt führte unter dem Motto "Fahrt ins Weiße" nach Lofer, wo die Teilnehmer einen besonders lustigen Nachmittag erlebten. Zusätzlich zum herkömmlichen Liedertafelgschnasfest veranstaltete die Liedertafel in diesem Jahr einen Ball mit besonderer Note, an dem auch die Salzburger Faschingsgilde und die Werfner Narrengemeinde teilnahm. Der Liedertafelball selbst ging unter der Devise "Ein Abend im Wiener Prater" über die Bühne. Den Fasching beschloss ein gemütlicher Heringsschmaus im Bahnhofsrestaurant. Sangesbruder Alois Dorn feierte Goldene Hochzeit. Die Liedertafel sang in der Kirche die Jubelmesse, brachte dem Paar ein Ständchen und umrahmte den anschließenden gemütlichen Abend. Zur 75 Jahr Feier der Liedertafel gratulierten zahlreiche Persönlichkeiten und für die kulturellen Verdienste wurde dem Verein die silberne Haydn Medaille überreicht. Der Festkommers fand beim Metzgerwirt statt. Am nächsten Vormittag wurde in der Kirche die "Messe in G" von Joseph Meßner aufgeführt und abends brachte die Liedertafel im überfüllten Metzgerwirtssaal die "Jahreszeiten" von Joseph Haydn. Im Juli wurde eine Sängerfahrt nach Verona zur Aufführung von Rigoletto durchgeführt. Anlässlich des 10 jährigen Bestandes der Zweigstelle der Volksmusikschule in Zell wirkte die Liedertafel beim Festkonzert mit. Obmann Ferdinand Kolig ernannte Prof. Dr. Walter Hummel zum Ehrenmitglied der Liedertafel. Zum 70. Geburtstag von Obmann Kolig brachte die Liedertafel diesem ein Ständchen.

1958 
Die Dreikönigsfahrt führte nach Werfen, wohin auch die Salzburger Liedertafel kam. Es wurde fleißig gesungen und auch mit humoristischen Einlagen nicht gegeizt. "Rendezvous im Moulin Rouge" brachte wieder einen überfüllten Liedertafelball. Im Gasthof Sonnberg fand ein gemütlicher Familienabend statt. Von den Cannstädter Sängern erfolgte ein Gegenbesuch in Zell; es wurde ein gemeinsamer Abend verbracht. Im Juni fuhr die Liedertafel zur 80 jährigen Bestandsfeier der Liedertafel Mittersill. Gemeinsam mit dem Kinderchor der Hauptschule, dem gemischten Chor und dem Orchester der Volksmusikschule wurde das Frühjahrskonzert beim Metzgerwirt abgehalten. Bei der Hochzeitsfeier von Rudi Ferbus sang die Liedertafel in der Kirche die Deutsche Messe. Im Dezember gab es ein Hirschessen, das jedoch "in Ermangelung eines Hirschen" ohne diesen vonstatten gehen musste, (Soweit der Chronist.) Am Heiligen Abend fand das traditionelle Weihnachtssingen statt.

1959 
Die Dreikönigsfahrt führte zum Schloss Kammer. Beim Liedertafelball gab es den " 1. Narrenkongress auf dem Monde". Zum 110 jährigen Bestandsfest unseres Patenvereins reiste die gesamte Liedertafel nach Hallein, um die Gratulation zu überbringen. Die Liedertafel beteiligte sich am 1. Bezirkstreffen der Pinzgauer Sängerschaft in Taxenbach. In diesem Herbst muss die Liedertafel wieder von zwei Sängern Abschied nehmen von Sangesbruder Hans Thoman und von Sangesbruder Karl Lahoda. Am 5. Dezember fand eine Nikolofeier statt und am Heiligen Abend sang die Liedertafel wieder am Stadtplatz.

1960 
Im Schloss Kammer trafen sich die Sänger am Dreikönigstag. Beim Liedertafelball waren "Narren unterwegs 1860 bis 1960". Hans Krottendorfer feierte seine Silberne Hochzeit, bei der die Sänger ein Ständchen darbrachten Die Sänger aus Schwäbisch Gmünd besuchen die Liedertafel. Beim Metzgerwirt fand ein Empfangsabend statt, in den nächsten Tagen waren Ausflüge in die Umgebung am Programm und mit einem Kameradschaftsabend wurden die Gäste im Hotel Zauner verabschiedet. Der Juni brachte eine Sängerreise nach Innsbruck, wo die Liedertafel auch beim großen Festzug mitmachte. Bei den gesanglichen Aufführungen war auch der Mädchenchor der Hauptschule Zell am See beteiligt. Während der Sommerpause war es gelungen, Sangesbruder Rainer Straub als Chormeister für die Liedertafel zu gewinnen. Im September erfolgte eine Sängerreise nach Bad Gastein, wo die Liedertafel den gesanglichen Teil bei der Festmesse und bei der Fahnenweihe bestritt. Bei der Nikolofeier gab es in diesem Jahr einen Glückshafen. Zu Weihnachten fand am winterlichen Stadtplatz das traditionelle Weihnachtssingen statt.

1961 
Die Dreikönigsfahrt ging wieder ins Schloss Kammer nach Maishofen und der Liedertafelball stand unter dem Motto "Geisterball im Räuberschloss". Franz Gollackner wurde zum Vorstand der Liedertafel gewählt. Der scheidende Vorstand Ferdinand Kolig wurde für 50jährige Sängertätigkeit mit dem goldenen Ehrenzeichen des ÖSB ausgezeichnet und Chormeister Leo Ertl wurde zum Ehrenchormeister ernannt. Im April verabschiedeten sich die Sänger von ihrem langjährigen Kameraden Anton Straßgschwandtner mit einem Grablied am Zeller Friedhof. Im Mai fand im Rahmen eines Festkonzertes die öffentliche Ehrung für Vorstand Kolig und für Chormeister Leo Ertl statt. Im Juni führte die Liedertafel gemeinsam mit dem Zeller Knabenchor in der Welser Stadthalle vor begeistertem Publikum ein anspruchsvolles Konzert auf. Im September war die Chorvereinigung Jung Wien in Zell und gab im Pfarrsaal ein Konzert. Zwei Sangesbrüder gingen von uns: Sangesbruder Erich Hofmann und Sangesbruder Hans Onz. Zweimal in vier Tagen schlug das Schicksal zu und führte die Liedertafel auf den Friedhof, wo den Verstorbenen das Abschiedslied gesungen wurde. Ende September führte eine Sängerreise in den Lungau nach Tamsweg, wo mit den Oberweißburger Sängern ein gemeinsamer Abend verbracht wurde. Im November fand im Pfarrsaal das jährliche Herbstkonzert statt. Sangesbruder Walter Hörl und Sangesbruder Peter Haitzmann haben Ende November am gleichen Tag den Bund der Ehe geschlossen. Für die beiden Sänger wurde in der Kirche die Deutsche Messe gesungen, anschließend wurde den beiden Vermählten ein Ständchen dargebracht. Die Nikolofeier, bei der ein Glückshafen veranstaltet wurde, fand im Gasthof Metzgerwirt statt. Am Heiligen Abend freuten sich wieder zahlreiche Zeller und Gäste über das Weihnachtssingen am Stadtplatz.

1962 
Etwas verspätet führte die Dreikönigsfahrt wieder ins Schloss Kammer nach Maishofen und der Fasching begann mit einem 'Ball im Grandhotel", der zu einem gesellschaftlichen Ereignis von Zell wurde. Am Faschingssamstag hieß es beim Liedertafelgschnasfest: "Freut Euch des Lebens", der Metzgerwirtsaal war wieder einmal überfüllt. Am Aschermittwoch beim Heringsschmaus nahmen die Sänger mit ihren Familien teil. Am Tag des Liedes sang die Liedertafel in der Kirche die Deutsche Messe und bis zum Mittag wurden am Stadtplatz Volkslieder gesungen. Am Nachmittag folgte ein gemeinsamer Ausflug nach Dienten. Gleichzeitig mit der 80 jährigen Vereinsfeier wurde das 1. Gausängertreffen des Salzachgaues Süd mit Festabend beim Metzgerwirt abgehalten. Dabei traten folgende Vereine in Erscheinung: Liedertafel Bischofshofen, Liedertafel Mittersill, MGV Saalfelden, MGV Oberweißburg, Liedertafel Bad Gastein, der Knabenchor Zell am See und das Halleiner Streichorchester. Beim 1. Gausängerfest in Zell wurde eine Festmesse gestaltet und nach der Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal fand am Stadtplatz ein freies Singen der Gastvereine statt. Im Juli beteiligte sich die Liedertafel an der Aufführung der Krönungsmesse. Im September besuchte der MGV Innsbruck unseren Verein; im Gasthof Metzgerwirt wurde ein Kameradschaftsabend organisiert. Das Herbstkonzert beim Metzgerwirt fand gemeinsam mit dem Streichquartett und dem Chor der Volkmusikschule Zell statt. Im Anschluss an die Nikolofeier wurde fleißig getanzt und im Dezember wurde zum 75. Geburtstag des Ehrenmitgliedes Ferdinand Kolig ein Ständchen gesungen. Das traditionelle Weihnachtssingen im Krankenhaus, am Friedhof und am Stadtplatz fand in diesem Jahr bei minus 20 Grad statt.

1963 
Mit der Dreikönigsfahrt ins Schloss Kammer wurde das neue Vereinsjahr begonnen. Beim Ball im Grandhotel erregte der Deutsch - Chilenische Singkreis aus Santiago besonderes Aufsehen. Am Tag darauf bestritt der gleiche Klangkörper im Pfarrsaal ein großartiges Konzert, bei dem unter anderem Volkslieder aus Chile und Brasilien zum Vortrag kamen. Beim Gschnasfest ging es wild zu; das Motto lautete "Tam Tam im Urwald". Im Mai führte die Liedertafel einen Gegenbesuch zum MGV Innsbruck durch. Es wurde ein gemeinsames Konzert bestritten und Ausflüge in die Umgebung von Innsbruck unternommen. Kaum zehn Tage später musste wieder ein Sänger begraben werden, Rudolf Skala. Die Sänger verabschiedeten sich mit einem Grablied von ihm. Der Tag des Liedes verlief wie im vorangegangenen Jahr mit der Deutschen Messe in der Kirche und einem anschließenden Volksliedersingen am Stadtplatz. Im Juni nahm die Liedertafel mit 35 Mann und der Knabenchor mit 40 Buben am Sängerbundfest in Salzburg teil. Vor 2000 begeisterten Zuhörern sangen die Zeller im Großen Festspielhaus und im Mozarteum. Im November wurde im Grandhotel die Cäcilienfeier mit Wildessen, Tanzspielen und flotter Musik gefeiert. Zwei Tage nach dem traditionellen Weihnachtssingen brachte die Liedertafel gemeinsam mit dem Damenchor der Volksmusikschule und dem Instrumental Ensemble ein Konzert, bei dem alte Hirtenlieder und Bibeltexte zu Gehör gebracht wurden.

1964 
Bereits im Jänner veranstaltete die Liedertafel einen repräsentativen Ball in den Räumen des Grandhotels "Das Kirschblütenfest in Japan" . Wenig später ging es beim Liedertafelgschnas um die "O Lumpiade" beim Metzgerwirt. Im Mai fand eine Sängerfahrt nach Porec Istrien statt und im Juli ein Sängerausflug nach Saalbach zur Spielbergalm und nach Leogang. Im Oktober wurde der Ehrenvorstand Ferdinand Kolig zu Grabe getragen. Die Sänger verabschiedeten sich mit Fahne und Gesang von dem Mann, der entscheidend die Geschicke des Vereins beeinflusst hatte. Im November gab es im Hotel Mozart ein Hirschessen mit anschließendem Tanz und ein Herbstkonzert im Pfarrsaal.

1965 
Nach der Dreikönigsfahrt, die wieder ins Schloss Kammer führte, wurde der große Liedertafelball vorbereitet, der unter dem Motto "Treffpunkt Tanger Opium Höhle" über die Bühne ging. Im Mai rückten die Sänger zu einem Gratulationsständchen für Hans Walch aus, der in den Stand der Ehe überwechselte. Beim diesjährigen Frühjahrskonzert wirkten über 100 Sänger mit. der Singkreis, der Knabenchor und die Liedertafel. Der MGV Gmünd besuchte die Zeller Liedertafel. Das zufällig abgehaltene Seefest hinterließ bei den Sängerfreunden einen tiefen Eindruck. Im Oktober wurde ein Sängerausflug nach Hintertal, Dienten und zum Birkkar durchgeführt. Sangesbruder Hans Bernhard wurde von seinen Vereinskameraden zu Grabe getragen. Am Heiligen Abend sang die Liedertafel wieder im Krankenhaus, am Friedhof und am Stadtplatz. Ein Bläserquartett der Bürgermusik sorgte für eine feierliche Untermalung.

1966 
Bei der Dreikönigsfahrt nach Maishofen ins Schloss Kammer gab es ein humorvolles Programm; drei Wochen später veranstaltete die Liedertafel einen Volksliedabend im Pfarrsaal, an dem der Saalfeldner Viergesang mitwirkte. Der Liedertafelball stand unter dem vielversprechenden Motto: "Heiße Fracht aus Hongkong." Im April gab es für die Sänger einen Höhepunkt, nämlich eine Liedertafelreise, für die ein eigenes Flugzeug gechartert wurde. Es ging über Italien nach Kreta, anschließend nach Izmir in die Türkei und über Athen und Belgrad wieder nach Österreich zurück. Im Kursaal von Badgastein fand ein Gausingen statt, bei dem außer der Liedertafel Zell noch weitere 10 Vereine aktiv mitwirkten. Zum Tag des Liedes wurde in der Kirche die Krönungsmesse gesungen  anschließend fand am Stadtplatz ein Volksliedsingen statt. Im Herbst besuchte der MGV Neuwied Zell am See. Im Gasthof Latini wurde ein Gemeinschaftsabend verbracht. Kurz darauf besuchten uns die Wormser Sänger und anfangs Oktober unternahm die Liedertafel eine Sängerfahrt ins Salzkammergut. Über Mondsee ging es nach St. Gilgen am Wolfgangsee und über Lofer wieder nach Zell zurück. Eine Woche später besuchten Sängerfreunde aus Trier Zell am See. Beim gemeinsamen Kameradschaftsabend fand das Doppelquartett der Liedertafel großen Beifall. Das Weihnachtssingen fand in diesem Jahr bei herrlicher Winterkulisse statt.

1967 
Auch in diesem Jahr führte die Dreikönigsfahrt ins Schloss Kammer nach Maishofen und beim Metzgerwirt hieß es beim Liedertafelball: "Der schwarze Erdteil ruft." Zugunsten der Hochwassergeschädigten Zeller aus dem Jahre 1966 wurde ein Liederabend im Pfarrsaal veranstaltet. Bei dieser Aufführung stellten sich auch die Liedertafel Mittersill, der Singkreis Zell und das Doppelquartett "Con Anima" aus Trier in den Dienst der Sache. Der Chor aus Rübenach an der Mosel besuchte die Liedertafel Zell. Sangesbruder Alois Dorn und seine Gattin feierten das seltene Fest der Diamantenen Hochzeit. 60 Jahre waren die beiden gemeinsam durchs Leben gegangen. Die Liedertafel organisierte aus diesem Grunde ein Gratulationssingen. Am Tag des Liedes brachte der Kinderchor der Volksmusikschule, der Mädchen- und Knabenchor der Hauptschule und der Singkreis Zell mit der Liedertafel ein umfassendes Programm zu Gehör. Die Liedertafel beteiligte sich mit dem Zeller Singkreis am Mittersiller Liederabend, dessen Reinerlös den Hochwassergeschädigten Mittersillern zugute kam. Im Oktober wurde eine Sängerfahrt nach Admont durchgeführt und ein Monat später versammelten sich die Sänger mit ihren Familien bei einem Hirschessen im Hotel Alpenblick. Das Jahr endete wieder mit dem traditionellen Weihnachtssingen. 

1968 
Nach alter Tradition führte die Dreikönigsfahrt wieder ins Schloss Kammer nach Maishofen. Ende Jänner nimmt die Liedertafel Abschied vom Ehrenmitglied des Vereins, Dr. Walter Hummel, der für immer von uns ging Beim Liedertafelball trafen sich die Ballbesucher bei "Wüstensand und süßem Leben." Ehrenchormeister Leo Ertl erhielt vom Bundespräsidenten den Titel Professor; die Liedertafel gratulierte dem Geehrten. Anlässlich der Hochzeit von Sangesbruder Hartwig Gollackner wurde in der Kirche die Deutsche Messe gesungen und anschließend ein Ständchen dargebracht. In St. Michael im Lungau fand das Gausängertreffen statt, an dem sich auch die Zeller Liedertafel beteiligte. Beim Singen am Tag des Liedes traten in diesem Jahre alle gesanglichen Vereinigungen der Stadt auf. Der Tag stand unter dem Motto: "Zelt am See singt." Sangesbruder Alois Dorn wurde begraben; die Sänger verabschiedeten sich am offenen Grabe. Im Oktober führte ein Sängerausflug ins Innviertel. In Kopfing gab es einen geselligen Abend, am Sonntag wurde in der dortigen Pfarrkirche die Deutsche Messe gesungen; dann ging die Fahrt nach Passau und über Lofer nach Hause. Das Weihnachtssingen im Krankenhaus, am Friedhof und am Stadtplatz fand bei Einheimischen und Gästen wieder großen Anklang.

1969 
Im Schloss Kammer in Maishofen wurde der Dreikönigstag gefeiert. Beim Liedertafelball "Sexwelle in Zell am See" gab es einen überfüllten Metzgerwirtsaal. Im März musste die Liedertafel von Sangesbruder Stadtrat Nikolaus Grasmann Abschied nehmen. Am Grab sang der Verein ein Totenlied. Im April ging es wieder auf große Fahrt, die Liedertafelflugreise führte nach Istanbul und Korfu.
Im eigens dafür gecharterten Flugzeug lernten die Sänger alten Kulturboden kennen. Beim Funktionärstreffen im Lungau nahm auch der Ausschuss der Zeller Liedertafel teil. Am Tag des Liedes wurde von der Liedertafel die Deutsche Messe gesungen. Mit dem MGV Irlach aus dem Rheinland wurde ein geselliger Abend im Gasthof Schütthof verbracht. Im September fand in der Kirche in Maria Alm ein Singen statt; anschließend wurde ein Ausflug über den Filzensattel nach Mühlbach und zum Arthurhaus unternommen. Im November fand ein gemeinsamer Konzertabend im Pfarrsaal statt, bei dem neben der Liedertafel auch der Knabenchor und das Barockkonsort des Singkreises mitwirkte. Gleichzeitig wurde der Sänger Toni Brunnbauer für 50 jährige aktive Sängertätigkeit geehrt. Das Jahr schloss mit dem traditionellen Weihnachtssingen.

1970 / 1971
Die Dreikönigsfahrt führte ins Schloss Kammer. Ende Jänner fiel Obmannstellvertreter Hans Schwaiger einem tragischen Unfall zum Opfer; die Liedertafel gab ihm das letzte Geleit. Beim Liedertafelball hieß es diesmal: "Verrückter geht's nimmer." Neben den regelmäßigen Aufgaben des Vereines wurde in diesen Jahren eine intensive Werbetätigkeit begonnen, um dem Verein eine gewisse Blutauffrischung durch jüngere Sänger zuzuführen. Bis Ende 1971 konnte dieses Vorhaben auch erfolgreich beendet werden. Der Schwerpunkt der Vereinsarbeit lag am Einstudieren neuer Lieder und am Einbinden der vielen neuen Sänger. Im September gab es für die Liedertafel wieder einen traurigen Anlass auszurücken: Der allseits beliebte Sangesbruder Albert Fersterer wurde zu Grabe getragen. Mit einem Grablied verabschiedeten sich die Sänger am offenen Grabe. Nach dem Weihnachtssingen begann eine intensive Vorbereitungsarbeit für das 90. Vereinsjahr, bei dem die Liedertafel durch besondere Veranstaltungen ein würdiges Jubiläum begehen wollte.

1972 
Die Dreikönigsfahrt sollte in diesem Jahr etwas anders ablaufen: Man mietete die Pinzgauer Lokalbahn und fuhr nach Mittersill, wo von der dortigen Liedertafel ein Empfang vorbereitet war. Am Faschingssamstag wurde beim Metzgerwirt der "Carneval in Rio" gefeiert und am Aschermittwoch gratulierte der Verein seinem Obmann Dir. Franz Gollackner zum 60. Geburtstag. Von der Stadtgemeinde wurde Franz Gollackner für seine Verdienste auf kulturellem Gebiet mit dem "Silbernen Ehrenzeichen" der Stadt Zell am See ausgezeichnet. Ein Orchesterkonzert des Halleiner Lehrerorchesters und des Flötenensembles des Singkreises war der Auftakt für die zahlreichen konzertanten Aufführungen im 90. Vereinsjahr. Die Reihe wurde mit einem Liederabend mit Franz Xaver Lukasovsky, einem durch Radio und Fernsehen bekannten Tenor, fortgesetzt. Im Mai heiratete Sangesbruder Hans Wagenhofer. Die Liedertafel sang für das Brautpaar die Deutsche Messe in der Schüttdorfer Pfarrkirche. Am selben Abend gab es einen Kammermusikabend mit dem Salzburger Streichquartett im Pfarrsaal. Im Juni gratulierten der Singkreis und der Chor des Gymnasiums der Liedertafel in Form eines Chorkonzertes im Pfarrsaal. Bei der eigentlichen Feier wurde unter Mitwirkung des Lehrerorchesters Hallein und des Knabenchors der Hauptschule Zell in der Stadtpfarrkirche ein Festkonzert geboten. Abends fand im Grandhotel der Festabend statt, bei dem prominente Gratulanten die Glückwünsche zum 90. Bestandsfest überbrachten. Obmann Dir. Franz Gollackner erhielt die goldene Ehrennadel des Sängerbundes und die Liedertafel zeichnete ihn mit dem goldenen Ehrenring der Liedertafel aus; eine Auszeichnung, die vorher noch nie vergeben wurde. Im August wurde in der Kirche die Krönungsmesse gesungen und im Oktober anlässlich der Hochzeit von Sangesbruder Toni Pfeffer die Deutsche Messe. Die Flugreise im Jubiläumsjahr führte nach Spanien und Marokko. Ein eigenes Flugzeug brachte die Sänger nach Südspanien und nach Nordafrika. Im November wurden die Veranstaltungen mit einem Kammermusikabend im Pfarrsaal fortgesetzt, dem ein Volksmusikabend unter dem Motto: "Pinzgauer Jagahoangascht" folgte. Am Heiligen Abend wurde das traditionelle Weihnachtssingen gemeinsam mit dem Knabenchor durchgeführt. Am Sylvestertag gestaltete die Liedertafel den Schlussgottesdienst in der Kirche.

1973 
Die Dreikönigsfahrt wurde auch in diesem Jahr mit der Bahn durchgeführt; man fuhr zum Gerlingwirt! Anlässlich der Hochzeit von Sangesbruder Sepp Wimmer wurde in der Kirche die Deutsche Messe gesungen. Der Liedertafelball spielte sich diesmal unter der Devise "Stanglbrunner Kirchtag" ab. Im April wurde Sangesbruder Franz Haber begraben; die Liedertafel gab ihm das letzte Geleit. Im Mai weilte der MGV der Reichsbahndirektion Köln mit 90 Sängern und Angehörigen in Zell. Neben einem gemeinsamen Konzert wurden mehrere Ausflüge unternommen. Im Juni beteiligte sich die Liedertafel an der 100 Jahrfeier der Mittersiller Liedertafel und am dortigen Gästesingen. Mit einem Kosnocken ­und Bladlessen, das beim Sangesbruder Toni Pfeffer stattfand, ging man in die Sommerpause. Mit der Krönungsmesse wurde die Probentätigkeit im August wieder aufgenommen; zwei Tage später verstarb Sangesbruder Hans Sachsenmeter, von dem sich der Verein würdig verabschiedete. Im September führte eine Sängerfahrt nach Südtirol, die über Lienz und Corvara nach Wolkenstein ging. Im Oktober wurde Sangesfreund Fritz Ferner durch einen tragischen Flugunfall aus unserer Mitte gerissen. Mit einem Grablied am offenen Grab gaben ihm die Sänger die letzte Ehre. Mit dem Weihnachtssingen und mit der Gestaltung des Schlussgottesdienstes fand das Vereinsjahr seinen Abschluss.

1974 
Bereits am Nachmittag des Faschingssamstags zog eine Wildwestkutsche durch die Stadt und lud die Leute zum Liedertafelball ein der im "Western Saloon" beim Metzgerwirt stattfand. Im Mai gab es einen Liederabend, an dem auch der Mädchenchor der Hauptschule mitwirkte. Im Mai beteiligte sich die Liedertafel am Sängerbundfest in Linz. In Gosau erwarteten uns die dortigen Sänger mit einem für diese Gegend typischen "Pascher" (Rhythmisches Händeklatschen). In Altmünster wurde ein gemeinsamer Abend mit dem dortigen MGV verbracht und genächtigt. In Linz sang die Liedertafel im kaufm. Vereinshaus und nahm dann am Festzug zur Brucknerhalle teil, wo das Wertungssingen stattfand. Im September beteiligte sich die Liedertafel am Gausängerfest in Tamsweg und am Festzug durch den Ort. Bei der 125 Jahr Feier der Halleiner Liedertafel sang der Verein beim Festkonzert in der Salzberghalle. Im Oktober wurde für den verunglückten Sänger Fritz Ferner eine Gedenktafel am Absturzort montiert. Anlässlich der Hochzeit von Sangesbruder Karl Streitwieser wurde die Deutsche Messe gesungen; anschließend brachten ihm die Sänger ein Ständchen. Im November wurde ein festlicher Gottesdienst gestaltet und anfangs November fanden sich die Sänger mit Familien beim Oberwirt in Niedernsill ein, wo der Wirt, Sangesbruder Franz Hemetsberger, groß aufkochte. Mit dem Weihnachtssingen und der Gestaltung des Schlussgottesdienstes ging wieder ein Vereinsjahr zu Ende. 

1975 
Mit dem Liedertafelball beim Metzgerwirt begann das neue Vereinsjahr. Das Motto lautete: "Fred Feuerstein ..." Den Höhepunkt bei der Jahrehauptversammlung bildete die Überreichung des Goldenen Ehrenzeichens mit Brillanten an Sangesbruder Toni Brunnbauer, der für die 50jährige Vereinszugehörigkeit ausgezeichnet wurde. Im Mai führte eine Liedertafelreise nach Tunesien, wo die Sänger alte Kulturstätten wie Karthago, Kairouan und EI Djem besuchten. Für Sangesbruder Schwemmlein wurde anlässlich seiner Hochzeit ein Ständchen gesungen und mit dem Knabenchor der Hauptschule Zell wurde ein gemeinsamer Liederabend im Pfarrsaal gestaltet. Anlässlich der 100 Jahr Feier der Giselabahn sang die Liedertafel am Bahnhof einige Volkslieder. Nach der Jagdsaison fand bei Sangesbruder Hemetsberger ein Hirschessen statt. Bei der 1. Zeller Kulturwoche gestaltete die Liedertafel einen Festgottesdienst.

1976 
Die erste Aktivität dieses Jahres war die Dreikönigsfahrt nach Saalfelden zum Gasthof Schatzbichl. Bei der Gedenkfeier des Kameradschaftsbundes wurde am Kriegerdenkmal in Zell gesungen. Der Ball am Faschingssamstag stand unter dem Motto: "Auf der Reeperbahn . . ." Im Februar wurden alle Sänger mit einheitlichen Salzburger Anzügen eingekleidet, die bei einem Konzert in Reutte zum ersten Mal in der Öffentlichkeit getragen wurden. Im Pfaarsaal fand ein gemeinsames Konzert mit dem Mädchen- und Knabenchor der Hauptschule statt und mit einem Ständchen für Sangesbruder Hemetsberger, der seinen 70. Geburtstag feierte, wurde die Sommerpause angetreten. In den Monaten Juli und August wurden 8 Ferialabende gestaltet und mit einem Singen anlässlich der 25 Jahr Feier des Zeller Luftsportvereines wurde die Vereinsarbeit wieder aufgenommen. In Anwesenheit des Bundespräsidenten Dr. Rudolf Kirchschläger wurde das neue Zeller Krankenhaus eingeweiht die Liedertafel umrahmte die Feier mit festlichen Chören. Auf Einladung des Luftsportvereins fand bei Sangesbruder Hemetsberger in Niedernsill ein gemeinsames Essen statt. In der Adventzeit entschlossen sich einige Sänger der Liedertafel, den alten Brauch des Anklöckelns in Zell am See wieder zu beleben. Seit damals ziehen diese Anklöckler zur großen Freude der ausgewählten Familien an den Klöckltagen von Haus zu Haus. Im Rahmen der Zeller Kulturwoche wurde wieder ein Festgottesdienst gestaltet und das Weihnachtssingen im Krankenhaus, am Friedhof und am Stadtplatz sprach wieder viele Gäste und Einheimische an. Die letzte Aktivität war das Singen beim Jahresschlussgottesdienst in der Zeller Kirche.

1977 
Die Dreikönigsfahrt führte nach Thumersbach ins Parkcafe Rumpl und beim Liedertafelball im Gasthof Metzgerwirt gab es ein "Völkertreffen im Schlaraffenland" . Im März wurde zum ersten Mal ein eigenes Vereinslokal in Aussicht gestellt. Im alten Krankenhaus wurden entsprechende Räumlichkeiten begangen. Im Mai machte der MGV Reutte seinen Gegenbesuch in Zell am See. Im Hotel Victoria fand ein gemütlicher Abend statt; ein Monat später weilte der MGV Germania aus Neuwied am Rhein in Zell. Im Pfarrsaal wurde ein gemeinsames Konzert gegeben und im Hotel Latini fand ein Kameradschaftsabend statt. Im Juni begleiteten die Sänger den überaus beliebten und verdienten Sangesbruder Toni Brunnbauer auf seinem letzten Weg. Stadtpfarrer Josef Stöckl feierte sein 40 jähriges Priesterjubiläum. Die Liedertafel gratulierte diesem großen Freund und Gönner des Vereins mit einigen Chören am Stadtplatz. Im Oktober nahm die Liedertafel am Vereinssingen in Bad Gastein teil und mit dem MGV Neuenrade wurde im Pfarrsaal ein gemeinsames Konzert abgehalten. Anschließend kamen sich die beiden Vereine mit einem gemütlichen Abend im Hotel Hirschen näher. Im Rahmen der Kulturwoche wurde ein Festgottesdienst gestaltet. Einige Wochen später fand ein Abschiedsabend für Sangesbruder Schinagl statt, der für 6 Monate zum UNO Bataillon nach Syrien einrückte. Ende November konnten die ersten Arbeiten im neuen Probelokal in Angriff genommen werden. Alle Arbeiten, die in Eigenregie durchgeführt werden konnten, wurden von den Sängern mit großem Einsatz erledigt. Der Dezember brachte das traditionelle Weihnachtssingen und die Gestaltung des Jahresschlussgottesdienstes.

1978 
Auch in diesem Jahr führte die Dreikönigsfahrt nach Thumersbach ins Parkcafe Rumpl und beim Liedertafelball hieß es: "Auf in die Südsee". Der langjährige Chormeister Rainer Straub wurde in Würdigung seiner kulturellen Leistungen mit dem Goldenen Ehrenzeichen der Republik Österreich ausgezeichnet. Auch die Liedertafel Zell am See gratulierte zu dieser hohen Auszeichnung; der Verein ist sich der Ehre bewusst, einen solchen Mann an seiner Spitze zu haben. Im Mai konnte das neue Probelokal im Haus der Begegnung, wie man das alte Krankenhaus taufte, feierlich eröffnet werden. Im Juni gab es einen Sängerausflug ins Salzkammergut. Übernachtet wurde in St. Wolfgang, wo es zu einem sehr gemütlichen Abend kam. Nach der Sommerpause rückte die Liedertafel, so wie alle anderen Zeller Vereine, zum Fest "50 Jahre Stadterhebung Zell am See" aus. Die Liedertafel sang bei diesem Fest vor Riesenpublikum im Zeller Kurcenter (Eislaufplatz), wo auch ein Monsterkonzert der Blasmusiken geboten wurde. Im September empfing die Liedertafel den MGV Viechtenstein zu einem gemütlichen Abend im Seehotel Zauner und eine Woche später wurde eine Fahnenabordnung nach Saalfelden entsandt, um beim Fest "750 Jahre Zugehörigkeit des Pinzgaues zum Land Salzburg" die Liedertafel zu vertreten. Im Rahmen der Zeller Kulturwoche wurde von der Liedertafel ein "Pinzgauer Hoangascht" veranstaltet und der Adventabend des Kiwanisclubs in der Zeller Kirche mitgestaltet. Am Heiligen Abend fanden sich wieder sehr viele Einheimische und Gäste zum traditionellen Weihnachtssingen ein.

1979 
Der Liedertafelball beim Metzgerwirt brachte "Abenteuer aus 1001 Nacht." Im Mai gab es eine Sängerreise in die Toskana, bei der viele kulturelle Denkmäler besichtigt werden konnten. Sangesbruder Hans Schranz feierte sein 40 jähriges Hochzeitsjubiläum; die Sänger überraschten das Jubelpaar mit einem Ständchen. Beim 30 jährigen Bestandsfest des Allgemeinen Sportverbandes Österreichs sang die Liedertafel im Kurcenter einige Volkslieder und im September verabschiedete sich die Liedertafel vom allseits beliebten Pfarrer Stöckl, der seinen Ruhestand antrat. Am 24. Dezember sangen die Sänger wieder im Krankenhaus, am Friedhof und am Stadtplatz. Am letzten Tag des Jahres wurde wie seit Jahren der Schlussgottesdienst gesanglich umrahmt.

1980 
"Fiesta Mexicana" hieß die Devise beim Liedertafelball im Gasthof Metzgerwirt. Am Faschingsdienstag wurde ein Eisschießen Singkreis gegen Liedertafel veranstaltet. Anschließend fand im Probelokal eine humorvolle Siegesfeier statt. Bei der Kulturwoche im März brachte die Liedertafel einen Pinzgauer Hoangascht "Hiaz kimmt da schö Fruahjahr", der großen Beifall fand. Im Juni führte eine Sängerreise nach Istrien - Jugoslawien. Mit einem gemütlichen Abend bei Sangesbruder Toni Pfeffer begann die Sommerpause. Ehrenchormeister Leo Ertl, der von 1950 bis 1960 Chormeister der Liedertafel war, feierte Geburtstag und die Sänger umrahmten diese Feier gesanglich. Im November präsentierte die Liedertafel im Hotel St Georg den schwedischen Sänger Curt Malm, der begleitet von Wolfgang Gutmann Trink und Liebeslieder vortrug. An den Adventsamstagen beteiligte sich die Liedertafel am Zeller Christkindlmarkt. Am Stadtplatz wurden Advent- und Hirtenlieder gesungen. In der Kirche fand das Adventkonzert des Kiwanisclubs statt, an dem die Liedertafel mitwirkte. Am Heiligen Abend sorgten die Sänger wieder für Weihnachtsstimmung im Krankenhaus, am Friedhof und am Stadtplatz. Die Gestaltung des Schlussgottesdienstes war wieder die letzte Aktivität des Jahres.

1981 
Nach einer mehrjährigen Unterbrechung wurde die traditionelle Dreikönigsfahrt wieder durchgeführt, die Sänger trafen sich beim Mitterberghof in Thumersbach. Nach einem gemütlichen Abend sausten die 30 Teilnehmer auf ihren Schlitten ins Tal. Anlässlich der silbernen Hochzeit von Chormeister Rainer Straub brachten die Sänger ein Ständchen und der Liedertafelball spielte in den USA. Das Motto lautete: "Das war Hollywood." Im März begleiteten die Sänger den Sangesbruder Josef Hierner auf seinem letzten Weg. Am offenen Grab wurde ihm zum Abschied sein Lieblingslied gesungen. Im Mai führte die Liedertafel eine Sängerreise in die Wachau durch und gestaltete in der Stiftskirche Melk den Sonntagsgottesdienst. Zum 75. Geburtstag überraschten die Sänger den Sangesbruder Franz Hemetsberger mit einem Ständchen. Im Juli veranstaltete die Liedertafel in der Kirche ein Konzert. Der Reinerlös wurde als kleiner Beitrag der Liedertafel zur Mitfinanzierung der neuen Orgel verwendet. Mit einem Filmabend über die Wachaureise und die geplante Jubiläumsreise für 1982 nach Sizilien ging der Verein in die Sommerpause. Mit dem Weihnachtssingen im Krankenhaus, am Friedhof und am Stadtplatz, das bei herrlicher winterlicher Kulisse stattfand, wurde vielen Einheimischen und Gästen echte Weihnachtsstimmung vermittelt. Die Gestaltung des Jahresschlussgottesdienstes beendete die Aktivitäten der Liedertafel für dieses Jahr.  

1982 
Schon traditionell begann das neue Vereinsjahr mit einer Rodelpartie am 5. Jänner vom Mitterberghof in Thumersbach. Bereits am 15. Jänner fand im Jubiläumsjahr die Jahreshauptversammlung im kleinen Saal der Bahnhofsrestauration statt. Hierbei wurden Arbeitsgruppen für die letzten intensiven Vorbereitungen der Feiern und Veranstaltungen zum 100 Jahr Jubiläum gebildet. Ein erfreuliches Datum war der 15. Februar, an dem unser Obmann, OSR Franz Gollackner bei guter Gesundheit seinen 70. Geburtstag feiern konnte. Die Liedertafel stellte sich mit einem kleinen Geschenk und einem Ständchen ein. Die anschließende Feier dauerte bis lang nach Mitternacht. Am 20. Februar ging in einem schön dekorierten Metzgerwirtsaal der Jubiläums-Liedertafelball unter dem Motto „Das waren Zeiten" über die Bühne. Ein weiteres großes Ereignis war die definitive Ernennung unseres Chorleiters Rainer Straub zum Direktor der Hauptschule Zell am See. 40 Reiseteilnehmer konnten sich bei der Jubiläumsflugreise vom 3. - 10. April über die Schönheiten Siziliens erfreuen. Im Mai wurden die Vorarbeiten für die Festschrift und die Ausstellung in der Galerie Zell am See vorangetrieben und wöchentlich eine zweite Probe eingeschoben. Ein großes Sängerfest in Salzburg, an dem ca. 5000 Sänger teilnahmen, war eine willkommene Abwechslung. Der Bundespräsident, Dr. Rudolf Kirchschläger, hielt an die Anwesenden eine Ansprache. Der Höhepunkt des Jahres 1982 war natürlich das Fest „100 Jahre Liedertafel Zell am See", das mit einer Kranzniederlegung am 10. Juni am Grabe des Gründers, Herrn Dr. Josef Müller, eingeleitet wurde. Am Abend wurde im Schloss Rosenberg die Jubiläumsausstellung eröffnet und Hermann Schmiderer konnte seine in Buchform verfasste Festschrift präsentieren. Am Freitag, dem 11. Juni fand das Konzert der Gastvereine im Gasthof Metzgerwirt statt. Ein Festkonzert am 12. Juni in der Stadtpfarrkirche bildete die Einleitung für den anschließend im Gasthof Metzgerwirt abgehaltenen Festakt, bei dem der Jubelverein zahlreiche prominente Ehrengäste begrüßen konnte. Einige verdiente Sänger wurden geehrt, dem Chorleiter Rainer Straub wurde das Silberne Ehrenzeichen der Stadt Zell am See verliehen. Nach einem Festgottesdienst in der Stadtpfarrkirche, bei dem unser langjähriger Chorleiter, Prof. Leo Ertl, die Orgel spielte, begann dann das große Fest in der Stadt, an dem sich zahlreiche Vereine und Gruppen beteiligten. Trotz späterem strömenden Regens wurde das Jubiläumsfest unter freiem Himmel ein voller Erfolg. Ein erfreulicher Auftakt der Probenarbeit am 17. September war die Gratulation zum 50. Geburtstag unseres Chorleiters Rainer Straub. Umso trauriger mussten wir die Nachricht vom Tode unseres Sangesbruders Hans Schranz hinnehmen, welcher über 30 Jahre als aktiver Sänger in unserem Chor wirkte. Am 22. September begleiteten wir ihn zur letzten Ruhe. Einen würdigen musikalischen Ausklang der Jubiläumsveranstaltungen bildete die Aufführung der Deutschen Messe von Schubert mit einem anschließenden Platzsingen auf dem Stadtplatz am 31. Oktober 1982. Am 17. Dezember wirkte die Liedertafel dann noch beim Adventsingen des Kiwanis Klubs in der Stadtpfarrkirche mit. Einkehr und Gedenken ist wohl für jeden Sänger der Liedertafel das alljährliche Weihnachtssingen am 24. Dezember und ein würdiger Abschluss des Sängerjahres der Jahresschlussgottesdienst in der Kirche.

1983 
Ausgiebige Regenfälle verhinderten im 101. Vereinsjahr die Rodelpartie zu Dreikönig. Jedoch am 12. Februar fand der Liedertafelball unter dem Motto „Zigeunertreffen in der Puszta" statt. Die Hochzeitsglocken für unseren Sangesbruder Bertl Brunnauer läuteten am 19. März. Die Liedertafel stellte sich mit der gesanglichen Umrahmung in der evangelischen Stadtpfarrkirche ein. Bei der Jahreshauptversammlung am 26. März übergab der langjährige Obmann OSR Franz Gollackner sein Amt an Sangesbruder Gotthard Kröpfl. Bei einem Familienabend im Gasthof Oberwirt in Niedernsill am 23. April wurde die 24 Jahre währende Obmannschaft von Franz Gollackner durch die Zuerkennung des Titels Ehrenobmann entsprechend gewürdigt. Sgbr. Franz Hemetsberger, der „älteste Aktive" wurde durch die Verleihung des goldenen Ehrenringes der Liedertafel für seine Verdienste um die Liedertafel Zell am See geehrt. Einen gelungenen Ausflug zur Fronleichnams Seeprozession und zur Narzissenblüte führte die Liedertafel in der Zeit vom 1. bis 5. Juni durch. In der Bergkirche von Hallstatt umrahmte die Liedertafel mit der Deutschen Messe von Schubert den Gottesdienst. Unserem Sangesbruder Hermann Schmiderer gelangen als Nachlese durch seine gelungene Festschrift noch einige „Funde", nämlich zahlreiche Bilder aus der Gründerzeit, wofür wir der Familie Zlabinger und Leeb zu Dank verpflichtet sind. Am 19 Juni gelang es, ein gemeinsames Konzert mit dem berühmten Männerchor Keravan Mieslaulajat aus Kerava (Finnland) aufzuführen. Beim "Pinzgauer Hoangascht" am 24. Juni im Gasthof Metzgerwirt konnte sich erstmalig der „Zeller Tischgsang", der sich aus fünf Liedertafelmitgliedern zusammensetzt, einem großen Publikum präsentieren. Im Juli nahm die Liedertafel am 110 jährigen Bestandsfest ihres Patenvereines, der Liedertafel Mittersill teil. Noch in den Sommerferien, am 6. September, konnte die Liedertafel ihrem Obmann Gotthard Kröpfl zu seinem 60. Geburtstag gratulieren. Die Probenarbeit wurde am 16 September wieder aufgenommen. Schon am 19. November veranstaltete die Liedertafel unter Mitwirkung des Zeller Tischgsang und dem Jugendensemble des Singkreises ein schönes Konzert. In der Adventszeit traten die Christbaumverkäufer in Aktion und am 9. Dezember wirkte die Liedertafel wieder beim Pinzgauer Adventsingen des Kiwanis Klubs Zell am See in der Stadtpfarrkirche mit. Hohe Geburtstage konnten im Dezember gefeiert werden. Frau Kreszenz Dorn, die Frau unseres 1968 verstorbenen Sangesbruders Dir. Alois Dorn, wurde 100 Jahre alt. Unser Sangesbruder Hans Krottendorfer, der seit 1937 der Liedertafel treu war, konnte am 23. Dezember seinen 75. Geburtstag feiern. Wie „alle Jahre wieder" konnte auch 1983 die Liedertafel am Heiligen Abend vielen Zellern und Gästen eine gute Weihnachtsstimmung vermitteln. Eine beliebte Gewohnheit war dann die musikalische Umrahmung des Jahresschlussgottesdienstes in der Pfarrkirche, die das Jahr mit 10 gesanglichen Auftritten und 9 gesellschaftlichen Veranstaltungen abrundete.

1984 
Auch dieses neue Sängerjahr wurde durch ein Dreikönigsrodeln vom Mitterberg am 6. Jänner begonnen. Die Probenarbeit, die am 20. Jänner anfing, galt einem Vorsommerkonzert. Der Ball am Faschingssamstag fand unter Devise „Manege frei" und es wurde durch einen Zirkuswagen mit Zirkusorchester kräftig die Werbetrommel gerührt. Am 29. Mai hatten wir wieder prominente Gäste, nämlich den Chor Tors Hammarkör aus Alnö (Schweden), dem als Mitglied der ausgewanderte Zeller "Fifi" Högl angehörte. Ein Ereignis besonderer Art war dann die Fahrt in unsere Partnerstadt Vellmar, wo in der Zeit vom 31. Mai bis 3. Juni eine Zeller Woche stattfand. Neben der Liedertafel wirkten von Zeller Seite folgende Gruppen mit: Bürgermusik, Trachtenverein Kitzstoana mit Alttrachten, Thumersbacher Dreigesang, Zeller Tischgsang, Thumersbacher Stubnmusi, Thumersbacher Heimatbühne und Toni Lechner als Schmankerlkoch. Mit von der Partie waren auch vier Fallschirmspringer sowie ein Teil der Gemeindevertretung. Höhepunkt war ein bunter Zellerabend in der Mehrzweckhalle Frommershausen mit fast 2000 Zuhörern. Nach der Sommerpause gab es wieder Anlass herzlich zu gratulieren: Unserem Chorleiter Rainer Straub wurde am 26. November vom Bundesministerium für Unterricht und Kunst der Berufstitel Professor verliehen. Ein schönes Herbstkonzert mit abwechslungsreichem Programm fand am 30 November unter Mitwirkung des Nachwuchschores, des Singkreises und des Zeller Tischgsang statt. Weihnachtsstimmung trug die Liedertafel wieder am 24. Dezember unter die Bevölkerung und Gäste von Zell am See. Nach dem Jahresschlussgottesdienst in der Stadtpfarrkirche am 31. 12. gab es eine kleine Sylvesterjause im Probelokal.

1985 
Die Dreikönigsfahrt am 5. Jänner führte diesmal nach Niedernsill, wo im Oberwirt bei einem herrlichen Buffet 60 Teilnehmer fürstlich tafelten. Der nächste Punkt war der Liedertafelball, der diesmal ein Piratenfest war und am 16. Februar stattfand. In das Hotel Grüner Baum führte uns am 15. März die Jahreshauptversammlung. Die Vollversammlung wählte den Vorstand neu und Hermann Schmiderer übernahm die Stelle des Obmannes. Unser Ehrenobmann konnte mit der seltenen Auszeichnung für 50 Jahre aktive Tätigkeit als Sänger geehrt  werden (Eintrittsdatum 5. 5. 1935). Auf eine 25 jährige    Chorleitertätigkeit konnte Prof. Rainer Straub zurückblicken. Vom 16. bis 19. Mai ging die         Liedertafel wieder einmal auf Kulturreise. Stützpunk war Gabicce mare, von wo aus ein reichhaltiges Ausflugsprogramm in die Umgebung absolviert wurde. Gleich 2 Sechziger gab es dann am 8. Juni zu feiern. Sgbr. Berger Walter und Holzmann Herbert luden zum Oberwirt ein. Die Einweihung der Zeller Fußgängerzone bot für viele Gruppen die Möglichkeit, auf verschiedenen Plätzen ihr sängerisches Können darzubieten. Am 1. Juli verloren wir mit Siegfried Walch ein treues Mitglied und einen guten Kameraden. Die Liedertafel erwies ihm am Zeller Bergfriedhof die letzte Ehre. Hoch her ging es vom 31. August bis 1. September bei der Feier „80 Jahre Kitzstoana" und die Liedertafel gratulierte beim Festabend im Gasthof Metzgerwirt. Die Probenarbeit konnte am 6. September mit einem „Bechstein Flügel" aufgenommen werden. Eine Abordnung besuchte das 100 jährige Bestandsfest des Kameradschaftsbundes Zell am See. Der Pfarrsaal wurde renoviert und die Liedertafel bestritt gemeinsam mit dem Singkreis das Eröffnungskonzert, welches am 4. Oktober unter die Devise „Von Heiter bis Kritisch" gestellt wurde. Von besonderer Bedeutung für die Liedertafel war die Verleihung des Goldenen Ehrenringes der Liedertafel an Prof. Rainer Straub, der nun schon auf ein Vierteljahrhundert ununterbrochene Chorleitertätigkeit in unserem Verein zurückblicken konnte. Eine Abordnung der Liedertafel besuchte am 5. u. 6. Oktober die 150 Jahrfeier der Trierischen Liedertafel 1835 e.V., mit der seit den 50er Jahren eine lose Verbundenheit gab. Am 16. Dezember verstarb unser langjähriges Mitglied Hans Kronhuber. Heiliger Abend und Jahresschlussgottesdienst wurden wieder von der Liedertafel zu einem besinnlichen gesanglichen Ereignis und wurde lobenswert beurteilt und anerkannt.

1986 
Der Zieglerwirt in Thumersbach war am 4. Jänner das Ziel des Dreikönigstreffen. 60 Personen konnten sich an den kulinarischen Gaumenfreuden ergötzen. Es war ein wahrhaft gelungener Abend. Zum Fensterln lud der der Ball am 8. Februar, denn das Motto lautete „Auf der Alm da gibts koa Sünd:". Im altehrwürdigen "Lebzelter" fand am 21. Februar die Jahreshauptversammlung statt. Auf 35 Jahre Mitgliedschaft in der Liedertafel konnte Sgbr. Lois Scharinger an seinem 70. Geburtstag zurückblicken, den er im Kreise seiner Sängerfreunde am 15. Mai feierte. Zehn Jahre mehr an Jahren hatte Franz Hemtsberger aufzuweisen, als er am 2. Juli neben der Liedertafel auch den Turnverein und viele Freunde zu seiner Geburtstagsfeier in den Oberwirt nach Niedernsill einlud. Die Liedertafel gratulierte ihrem ältesten Sänger zum 80er sehr herzlich. Die Liedertafelreise ging ins Elsaß. Man nahm in Straßburg Quartier und unser Chorleiter bot uns als exzellenter Kenner dieser lieblichen Landschaft einen wahren Genuss an Sehenswürdigkeiten und Naturschönheiten. Am 7. November konnte unser Obmann Sgbr. Türk Willi zum Berufstitel Regierungsrat gratulieren und am 14. November Sgbr. Harti Gollackner zu seiner Ernennung zum Direktor der Volksschule Zell am See viel Glück und Erfolg wünschen. Gemeinsam mit dem Singkreis wurde am 22. November im Pfarrsaal ein anspruchsvolles Konzert gestaltet. Nach einem Jahr Pause gab es, veranstaltet vom Kiwanis Klub, am 18. Dezember wieder ein Adventsingen, an dem die Liedertafel neben anderen Gruppen teilnahm. Seit 1926 singt die Liedertafel zu Freude von Einheimischen und Gästen am Heiligen Abend. Mit Unterbrechung wegen des Krieges von 1938 bis 1948 war es nun also das 50. Mal in 60 Jahren.

1987 
Einen neuen Rahmen für das Dreikönigstreffen, an dem sich ca. 40 Personen beteiligten, fand die Liedertafel im Gasthof Samer Matzen in Fürth. Am 30. Jänner ereilte uns die Nachricht, dass Oberst a. D. Prof. Leo Ertl, der von 1951 bis 1961 Chorleiter der Liedertafel Zell am See war, im Alter von 76 Jahren verstorben ist. Eine Abordnung der Liedertafel mit Fahne war unter den zahlreichen von Nah und Fern nach Salzburg angereisten Trauergästen. Am 28. Februar trugen gleich zwei Tanzkapellen zum guten Gelingen des „Fetzenball" bei. Die Jahreshauptversammlung wurde in der Zirbenstube des Grandhotel am 14. März abgehalten. Dabei wurde eine Sängerfahrt in das Waldviertel beschlossen. Zum 125. Bestandsfest der Liedertafel Werfen fuhr eine wackere Abordnung von 8 Mann. In der Zeit vom 18. bis 21. Juni begab sich die Liedertafel auf eine Erkundungsreise in das Waldviertel. Neben dem Besuch von zahlreichen Kulturstätten absolvierten die Sänger auch ein Konzert in Zwettl. Am 1. Juli verstarb der allseits beliebte Metzgerwirt Josef Hörl. Beim Plätzesingen in Bad Hofgastein, welches zum 20 jährigen Bestandsfest der Liedertafel am 12. Juli veranstaltet wurde, stellte sich die Liedertafel Zell mit 25 Sängern ein. Ein Erntedankfest fand am 4. Oktober statt. Anschließend wurden im Zeichen des „kulinarischen Herbstes" am Stadtplatz allerlei Leckerbissen angeboten. Dem Ehrenobmann der Liedertafel wurde am 19. November eine ganz besondere Ehre zuteil. Als erster Bürger der Stadt Zell am See wurde ihm von der Stadtgemeinde die „Zeller Kulturmedaille" überreicht. Dies in Würdigung seiner bis zum Jahre 1934 zurückreichende kulturelle Tätigkeit. Ein Herbstkonzert im Pfarrsaal gab es unter Mitwirkung des Zeller Tischgsang und der beiden jungen Zeller Musikanten Lukas Winner und Bernd Geißelbrecht. Wie immer klang das Vereinsjahr mit dem traditionellen Weihnachtssingen und dem Jahresschlussgottesdienst aus.

1988 
Viele Sangesbrüder sind auch anderweitig kulturell engagiert, so zum Beispiel bei den Tresterern, die alljährlich am 6. Jänner durch die Stadt ziehen und bei den alten Wirtshäusern Einkehr halten, um diesen „an Fried, an G'sund und an Reim" zu bringen. Nur kurz dauerte die Freude über den gelungenen Ball am 13. Februar, denn am 14. Februar erfuhren wir vom plötzlichen Tod eines unserer jüngsten Mitglieder, Hermann Schmiderer jun. Dem Sohn des Obmannes gab die Liedertafel einen würdigen Abschied. Am 18. März fand beim Metzgerwirt die 98. Jahreshauptversammlung im 106. Vereinsjahr statt. Zahlreiche Sänger der Liedertafel halfen am 1. Mai beim Maibaumaufstellen und Maitanzl im Gedenken an Hermann Schmiderer jun. mit. In das schöne Raurisertal führte ein Sonntagsausflug am 3. Juli. Die Liedertafel umrahmte den Sonntagsgottesdienst im "Pinzgauer Dom". Ein Fest besonderer Art fand am 31. Juli statt. Gleich drei Vereine hatten Grund zum Feiern: 110 Jahre Bürgermusik Zell am See, 105 Jahre Liedertafel Zell am See und 85 Jahre Trachtenverein Kitzstoana. Dem Organisator, unserem Obmann Hermann Schmiderer, gelang es, nicht weniger als 46 trachtentragende Gruppen für dieses Fest zu begeistern. Rund 1400 aktive Teilnehmer wurden von den drei Jubelvereinen im Gemeindepark mit Speis und Trank versorgt.

1989 
Eine Zug - Fuß - Busreise war die diesjährige Dreikönigsfahrt. Die Teilnehmer fuhren mit der Pinzgauerbahn bis Walchen und marschierten mit Zwischenstation beim Dirtlbauern nach Niedernsill. Nach einem gemütlichen Beisammensein brachte ein Bus die Sänger wieder nach Hause. Am 29. Jänner konnte die Liedertafel seinem Ehrenobmann Franz Gollackner und dessen Gattin zum seltenen Fest der Goldenen Hochzeit gratulieren. Der Traditionsball am Faschingssamstag 4. Februar hieß diesmal „Türkische Nächte-, Leider war der Saal nicht ganz gefüllt. Hauptversammlung beim Metzgerwirt am 11. Februar. Ende April machte sich die Liedertafel wieder einmal auf, fremde Kulturen zu besuchen. Eine Rundfahrt durch die Türkei mit Schwerpunkt Westanatolien sollte zu einem unvergesslichen Erlebnis für die Reiseteilnehmer werden. Radstadt feierte: 700 Jahre Stadt Radstadt und 100 Jahre Liedertafel. Und die Liedertafel Zell war dabei um zu gratulieren. Am 1. Oktober konnten wieder einmal Gäste aus dem Ausland begrüßt werden. Der MGV "Concordia" aus Wörth am Rhein besuchte die Bergstadt und die Liedertafel veranstaltete am Stadtplatz ein gemeinsames Singen. Am 26. Oktober fand beim Metzgerwirt ein Frühschoppen statt, der vom ORF auch via Kurzwelle in die ganze Welt live ausgestrahlt wurde. Wir steuerten drei Lieder bei. In einer vollbesetzten Pfarrkirche fand unter der Devise „Aus der Dunkelheit ins Licht" ein Pinzgauer Advent, veranstaltet vom Kiwanis Klub statt. Der Heilige Abend und die Jahresschlussfeier in der Kirchen wurde durch die Hirten- und Weihnachtslieder der Liedertafel wieder für viele Menschen ein besinnliches Erlebnis.

1990 
Die Patin unserer Vereinsfahne von 1931, Frau Maria Haupolter, verstarb im 93. Lebensjahr am 5. Jänner in Salzburg. Mit der Ankündigung der 100. Jahreshauptversammlung im 108. Vereinsjahr legte der Ehrenobmann Franz Gollackner, das Amt des Chronisten, das er über 40 Jahre in vorbildlicher Weise bekleidete, nieder. Der nunmehrige Obmann, Hermann Schmiderer, übernahm es, die Vereinstätigkeit aufzuzeichnen. Am 4. März umrahmte die Liedertafel in der Nachbargemeinde Maishofen einen Gottesdienst. Im Gasthof Metzgerwirt fand am 9. März die Jahreshauptversammlung statt. Einen besonders beliebten Sänger verlor die Liedertafel am 24. März, unseren lieben Hubert Ginner, welchem wir am 27. März zu Grabe trugen. Franz Bernhard organisierte eine schöne Sängerreise, die uns vom 24. bis 26. Mai in das schöne Kärnten führte. Eine handbemalte Schützenscheibe wurde zum Abschluss der Probenarbeit vor der Sommerpause am 1. Juli auf dem Schießstand im Schloss Kammer ausgeschlossen. Am 3. November mussten wir wieder von einem Sänger Abschied nehmen. Konrad Kilzer starb an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Unter Mitwirkung des Jugendchores des Singkreises veranstaltete die Liedertafel am 1. Dezember ein Chorkonzert im Pfarrsaal. Vielen Einheimischen und Gästen konnten wir am 24. Dezember mit unseren Liedern wieder Freude bereiten. Nach dem Schlussgottesdienst schmeckten die Würstel im Probelokal besonders gut.

1991 
Sangesbruder Türk übernahm das diesjährige Sängertreffen zu Dreikönig im Schloss Kammer und erwies sich als vortrefflicher Unterhalter. Die Jahreshauptversammlung wurde am 8. März im Gasthof Metzgerwirt abgeführt. Eine einschneidende Veränderung vollzog sich beim Volkslieder und Volksmusikabend am 25. Mai beim Metzgerwirt. Prof. Rainer Straub übergab nach 31 Jahren Chorleitertätigkeit in der Liedertafel den Taktstock in jüngere Hände. Roland Kravanja, Lehrer an der Hauptschule Zell am See, übernahm die musikalische Leitung der Liedertafel. Rainer Straub wurde mit der Ehrenmitgliedschaft geehrte, eine Auszeichnung die in den vergangenen 30 Jahren nur einmal vergeben wurde. Im übrigen war die Veranstaltung, dessen zweiten Teil bereits der neue Chormeister leitete, ein voller Erfolg. Viele Besucher mussten aus Platzmangel abgewiesen werden. Bereits am 30. Mai begab sich die Liedertafel dann auf eine 3 - tägige Reise. Besucht wurden unter anderem Burghausen, Obernberg, Ried im Innkreis., Reichersberg u. Stift Schlägl. Am 21. Juni traf man sich beim Pfefferbauern zu einem gemütlichen Beisammensein und am 2. Juli konnten wir in fröhlicher Runde den 85. Geburtstag unseres Sängers Franz Hemetsberger feiern. Die Probenarbeit, die unter dem neuen Chorleiter am 13. September begann, konzentrierte sich auf ein Zeller Adventsingen beim Metzgerwirt. „Zünd an dös Liacht" am 14. Dezember war für die Zuhörer im vollbesetzten Metzgerwirtsaal ein besonderes Erlebnis. Besonders gut kam auch der Besuch der "Rauriser Anklöckler" an. Mehr als 2000 Menschen wurden auf dem Zeller Friedhof am 24. Dezember auf das Weihnachtsfest eingestimmt. Bestimmt erfreut der alljährliche Gesang am Heiligen Abend auch die Patienten des Krankenhauses und besonders die vielen Zuhörer am Stadtplatz. Nach dem Jahresschlussgottesdienst mit anschließender Würstljause konnte der Obmann die Sänger in den Kreis ihrer Familien zur Sylvesterfeier entlassen.

1992 
Wieder übernahm es Türk Willi, am 4. Jänner die Sänger zum traditionellen Dreikönigsausflug auf den Mitterberghof in Thumersbach zu führen. Bei der Jahreshauptversammlung am 31. Jänner im Hotel Badhaus kam es zum Obmannwechsel. Hermann Schmiderer legte das Amt, das er 1985 übernahm, in die Hände von Ferry Steibl. Ferry Steibl übernahm mit diesem Zeitpunkt auch die Führung der Vereinschronik. In der traditionsreichen Jausenstation Pfefferbauer fand am 1. Februar ein kunterbuntes Faschingstreiben statt. Ein Abend der Geburtstagsfeiern wurde der 14. Februar. Mit einem Ständchen gratulierte die Liedertafel ihrem Ehrenobmann Franz Gollackner zum 80. Geburtstag. Anschließend luden sechs Sangesbrüder, die zwischen 31. Jänner und 14. Februar Geburtstag hatten die Sänger in den Wienerwald zu Speis und Trank ein, wo unter der Leitung des "Wirtshausdirigenten" Peter Haitzmann" die Stimmung an den Höhepunkt gelangte. Am 15. Mai ist unser Sängerfreund Werner Tschiderer in Innsbruck verstorben. Eine kurzfristig geplante Sängerfahrt führte die Liedertafel vom 27, bis 31. Mai nach Ungarn. Neben der Besichtigung vieler Kulturstätten war der Höhepunkt ein gemeinsamer Abend mit dem weltberühmten Bela Bartok Chor. Viele Fotos in der Chronik bestätigen, dass diese Reise wieder einmal ein voller Erfolg war. Mit dem Titel „Liebliche Weisen" gelang der Liedertafel am 19. Juni beim Metzgerwirt ein schönes Konzert, zu dem die Chorgemeinschaft MGV Holz Numborn (BRD) und der Hauptschulchor eingeladen wurden. An den Feierlichkeiten „25 Jahre Liedertafel Bad Hofgastein" beteiligte sich die Liedertafel am 11. Juli. Besonders nett war hier das Singen auf verschieden Plätzen des Ortes. Große Trauer verbreitete sich in der Liedertafel, als uns am 19. August die Nachricht vom Tode unseres hochgeachteten Ehrenobmannes, OSR Franz Gollackner, der allen Sängern stets Vorbild war, erreichte. In würdiger Weise verabschiedete sich die Liedertafel von einem Mann, der 57 Jahre Idealismus, Begeisterung und Können in „seinen" Verein einbrachte. Im Zirbenstüberl des Hotel Lebzelter konnten Liedertafel und Singkreis Ihrem gemeinsamen Chorleiter Prof. Rainer Straub zum 60. Geburtstag gratulieren. Mit Gesang und gelungenen Einlagen wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Mit Erreichung des 60. Geburtstages gab es für Rainer Straub auch die „Hofübergabe" als Direktor der Hauptschule Zell am See an Bernd Lauth. Von 1937 bis 1987 war Johannes Krottendorfer aktiver Sänger der Liedertafel. Am 9. November ging er für immer von uns und wurde am 12. November am Zeller Bergfriedhof verabschiedet. Ein Konzert mit dem Titel „Fröhliche Lieder" veranstaltete die Liedertafel anlässlich ihres 110jährigen Bestandes am 14. November im Pfarrsaal. Als Mitwirkende wurden das Steyrer Volksliedquartett, die Schrambacher Saitenmusi und der Zeller Tischgsang eingeladen. Im Krankenhaus, auf dem Friedhof und auf dem Stadtplatz konnte die Liedertafel am 24. Dezember wieder besinnliche Weihnachtsstimmung verbreiten. Mit einem Rückblick auf das Jahr 1992 das uns durch den Verlust von 3 aktiven Mitgliedern Trauer brachte, anderseits aber viele schöne Stunden in der Gemeinschaft der Sänger bescherte beschlossen wir das Jahr mit dem Jahresschlussgottesdienst am 31. Dezember.

1993 
Ein schöner Beginn dieses Jahres war die Dreikönigsfahrt ins Schloss Kammer in Maishofen, Zahlreiche Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft konnte der Obmann bei der Jahreshauptversammlung am 5. Februar im Sporthotel Lebzelter vornehmen. Im Hotel Lebzelter wurde 110 Jahre zuvor die Liedertafel Zell am See gegründet. Am 13. Februar veranstaltete die Liedertafel in den Proberäumen eine Faschingsparty, die von den Mitgliedern und zahlreichen Freunden besucht wurde. Wieder löste Trauer die Fröhlichkeit ab. Am 8. Mai ist nach schwerem Leiden der allseits beliebte Sangesbruder Walter Berger verstorben. Die Liedertafel verabschiedete sich in würdiger Weise am 12. Mai in Piesendorf von ihrem Kameraden. Ein halbes Jahrhundert alt wurde Sangesbruder und Altobmann Hermann Schmiderer am 10. Mai. Nach einem Ständchen in seiner Wohnung lud er zu Backhendl und einem ausgiebigen Umtrunk in den Wienerwald. Eine große Reise führte die Liedertafel von 29. Mai bis 5. Juni in das Land der Weltentdecker Portugal. In Form einer Küstenreise lernten die Sänger die Schönheiten dieses Landes mit seiner historischen Vergangenheit kennen. Die Freiwillige Feuerwehr Zell am See feierte am 20. Juni ihren 125 jährigen Bestand. Die Liedertafel bedankte sich bei dieser so wichtigen Institution mit ihrer Teilnahme beim Festzug. „Wer hier mit uns will fröhlich sein" lautete der Wahlspruch des Liedertafelkonzertes am 2. Juli in Saal des Gasthofes Metzgerwirt. Die Liedertafel begeisterte mit seinen Gastgruppen wieder ein zufriedenes Publikum. Für 40 jährige Treue zum Verein konnten bei einer kleinen Feier beim Pfefferbauern Franz Hemetsberger und Rudi Oberschneider geehrt werden. Den ersten Liveauftritt im ORF hatte die Liedertafel am 24. Juli in der Sendung „Oh, du mein Österreich". Zur Kircheneinweihung in Maishofen wurde ein reichhaltiges Programm erstellt. Die Liedertafel beteiligte sich mit einem Adventsingen am 4. Dezember. Das eigentliche Adventsingen der Liedertafel fand dann am 11. Dezember in der Pfarrkirche Schüttdorf statt. Mit einigen anderen Gruppen und Rosi Hoffmann als Sprecherin wurde diese Darbietung vom Publikum begeistert aufgenommen. Wie in den Vorjahren beendete das Weihnachtssingen am 24. Dezember und der Jahresschlussgottesdienst in der Stadtpfarrkirche am 31. Dezember das Jahr.

1994 
Obmann-Stellvertreter Hans Walch organisierte für das diesjährige Dreikönigstreffen eine zünftige Eisstockpartie und eine anschließende Labung bei Fleischkrapfen im Rößlhof. Höhepunkt der 104. Jahreshauptversammlung war die Überreichung der „Note in Gold" an den Ehrenchormeister Prof. Rainer Straub. Im Juni führte der Ausflug in die schöne Weststeiermark. Der Singkreis St. Peter im Sulmtal betreute die Liedertafler und es wurde ein gemeinsames Konzert gesungen. Das Frühsommerkonzert fand am 1. Juli im Gasthaus Metzgerwirt unter der Mitwirkung des Hauptschulchores und des Rantner Männerquartetts statt. In die Heimat des Chormeisters Roland Kravanja führte der Ausflug am 1. Oktober alle Aktiven und Fördernden. Beim Adventkonzert in der Schüttdorfer Stadtpfarrkirche wirkten der Zeller Tischgsang, die Kapruner Hausmusi, ein Gitarrenensemble der Musikschule, das Duo Hasholzner und erstmals die Roland Special Singers, jetzt unter dem Namen Zell Vocal bekannt, mit. Das traditionelle Weihnachtssingen am 24. Dezember fand wieder unter großer Anteilnahme der Bevölkerung statt. Am 31. Dezember gestaltete die Liedertafel Zell am See den Abschlussgottesdienst.

1995
Das Sängerjahr 1995 stand unter dem Zeichen vieler schöner Veranstaltungen. Traditionsgemäß begann es mit der Dreikönigsausfahrt, die zur Haslingalm (unseres Sangesbruders Walter Sommerer) führte. Die Jahreshauptversammlung wurde am 3. Februar im Sporthotel Lebzelter abgehalten, wobei unsere Sangesbrüder Alois Scharinger und Rudi Ferbus für 45-jährige Mitgliedschaft geehrt wurden. Sportlich ging es dann am 25. Februar bei einem Prä-Eisschiessen der Liedertafel gegen den Singkreis zu. Am 18. März hat die Familie Schwaninger – Gasthof Steinerwirt – zu einer Sängerrunde geladen, bei dem bei guter Kärntner- und Pinzgauerkost gemeinsam mit dem Männergesangsverein Amlach und Zell Vocal viel gesungen und gefeiert wurde.
In den folgenden Wochen ging es an die Vorbereitung für das Zeller Gasslsingen, das nach 115 Jahre Pause wiederbelebt werden sollte. Die erste Auflage im Jahr 1880 führte damals zur Gründung der Zeller Liedertafel.
Die viele Arbeit wurde dann durch eine gelungene Veranstaltung belohnt. Unter den 16 mitwirkenden Chören konnten wir auch die beiden weltberühmten Chöre „Bala Bartok“ aus Ungarn und den Männergesangsverein „Viipurin Lauluveikot“ aus Finnland begrüßen, die mit einem sakralen Konzert in der Stadtpfarrkirche und einem „weltlichen Konzert“ in der zum Konzertsaal umfunktionierten Eishalle das Publikum begeisterten. Unseren Gästen konnten wir dank einer Einladung der Gletscherbahnen Kaprun ein unvergessliches Erlebnis in der Gletscherwelt des Kitzsteinhorns sowie einen Ausflug in die Landeshauptstadt Salzburg bieten. Ein Heimatabend unseres Trachtenvereines – D´Kitzstoana beim Metzgerwirt erfreute unsere Freunde zum Abschied. Durch die tolle Beteiligung der heimischen Gastronomie, die unsere Gastchöre mit kleinen Imbissen und Getränken versorgte war das Singen in der ganzen Stadt für alle Beteiligten ein schönes Ereignis und wurde von den Zellern und den Gästen unserer Bergstadt gleichermaßen mit Begeisterung aufgenommen. Die Liedertafel Zell am See hat mit ihren Gästen den Grundsatz unserer Gründerväter „Musik in geselliger Runde zu pflegen“ würdig vertreten.
Die Reiselust kam auch in diesem Vereinsjahr nicht zu kurz und führte uns vom 15. bis 18. Juni ins Rheinland. Neben zahlreichen Besichtigungen wie z. B. die Stadt Rothenburg ob der Tauber sowie viele Burgen und Schlösser am Rhein war die Teilnahme am Chorfestival „Choreley“ ein grandioser Höhepunkt. Ungefähr 5000 Sänger gaben sich am Loreley-Felsen ein Stelldichein.
Das Frühsommerkonzert am 30. Juni im Gasthof Metzgerwirt war für die Liedertafel wieder ein schöner Erfolg.
Abschied von einem unserer treuesten und aktivsten Mitglieder, unserem Sangesbruder Franz Hemetsberger, mussten wir am 3. Juli nehmen. Franz war seit 1953 Mitglied der Liedertafel und war Träger des Ehrenringes.
Am 7. Juli gingen wir dann mit einer nette Abschlussfeier beim Pfefferbauern in die Ferien. Die Probentätigkeit wurde am 15. September wieder aufgenommen. Neben dem Gesang kam auch die Geselligkeit nicht zu kurz. SB Leo Krakl organisierte am 30. September ein Plattenwerfen auf der Haslingalm.
Zum 90-Jahr-Jubiläum des Trachtenvereines D´Kitzstoana stellte sich die Liedertafel als Gratulant ein. Ein Sängerausflug in die Nachbarschaft führte uns am 15. Oktober zu unserem Patenverein nach Mittersill. Mit unseren Sangesfreuden haben wir beim Felbermuseum gesungen und gefeiert.
Im Dienste der Fremdenverkehrswerbung fuhren wir am 25. November nach Wien, denn die Stadtgemeinde Zell am See hatte den Weihnachtsbaum für das Schloß Schönbrunn, wo ein schöner Christkindlmarkt stattfand, gespendet.
Das traditionelle Glühweinstandl am Krampustag, 5. Dezember, am Stadtplatz brachte wieder ein bisschen Geld in unsere Kasse.
Am 16. Dezember fand dann in der Stadtpfarrkirche Schüttdorf unser Adventsingen statt, an dem auch Zell Vocal teilnahm. Zwei Lieder wurden von beiden Chören gemeinsam gesungen, was beim Publikum besonders gut ankam. Der 24. Dezember ist alljährlich unsere schönste Einstimmung auf das Weihnachtsfest, wenn wir im Krankenhaus, auf dem Friedhof und auf dem Stadtplatz den Menschen mit unserem Gesang Freude bereiten. Die musikalische Gestaltung des Schlussgottesdienstes in der Stadtpfarrkirche Zell am See mit dem anschließenden Würtlessen im Probelokal rundete ein äußerst aktives Sängerjahr 1995 ab.

1996
Mit der Dreikönigsausfahrt  im Gedenken an unseren verstorbenen Sangesbruder Franz Hemetsberger am 5. Jänner zum Oberwirt nach Niedernsill begannen wir das Jahr 1996. Eine traurige Aufgabe hatten wir am 13. Jänner zu erfüllen. Wir begleiteten unseren lieben Sangesbruder Toni Grünwald auf seinem letzten Weg und sangen an seinem offenen Grab sein Lieblingslied.
Die Jahreshautpversammlung wurde am 2. Februar abgehalten.
Ein Eisschiessen am 24. Februar führte uns wieder mit unserem Patenverein, der Liedertafel Mittersill, zusammen. Einer Einladung der Mittersiller folgten wir am 18. Mai und trafen uns beim Mittersiller Heimatmuseum zu Gesang und Geselligkeit.
Unsere Kurzreise am 8. und 9. Juni zur Singgemeinschaft und Liedertafel Frontenhausen-Reisbach, die im Jahr 1995 am Gasslsingen teilgenommen haben genossen wir sehr. Der Chorleiter, Wolfgang Leiprecht, der sehr oft einige Tage in Zell am See verbringt, verstand es vorzüglich, mit einem gemeinsamen Konzert und einer Besichtigung der Stadt Regensburg und nach einer Fahrt mit dem Schiff über den Donaukanal zum Klosten Weltenburg die Freundschaft zwischen den beiden Chören zu vertiefen. Als Gastgeschenk überreichten uns die bayerischen Sangesfreunde ein 70-Liter-Faß schwarzbraunes Bier.
Musik kennt keine Grenzen! So besuchte uns am 16. Juni der Chor „Gesangsverein Harmonia Misburg“. Gemeinsam veranstalteten wir  unter Mitwirkung der Saalfeldner Tanzlmusi beim Metzgerwirt einen gesanglichen Frühschoppen.
In die Sommerpause gingen wir nach einer gelungenen Abschlussfeier beim Pfefferbauern, wo das schwarzbraune Bier, das uns Wolfgang Leiprecht direkt aus Frontenhausen angeliefert hat, konsumiert wurde.
Die Probentätigkeit nahmen wir am 13. September auf und bereiteten uns auf die folgenden Auftritte vor. Bereits am 26. September hatten wir ein Treffen mit 6 Chören aus dem ehemaligen Ostdeutschland, welches im Festsaal Saalfelden stattfand. Es wurde viel gesungen und getanzt. Die Sangesbrüder brachten mit ihrem Humor sogar 90-jährige Damen auf den Tanzboden.
Das Krampusstandl am 5. Dezember wurde von Krakl Leo und seinen Helfern wieder ein guter Erfolg für die Vereinkasse.
Unter Mitwirkung des Zeller Tisch´gsångs, dem Ensemble 13 und dem Saalfeldner Dreigesangs wurde das Adventsingen in der Schüttdorfer Kirche ein voller Erfolg. Sprecher war Johannes Franz. Das Publikum dankte es uns mit viel Lob und Anerkennung.
Mit dem Weihnachtssingen am 24. Dezember , das dieses mal im Seniorenheim begann, dann im Krankenhaus, am Friedhof und auf dem Stadtplatz konnten wir wieder vielen Menschen eine Freude bereiten.
Nach dem Schlussgottesdienst am 31. Dezember wurden wir wieder von der Stadtgemeinde zum Würstlessen in das Probelokal eingeladen.
Alles in Allem ein etwas ruhigeres, aber doch gelungenes Sängerjahr ging zu Ende.

1997
Wie alljährlich begann das Sängerjahr am 5. Jänner mit der Dreikönigsausfahrt – diesmal in das Schloß Kammer – bei der uns unser förderndes Mitglied Rupert Struber durch „Nonstop-Witze erzählen“ bestens unterhalten hat.
Am 7. Februar hielt die Liedertafel ihre 107. Ordentliche Jahreshauptversammlung im 115. Vereinsjahr im Parkhotel Eder ab. Besonders erfreulich war, dass der Obmann 6 neue Sänger im Kreis der Liedertafel begrüßen und zahlreiche Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft überreichen konnte.
Das Eisschiessen gegen die Liedertafel Mittersill fand am 22. Februar beim Gasthof Hörfarter in Mittersill statt. Bei Gesang und guter Laune konnten wir den „Doppelschneider“ bald vergessen.
Unser Obmann Ferry Steibl reiste in Begleitung von Chorleiter Roland Kravanja, Vizeobmann Hans Walch und Sangesbruder Fred Bacher zum 100-Jahr-Jubiläum des Chores „Viipurin Lauluveikot“ nach Helsinki. Beim Jubiläumskonzert in der Finnlandia-Halle am 13. April waren neben 1700 begeisterten Zuhörern der finnische Staatspräsident, viele Politiker, Musiker und Chorrepräsentanten aus der ganzen Welt anwesend. In der Festchronik wurde die Teilnahme am Gasslsingen 1995 in Zell am See mit sechs Seiten lobend hervorgehoben.
Am 25. Mai fuhr die Liedertafel mit einer großen Formation zum 100-Jahr-Jubiläum der Liedertafel Bischofshofen.
Das Vorsommerkonzert am 30.Juni im Gasthof Metzgerwirt führte wieder einen Chor der am Gasslsingen 1995 teilgenommen hat nach Zell am See. Der Chor aus St. Peter im Sulmtal/Steiermark brachte gemeinsam mit der Liedertafel eine gute Stimmung ins Publikum und wir durften uns über einen vollen Saal freuen. Besonders erfreulich ist bei den Konzerten immer wieder die Anwesenheit der Stadtvertreter von Zell am See.
Am 29. und  30. Juni fand das Gaufest der Heimatvereine des Pinzgaues statt. Die Liedertafel ist mit 31 Mann angetreten, um unserem Trachtenverein tatkräftig unter die Arme zu greifen.
Am 11. Juli verabschiedeten wir uns beim Pfefferbauer in die Sommerferien.
Der 8. August 1997 war ein großer Tag. Unser Chormeister Roland Kravanja segelte in den Hafen der Ehe. Die Liedertafel Zell am See und Zell Vocal gestalteten den Gottesdienst bei der Trauung in Altötting. Bei der anschließenden Abendunterhaltung brachten einige Liedertafler und Zell Vocaler mit der Aufführung eines Bauernbalettes, eines Stammtisch-Hoagascht und mit verschiedenen Sketches etwas Licht in das Junggesellenleben unseres Chormeisters.
Am 12. September hatten wir die Probentätigkeit und die Vorbereitung des Adventsingens begonnen.
Ein Sängerausflug brachte uns vom 27. bis 28. September zu unseren Kärntner Sängerfreunden nach Amlach. Nach einem gemütlichen Abend im Probelokal traten wir die Heimfahrt in unser Hotel an, wo wir einem Hochzeitspaar spontan einige Lieder zum Besten gaben. Eine Kärntner Seen-Rundfahrt unter der bewährten Führung von Peter Amlacher aus Amlach war ein schöner Abschluss dieser kleinen Sängerreise.
Der Krampustag am 5. Dezember rief wieder Leo Krakl mit seinen Helfern auf den Plan und das Glühweinstandl war ein beliebter Treffpunkt für die vielen Zuschauer.
Ein Höhepunkt im Jahr 1997 war das Adventsingen am 20. Dezeber in der Schüttdorfer Pfarrkirche. Mitveranstalter war diesmal wieder Zell Vocal. Alle Aufführenden kamen diesmal aus den eigenen Reihen: Liedertafel Zell am See, Zell Vocal, Zeller Tischgsång, Gesangssolistin Tanja Ludwig, an der Orgel Roland Kravanja, Matthias Neubacher an der Harfe und Sabine Maier und Alexandra Hasholzner mit ihren Querflöten. Als Sprecher fungierte wieder Johannes Franz. Die Kirche konnte bis auf den letzen Platz gefüllt werden.
Auch dieses Jahr erfreute das Weihnachtssingen am 24. Dezember, das wie im Vorjahr im Seniorenheim und im Krankenhaus begann,  viele unserer Mitbürger und Gäste. Besonders viele Zuhörer haben wir immer auf dem Friedhof und am Stadtplatz, die sich durch unsere Lieder auf ein friedvolles Weihnachtsfest einstimmen lassen.
Wie alle Jahre, beendete die Mitwirkung am Schlussgottesdienst am 31. Dezember mit dem traditionellen Würstlessen das Jahr.

1998
Nur eine kleine Gruppe von Sängern machte sich am 5. Jänner zum Mitterberghof in Thumersbach auf den Weg, um die traditionelle Dreikönigsausfahrt zu begehen.
Wegen Schnee- bzw. Eismangels musste das Eisschiessen gegen die Liedertafel Mittersill am 7. März in die Eishalle verlegt werden. Wahrscheinlich lag es am Heimvorteil, dass wir diesmal mit einem Doppelschneider siegreich blieben.
Bei einem Besuch der Liedertafel Frontenhausen übernahm das Seekanaltrio die Begrüßung auf dem Stadtplatz. Einige Liedertafler genossen ein paar fröhliche Stunden mit unseren Gästen im Gasthof Grüner Baum.
Der ganz große Höhepunkt im Jahr 1998 war unsere große Reise nach Finnland und Rußland. Mit 83 Personen erlebten wir vom 16. bis  23. Mai eine wunderschöne und harmonische Zeit. Bereits bei unserer Ankunft im Seaside-Hotel in Helsinki empfing uns eine große Zahl von Sängern von Viipurin Lauluveikot. Am nächsten Tag folgte eine Besichtigungsreise durch die finnische Hauptstadt. Bei einem gemeinsamen Konzert in der Uspensky Kathedrale gab uns der Österreichische Botschafter Ettmayer und der finnische Wirtschaftsattaché die Ehre. Am dritten Tag begaben wir uns auf die große Fahrt Richtung St. Petersburg. Wir besuchten sie Städte Tampere und Ittala mit seinem berühmten Glaswerk und übernachteten in Jyväskylä. Über Savolinna, das durch seine Opernfestspiele auf der Burg Olavinlinna weltbekannt wurde erreichten wir unser Tagesziel Lappeenranta bei tagheller Nacht.
Am nächsten Tag konnten wir einen gewaltigen Kontrast zwischen zwei Ländern kennen lernen. Durch kilometerlanges Niemandsland fuhren wir an müllgesäumten Strassen zur russischen Grenze, an der die russischen Zöllner erst einmal einige Machtdemonstrationen zeigten. Doch dann erreichten wir über Vybourg die Stadt St.Petersburg. Eine Stadtrundfahrt und eine Schifffahrt zeigten uns einerseits den Glanz dieser Stadt, jedoch auch die Armut, die man an allen Ecken und Enden sieht. Besonders beeindruckend waren die Monumentalbauten dieser Stadt, die obwohl sie relativ jung ist, eine bewegte Geschichte aufwiesen kann. Ein gemeinsames Konzert mit einem jungen russischen Chor in der Katharina Kathedrale wurde vom russischen Fernsehen aufgezeichnet. Wir luden die Sängerinnen und Sänger anschließend in unser Hotel ein zu konnten mit ihnen einen fröhlichen Abend verbringen, an dem unser Sangesbruder Rudi Tschoner die hübschen Sängerinnen im Pinzgauer Volkstanz unterrichtete. Der Verein für Österreichisch-Russische Freundschaft überraschte uns mit einem Vortrag einer Gesangssolistin mit Klavierbegleitung und einem Imbiss mit Krimsekt und Kaviar. Entlang der Südküste machten wir uns am siebten Tag über die älteste finnische Stadt – Porvoo – wieder auf den Weg nach Helsinki. Mit viel frischem Lachs und vielen, vielen schönen Eindrücken im Gepäck flogen wir in die Heimat zurück. Besonders erwähnenswert ist die Harmonie innerhalb der Reisegruppe. Die Liedertafel Zell am See konnte so im Ausland wieder eine gute Visitenkarte abgeben und einen großen Werbeeffekt für unsere Heimatstadt erzielen.
Am 7. Juni fand das Gründungsfest der Schützenkompanie Zell am See statt, an dem die Liedertafel mit einer großen Formation vertreten war und an den beiden Verpflegungsständen ganze Arbeit leistete.
Der 14. Juni führte uns wieder einmal nach Mittersill, um unserem Patenverein bei seinem 125-jährigen Bestandsjubiläum die Ehre zu geben.
Die folgenden Wochen nutzen wir für intensive Probenarbeit für das Konzert am 4. Juli unter dem Motto „Her über d´Alm“. Als Gastchor hatten wir die Liedertafel Mittersill eingeladen, die musikalische Umrahmung übernahm die „Junge Eschenauer Tanzlmusi“. Sprecher war in bewährter Weise unser Freund Struber Rupert.
Mit einem Abschlussfest in der Tennishalle mit Lichtbilder- und Filmvortrag über unsere schöne Reise, zu dem auch unsere fördernden Mitglieder eingeladen waren, gingen wir am 10. Juli in die Sommerferien.
Nach dem Probenbeginn am 18. September konnten wir am Sonntag, dem 22. November in der Pfarrkirche Schüttdorf eine Messe gestalten und uns anschließend zu einem kleinen Frühschoppen im Hotel Alpenblick treffen.
Leo Krakl baute am 5. Dezember wieder das Krampusstandl auf dem Stadtplatz auf und wir konnten die vielen Zuschauer mit Tee und Glühwein versorgen.
„Das beste Adventsingen seit Jahren“ hatten viele Zuhören nach unserem Auftritt am 12. Dezember in der Pfarrkirche Schüttdorf gesagt. Roland Kravanja war es wieder einmal vortrefflich gelungen, unserem Amateurchor professionelle Töne und Lieder zu entlocken.
Die Menschen im Altersheim, im Krankenhaus, auf dem Friedhof und dem Stadtplatz zeigten uns wieder, wie Sie das Weihnachtssingen am 24. Dezember schätzen und lieben. Immerhin sind am Friedhof jedes Jahr fast 2000 Leute. An die 1000 Einheimische und Gäste dürften es am Stadtplatz sein.
Auch das traditionelle Singen beim Schlussgottesdienst am 31. Dezember in der Stadtpfarrkirche Zell am See findet sowohl bei unserem Stadtpfarrer, sowie den vielen Gläubigen große Anerkennung.

1999
Im Schloß Kammer, Maishofen, fand am 5. Jänner 1999 das Dreikönigstreffen der Liedertafel statt, das von Sangesbruder Hans Walch wie immer in bewährter Weise organisiert wurde.
Am 24. Jänner hatten wir die Gelegenheit, in der Pfarrkirche Maishofen den musikalischen Teil der Messgestaltung zu übernehmen. Die Maishofener Bevölkerung freut sich immer sehr über unser Kommen.
Beim nun schon traditionellen Eisschiessen gegen die Liedertafel Mittersill am 30. Jänner mussten wir leider wieder eine Niederlage einstecken.
Bei der Jahreshauptversammlung am 5. Februar im Sporthotel Lebzelter kündigte unser Obmann Ferry Steibl eine Sängerreise an.
In der Zeit vom 26. bis 29. März begaben wir uns nach Slovenien in das schöne Städtchen Bled um dort am III. Internationalen Mundial Festival teilzunehmen. 34 Sänger haben die Liedertafel gut vertreten und wir konnten wieder viele Sängerfreundschaften schließen. Mit Besichtigungsfahrten zu den Tropfsteinhöhlen von Postojna und dem weltbekannten Gestüt Lipiza sowie einem Ausflug nach Ljublijana wurde das Programm abgerundet. Ungefähr 1200 SängerInnen waren gekommen, um in zwei Tagen Lieder aus der jeweiligen Region in Mundart zu singen. Eine großartige Abschlussfeier in einem der großen Hotels wurde durch die Anwesenheit der Stadtoberhäupter und der Fremdenverkehrsbeauftragten des Landes und der Stadt Bled gekrönt. Mit einem schönen Abschiedsgeschenk traten wir die Heimreise an.
Der 20. Juni 1999 führte uns zum 150 Jahr Jubiläum der Lungauer Liedertafel nach Tamsweg. Die Jubilare sandten uns später ein Erinnerungsfoto von diesem Fest.
Am 3. Juli konnten wir schon die Früchte unserer Kontaktaufnahme in Bled mit anderen Sängern ernten. Mit unseren Sängerfreunden aus Oberaudorf in Bayern konnten wir ein schönes Konzert unter dem Motto „Salzburgerisch-bayerisch g´sungen“ veranstalten. Die Audorfer brachten auch eine eigene Tanzlmusi mit. Es war wieder einmal ein Konzert mit viel Humor und kam beim Publikum äußerst gut an.
Am nächsten Tag, dem 4. Juli, feierte unser Stadtpfarrer Paul Strassl sein 40-jähriges Priesterjubiläum. Der Herr Stadtpfarrer ist unterstützendes Mitglied unseres Chores. Die Liedertafel sang ihm zu Ehren sein Lieblingslied (Alpengruß).
Den Abschluss vor den Sommerferien bildete am 9. Juli ein netter Abend beim Pfefferbauern.
Statt der üblichen Sommerpause stürzten sich 28 Sänger in die Probenarbeiten für die Mitwirkung beim Musical Anatevka. Die Chorleiterin der Audorfer Sänger, Rosi Berger, hatte uns eingeladen, bei der Aufführung des Musicals im Passionsspielhaus in Erl/Tirol im Chor mitzuwirken. Unser junger Sangesbruder Dietmar Hufnagl entpuppte sich als trefflicher Chorleiter-Stellvertreter und studierte mit uns die 4 Lieder recht zügig ein. Die 28 wackeren Sänger gingen dann sogar soweit, sich Bärte wachsen zu lassen. Frauen und Freundinnen von Liedertafelmitgliedern schneiderten unter der Leitung von Maria Steibl in einer meisterlichen Zeit unsere Kostüme. Am 12. September fand die erste gemeinsame Probe in Erl statt. Unter der Regie von Dietmar Strasser und Choreograph Eric Assandri vom Landestheater Salzburg wurde uns der letzte Schliff gegeben. Eine weitere Probe fand am 17. September statt. Nach der Generalprobe am Nachmittag des 18. September gingen dann an zwei Abenden die Aufführungen über die Bühne zu denen auch 150 Fans aus Zell am See angereist sind. Es war ein grandioser Erfolg. Unsere Freunde vom Audorfer Chor hatten uns bei sich untergebracht und uns mit Speis und Trank versorgt. Sie haben auch ein Ausflugs- und Wanderprogramm für uns vorbereitet. Wir konnten an diesem Wochenende auf der einen Seite das tolle Erlebnis der Auftritte genießen und uns andererseits über die großartige Gastfreundschaft unserer Bayerischen Freunde freuen.
Am 24. September begann dann wieder die Probenarbeit nach den Sommerferien.
Anlässlich des 135 Jahr Jubiläums des OÖSSB fand am 10. Oktober ein Burgsingen auf der Burg Hohenwerfen statt, an dem sich die Liedertafel beteiligte.
Der 13. November führte uns wieder nach Bayern. Rosi Berger hatte uns eingeladen, für den Bayerischen Rundfunk einige Volkslieder aufzunehmen. Auch das war für die Liedertafel Neuland und wir konnten sehen, wie schwierig es ist, einwandfreie Aufnahmen zu machen.
Das traditionelle Glühweinstandl am Krampustag, 5. Dezember, wurde von Leo Krakl und seinem Team wieder vorbildlich organisiert.
Nach langer Pause hatte uns der Kiwanis Klub wieder eingeladen, an seinem Adventkonzert mitzuwirken, das am 9. Dezember in der Stadtpfarrkirche Zell am See stattfand.
Unser eigenes Adventsingen fand dann am 18. Dezember in der Stadtpfarrkirche in Schüttdorf statt. Trotz guter Leistung unseres Chores waren diesmal weniger Zuhörer anwesend, was wahrscheinlich auf die große Kälte in der Schüttdorfer Kirche zurückzuführen war.
Wie alle Jahre begaben wir uns am 24. Dezember wieder zu unserem Weihnachtssingen. Diesmal sangen wir unter der Leitung von Peter Spelbring im Altersheim, im Krankenhaus, auf dem Friedhof und dem Stadtplatz.
Den Schlussgottesdienst am 31. Dezember in der Stadtpfarrkirche Zell am See leitete diesmal Prof. Sepp Riedmann. Das Würstelessen im Probelokal schloss das Jahr 1999 ab.

2000
In gewohnter Weise begann das  Vereinsjahr mit der Dreikönigsausfahrt, die am 5. Jänner zum Pfefferbauern  führte. Die Jahreshauptversammlung über das Jahr 1999 wurde am 4. Februar 2000 im Hotel Alpenblick abgehalten. Das traditionelle Eisstockschiessen gegen unseren  Partnerverein Liedertafel Mittersill fand am 12. Februar beim Tauernstüberl statt, wobei wir leider wieder eine Niederlage einstecken mussten. 15 Sänger der  Liedertafel Zell nahmen am 19. März an einem Wochenendseminar mit Einzel-Stimmbildung, welches von der Liedertafel Mittersill organisiert wurde, teil. Für eine Fernsehaufnahme des ZDF über die Europasportregion wurden  Dreharbeiten bei der Burg Kaprun durchgeführt. Die Liedertafel Zell am See trat hier wieder einmal als Vertreter unserer Volkskultur in Erscheinung. Die Aufzeichnung am 27. Mai 2000 war durch herrliches Wetter besonders begünstigt. Es wurden vier Lieder zum Besten gegeben. Die Ausstrahlung dieser Aufnahme konnte im April 2001 von Millionen Fernsehzusehern verfolgt werden. Das  Großereignis des Jahres 2000 war natürlich das ”Alpenländische Gasslsingen 2000”  vom 1. bis 4. Juni. Die aufwändige  Vorbereitungsarbeit wurde durch die Teilnahme von 32 Chören aus Südtirol, dem  Aostatal, Slovenien, Bayern, Tirol, Kärnten, Steiermark, Oberösterreich, Niederösterreich, Wien und Salzburg belohnt. Ein Pinzgauer Abend mit den dazugehörigen Schmankerln verschönte die Eröffnungsfeierlichkeiten in der  Eishalle. Unter dem Motto 2000 Sänger im Jahr 2000 auf 2000 Meter Seehöhe ging  es bei Kaiserwetter am zweiten Tag mit der Areitbahn auf die Schmittenhöhe. Das  gemeinsame Singen aller Chöre unter der Leitung unseres Chorleiters Roland  Kravanja verursachte sicherlich bei vielen Zuhörern und Sängern eine Gänsehaut.  Der herrliche Ausblick auf das herrliche Panorama wurde von Weisenbläsern noch verschönt. Viele Sänger nutzten die Gelegenheit, anschließend zu Fuß ins Tal zu  wandern. Andere wählten den schnelleren Weg mit der Seilbahn, um anschließend  eine Seerundfahrt zu genießen. Am Samstag, dem 3. Juni begann dann das Gasslsingen, wobei etwa die Hälfte der teilnehmenden Chöre angeführt von der Bürgermusik Zell am See am  Stadtplatz begrüßt wurde und anschließend bei einem Rundgang durch die Strassen,  Gassen und Plätze die ganze Stadt zum Klingen brachte. Am Sonntagmorgen führte die Trachtenmusikkapelle Maishofen die anderen Chöre zum Stadtplatz, wo bei der Begrüßung auch wieder kleine Geschenke ausgetauscht wurden. Wieder erklangen an  allen Plätzen der Bergstadt die schönsten Lieder. Die Sänger wurden  dankenswerter Weise von der Zeller Gastronomie mit kleinen Imbissen und Getränken versorgt. Um 16 Uhr fand dann in der Eishalle die  Abschlussveranstaltung statt, wobei es zu rührenden Abschiedsszenen kam, da die  Sänger natürlich in diesen vier Tagen viele Freundschaften geschlossen haben. Ein Frühsommerkonzert am 1 Juli unter dem Motto ”Lasst kreisen die Becher” war zugleich das Abschiedskonzert für unseren Chorleiter Roland Kravanja, der durch neun Jahre hindurch die musikalischen Geschicke unseres Chores geleitet hatte. Unser befreundeter Chor, die Singgemeinschaft Liedertafel Frontenhausen-Reisbach  hatte das Konzert mitgestaltet. Durch das Programm führten gleich drei Sprecher, nämlich Rosi Hoffmann, Rupert Struber und Johannes Franz, welche in den  vergangenen neun Jahren immer wieder unsere Konzerte bereicherten. Am 27. August  wurde Stadtpfarrer Paul Strassl ”ein förderndes Mitglied der Liedertafel“ auf  dem Stadtplatz mit einer Festmesse feierlich verabschiedet. Die Liedertafel brachte ihm zum Abschied in den Ruhestand ein Ständchen. Am 9. September folgten einige Sänger der Liedertafel der Einladung unseres unterstützenden Mitgliedes Erich Sallaberger zu einem Weinfest nach Hagenbrunn bei Wien. Die Probenarbeit konnte nach den Sommerferien am 22. September begonnen werden, da sich unser Freund Mag. Dietmar Hufnagl bereit erklärte, die musikalische Leitung unseres Chores zu übernehmen. Er wird eine Chorleiterausbildung, die 6 Semester dauert, in Hallein absolvieren. Die Liedertafel freute sich, dass nach langer Suche ein bestens  geeigneter Nachfolger für Roland Kravanja gefunden wurde. Nach langer Planung wurde am 22. Oktober nach einer wunderschönen Festmesse im Salzburger Dom in der  Residenz der Chorverband Salzburg gegründet. Unser Obmann wurde aufgrund seines Engagements gleich zum Vizepräsidenten bestellt. Eine unserer wenigen  Einnahmequellen ist das alljährliche Krampusstandl am 5. Dezember. Leider hatte  sich in diesem Jahre der Krampusverein mit einem eigenen Standl eingenistet, was  uns natürlich eine Umsatzeinbuße brachte. Das alljährliche Adventsingen in der  Stadtpfarrkirche Schüttdorf am 16. Dezember erstmals mit unserem neuen Chorleiter Mag. Dietmar Hugnagl - war wieder ein großer Erfolg und wurde von Ex-Chorleiter Roland Kravanja kritisch, aber mit Anerkennung beobachtet. Alle Jahre wieder ... am 24. Dezember  erfreute die Liedertafel die Bewohner des Seniorenheimes, die Patienten des  Krankenhauses, die Besucher des Friedhofes und die vielen Einheimischen und Gäste von Zell am See am Stadtplatz mit Weihnachtsliedern. Mit dabei war auch wieder eine Bläsergruppe der Bürgermusik. Gemeinsam mit unserem neuen Stadtpfarrer, Herrn Mag. Rupert Reindl wurde am 31. Dezember der Schlussgottesdienst in der Stadtpfarrkirche Zell am See gestaltet.

2001
Die traditionelle Dreikönigsausfahrt führte am 5. Jänner 2001 in das Stiegerschlössl nach Maishofen. An diesem Treffen nahmen auch wieder zahlreiche Freunde und unterstützende Mitglieder der Liedertafel teil.
Am 27. und 28. Jänner 2001 besuchten uns auf unsere Einladung die SängerInnen des Audorfer Chores zu einem Skiwochenende. Der Samstag gehörte dem gemütlichen Teil mit einem Besuch im Gasthof Köhlergraben. Nach viel Gesang und Fröhlichkeit führte die Rodelbahn in die Nachtlokale von Zell am See. Am Sonntag wurde dann ein spannendes Skirennen durchgeführt. Die Siegerin (Lisa aus Audorf) erhielt als Preis ein Wochenende in Zell am See.
Die 111. ordentliche Jahreshauptversammlung im 119. Vereinsjahr wurde am 2. Februar 2001 im Romantikhotel Zum Metzgerwirt abgehalten. Besonders zu erwähnen ist, dass an der Jahreshauptversammlung auch die früheren Chorleiter Prof. Rainer Straub und Roland Kravanja teilgenommen hatten.
Der 10. Februar 2001 gehörte wieder den Sportlern. Mit der Pinzgauer Bahn reisten die Sangesbrüder zum Eisstockschiessen gegen die Liedertafel Mittersill in den Oberpinzgau. Nach einer knappen Niederlage wurde beim gemütlichen „Hucker“ noch viel gesungen und gefeiert.
Am 7. März 2001 fand im Sporthotel Alpenblick ein Informationsabend über die geplante Reise nach Andalusien statt.
Das Jawort gab am 21. April 2001 unser Sangesbruder Gliber Bernhard seiner Braut Conny. Die Liedertafel stellte sich mit einem Ständchen ein.
Ein trauriger Anlass war das Ableben unseres Sangesbruders Ludwig Moser, der am 28. April 2001 für immer von uns gegangen ist. Die Liedertafel begleitete ihn am Friedhof in Maishofen auf seinem letzten Weg. Am 11. Mai 2001 nahm die Liedertafel von Sangesbruder Ernst Ramsauer Abschied, der lange der Liedertafel angehört hatte. Ein weiterer früher wertvoller Sänger verstarb im August, unser Heinz Pudil wurde von einer Abordnung der Liedertafel verabschiedet.
In der Zeit vom 19. bis 26. Mai 2001 begab sich die Liedertafel wieder einmal auf große Fahrt. Die Reise führte per Flug nach Madrid. Nach einer Übernachtung reisten wir mit 2 Bussen nach Toledo. Von dort ging es weiter durch die Mancha – Madridejos – Valdepenas – Bailen nach Cordoba. Hier gab es ausgiebig Möglichkeiten, die herrliche Stadt zu besichtigen. Das nächste Ziel war Sevilla. Eine Stadtrundfahrt bot die Gelegenheit, die Kathedrale, den Alcazar und viele kulturelle Stätten zu besichtigen. Abends gab es eine tolle Flamenco-Veranstaltung. Quer durch Andalusien führte die Fahrt dann über Tariffa, Lalinesa bis nach Gibraltar. Später ging es über Ronda in Richtung Granada. Hier glänzte vor allem die Alhambra durch die Schönheit der maurischen Baukunst und die floristischen Anlagen. Zum Abschluss der Reise ging es nach Marbella, dem touristischen Zentrum Spaniens. Durch die Schwester von Sangesbruder Barth Helmut, die schon seit vielen Jahren ein großes Hotel in Torremolinos führt, wurde uns ein unvergesslicher Abend breitet. Ein andalusischer „Bauernchor“ und Flamenco trugen ebenso zum Gelingen dieses Abends bei, wie die köstliche Paela und der gute Wein. Viele unterstützender Mitglieder nahmen an dieser unvergesslichen Reise teil.
Ein Sängerseminar in Tamsweg fand am 9. Juni 2001 statt, an dem eine kleine Gruppe der Liedertafel Zell am See teilnahm.
Sangesbruder Michael Rieder segelte am 23. Juni 2001 in den Hafen der Ehe und wurde von der Liedertafel mit einem Ständchen bedacht.
Am 8. Juli 2001 fand beim Metzgerwirt das Frühsommerkonzert der Liedertafel unter dem Motto
„Fröhliche Lieder & Musik & Tanz“ statt. Vor dem Konzert gestaltete die Liedertafel mit dem Singkreis Bruck und dem Saalachtaler Volksliedchor eine Messe in der Stadtpfarrkirche Zell am See. Anlässlich des Konzertes konnten 3 Sänger ausgezeichnet werden. Die Sangesbrüder Ferbus Rudi, Scharinger Alois und Strassgschwandtner Franz wurden von der Stadtgemeinde Zell am See für ihre 50-jährige Mitgliedschaft mit der Brauchtumsmedaille der Stadt Zell am See ausgezeichnet. Durch das abwechslungsreiche Programm, an dem auch die Pinzgauer Tanzlmusi mitwirkte, führte erstmals Sandra Schreder.
Noch eine Hochzeit gab es am 7. Juli 2001. Sangesbruder Oliver Stärz heiratete seine Braut Doris. Eine Abordnung der Liedertafel brachte dem Hochzeitspaar ein paar nette Ständchen dar.
Noch in der Sommerpause, nämlich am 8. September 2001 fuhr die Liedertafel auf Einladung unseres fördernden Mitgliedes Erich Sallaberger zu einem Weinfest nach Hagenbrunn.
Mit neuem Elan wurde am 14. September 2001 die Probenarbeit wieder aufgenommen.
Das traditionelle Krampus-Standl am Stadtplatz wurde am 5. Dezember 2001 wieder aufgebaut. Leo Krackl mit seinen Helfer hat wieder mustergültige Arbeit geleistet. Leider gab es auch heuer wieder eine Konkurrenz durch dem Krampusverein, sodass unser Umsatz um die Hälfte schrumpfte.
Eine Abordnung der Liedertafel nahm am 8. Dezember 2001 an der Fahnenweihe der Zeller Trachtenfrauen teil.
Am 13. Dezember 2001 wirkte die Liedertafel beim Adventsingen des Kiwanis-Clubs in der Stadpfarrkirche Zell am See mit.
Das Adventsingen der Liedertafel Zell am See fand am 15. Dezember 2001 in der Schüttdorfer Kirche statt. Die Zuhörer waren von den Darbietungen der Liedertafel Zell am See, der Anklöcklergruppe Mittersill, Zell Vocal, der Gruppe Taktlos und der Singsoatn Musi sehr begeistert. Erstmalig hatten wir auch keinen Sprecher – Sänger der Liedertafel lasen zeitkritische Texte. Ein Wermutstropfen war wieder die große Kälte in der Kirche.
Zur Tradition der Liedertafel gehört auch das jährliche Singen am Heiligen Abend. Die Liedertafel erfreute die Bewohner des Seniorenwohnheimes, die Patienten des Krankenhauses, die Besucher des Friedhofes und die Familie Hörl mit ihren Weihnachtsliedern. Für viele Einheimische und Gäste gehört das Singen am Stadtplatz zu Weihnachten wie die Würstlsuppe und wurde auch dieses Mal dankbar angenommen.
Nach dem Schlussgottesdienst in der Zeller Stadtpfarrkirche der von Stadtpfarrer Mag. Rupert Reindl sehr feierlich gestaltet wurde beendete die Liedertafel Zell am See ein ereignisreiches und erfolgreiches Sängerjahr 2001.

2002
Das Jahr 2002 begann traditionell mit der Dreikönigsausfahrt am 5. Jänner, bei der Sbr. Hans Walch die Sänger mit Ihren Gattinen und Freundinnen sowie die unterstützenden Mitglieder zum Pfefferbauern führte. Der gesellige Abend endete mit einer Rodelpartie über den neuen Güterweg.
Am 1. Februar führte die Liedertafel die 112. ordentliche Jahreshauptversammlung im 120. Vereinjahr im Sporthotel Alpenblick durch.
Zum Eisstock-Wettstreit luden wir unseren Patenverein Liedertafel Mittersill am 16. Februar auf den zugefrorenen Zellersee ein. Nach einer verlorenen Partie trösteten wir uns im Gasthof Seewirt mit Speis und Trank und viel Gesang.
Anlässlich des 120-Jahrjubiläums veranstaltete die Liedertafel am 11. Mai im Romantikhotel Metzgerwirt ein Jubiläumskonzert, das neben der Liedertafel Zell am See vom GMZ Chor aus Zwolle / Holland, dem Männerchor MGV Sängerlust aus St. Augustin / Deutschland und dem Trio „der Berg“ gestaltet wurde. Durch das Programm führte uns Wilhelm Wörgötter. Die ehemaligen Sänger der Liedertafel Zell am See Hans Fuchs und Peter Haitzmann wurden mit der Kulturmedaille der Stadt Zell am See für besondere Verdienste als aktive Sänger von unseren Stadtvertretern Bürgermeister Dr. Georg Maltschnig und Kulturstadtrat Peter Lumpi ausgezeichnet.
Peter Haitzmann wurde auch zum Ehrenmitglied der Liedertafel Zell am See ernannt und bekam die Ehrennadel für besondere Verdienste vom Chorverband Salzburg.
Hans Fuchs bekam eine Dankesurkunde der Liedertafel Zell am See.
Erstmals trat die Liedertafel mit neuen, roten Gilets auf. Die Stadtgemeinde stellte sich dankenswerter Weise mit einem Sonderzuschuss für den Ankauf ein.
Ein besonderes Fest war das 1. Pinzgauer Bezirks-Chorverbands-Singen auf dem Wildkogel am 29. Juni 2002. Unter reger Anteilnahme der Zuhörer gaben über 200 SängerInnen aus 12 Pinzgauer Chören in der Folge einen eindrucksvollen Beweis ihres Könnens und gestalteten einen sehr geselligen und fröhlichen Nachmittag. Der Bürgermeister von Neukirchen, Peter Nindl, war ein großzügiger Gastgeber und begeisterter Zuhörer.
Ein Dankgottesdienst für 120 Jahre Bestehen der Liedertafel fand am 7. Juli 2002 in der Stadtpfarrkirche Zell am See statt. Dieser wurde von der Liedertafel musikalisch gestaltet.
Nach der nun folgenden Sommerpause lud unser unterstützendes Mitglied Erich Sallaberger und seine Gattin am 7. September 2002 zum 3. Mal alle Sänger nach Hagenbrunn zu einem Weinfest ein. Die Liedertafel hat mit dem Bauernbalett die Familie Sallaberger überrascht.
Die Probenarbeit wurde mit neuem Elan am 13. September 2002 wieder aufgenommen.
Am 27. September 2002 trug die Liedertafel wieder zu guten Gelingen des Seniorenfestes bei.
Unter dem Motto „Alte Freundschaft rostet nicht“ wurde die Freundschaft von drei Chören wieder aufgefrischt. Im Jahr 1937 fand in Dresden und Breslau ein großes Sängertreffen statt, bei dem die Liedertafel Zell am See und die Liedertafel Bischofshofen teilnahmen. Über die Internet Plattform chor.at fanden die Sänger der Bergfinken Dresden den Kontakt zu der Liedertafel Zell am See und so entstand die Idee zu einem gemeinsamen Konzert.
Nach 65 Jahren sangen diese drei Männerchöre im Romantikhotel Metzgerwirt wieder gemeinsam ein Konzert.
Am 2. November 2002 fuhr eine Abordnung der Liedertafel Zell am See nach Rosenheim zu unserem befreundeten Audorfer Chor. Anlass dafür war das 20-jährige Jubiläum. Der Chor unter der Leitung von Rosi Berger spielte und sang vor einer ausverkauften Stadthalle in Rosenheim das Musical „JOSEPH“.
Als Gastgeschenk wurde beim anschliessenden gemütlichen Zusammensein in Erl eine Schützenscheibe, die alle gemeinsamen Erlebnisse zwischen Liedertafel Zell und Audorfer Sängern darstellt mit der Auflage übergeben, dass diese in Zell am See ausgeschossen werden muss.
Am 4. November 2002, also 2 Tage später ereilte uns die Schreckensnachricht vom Tod der beliebten Chorleiterin der Audorfer Sänger Rosi Berger. Ein Herzversagen hatte Ihrem so wertvollen Leben ein jähes Ende gesetzt.
Zur Beerdigung sind die Liedertafler am 9. November 2002 nach Oberaudorf gefahren um von Rosi Abschied zu nehmen. Ihre Sängerfreunde gestalteten diese Trauerfeier so schön, dass sie uns allen für immer in Erinnerung bleiben wird.
Der 5. Dezember ist schon seit vielen Jahren ein Fixpunkt. Die Liedertafel errichtete wieder zwei Krampusstandl und konnte den Kassenstand wieder ein wenig aufbessern.
Am 14. Dezember 2002 fand in der Schüttdorfer Kirche unser Adventsingen statt. war eine Glanzleistung der Liedertafel Zell am See. Mitwirkende waren neben der der Liedertafel Zell am See der Männerchor St. Martin bei Lofer, der Zeller Tischgsang, und das Ensemble TAWIM. Das Programm wurde durch die Lesung zeitkritischer Texte durch Sänger der Liedertafel abgerundet und vom Publikum begeistert aufgenommen.
Als richtige Einstimmung auf den Heiligen Abend gilt schon seit Jahrezehnten für die Liedertafelmitglieder das Weihnachtssingen am 24. Dezember. Wieder konnte vielen Menschen im Seniorenheim, im Krankenhaus, auf dem Friedhof und dem Stadtplatz eine große Freude bereitet werden.
Nach dem Jahresschlussgottesdienst am Sylvesterabend in der Pfarrkirche Zell am See endete das Jahr 2002 mit dem beliebten Würstelessen im Probelokal.

2003
Unser 121. Sängerjahr war wieder voller Erlebnisse.
Am 5. Jänner 2003 organisierte unser Sangesbruder und Vizeobmann Hans Walch unsere traditionelle Dreikönigsausfahrt zum Lohninghof. Bei diesem Treffen, mit Fördernden. Freunden und unseren Frauen verbrachten wir einen kulinarischen und wunderschönen geselligen Abend.
Zur Jahreshauptversammlung des Gauverbandes der Heimatvereine wurde die Liedertafel Zell am See am 10. Jänner 2003 eingeladen ein paar Lieder zu singen.
Der Bezirkschorverband Pinzgau hatte seine JHVS am 31. Jänner 2003 und die Liedertafel Zell am See brachte den Vertretern der Pinzgauer Chöre ein Ständchen.
Die 113. ordentliche Jahreshauptversammlung im 121. Vereinsjahr fand am 7. Februar 2002 in dem Hotel Neue Post statt.
Das traditionelle Eisstockschiessen gegen unseren Patenverein Liedertafel Mittersill am 15. Februar 2003 abgehalten. Leider konnten wir wieder nicht überzeugen und verloren alle Bewerbe. Wir geben jedoch nicht auf und werden uns auch in diesem Jahr der Herausforderung stellen.
Ein wunderschöner Skitag und das Beschießen der Ehrenscheibe der Audorfer Sänger fand an dem Wochenende vom
29. – 30. März 2003 statt. Die Unterbringung der Audorfer organisierte unser Brauckmann Bertel. Die Scheibe wurde mit einem Volltreffer durch Hans Berger gewonnen. Das Skirennen war überschattet von der Hafpipe Akrobatik von Obmann Ferry Steibl der mit beiden Daumen bremsen wollte und sich so eine langwierige Verletzung zugezogen hat. Mit beiden Daumen eingegipst musste er 8 Wochen ausharren.
Der Chorverband Salzburg gab für das Chorfest 2003 ein Kompositionswerk in Auftrag.
Dieses Werk wurde von dem zeitgenössischen Komponisten Wolfram Wagner komponiert. Bei den ersten Proben spürte man jedoch schon den Wiederstand gegen dieses zu schwer ausgefallene Werk. Manche wollten es zu den damaligen Zeitpunkt nicht wahrhaben, dass die Liedertafel sich so sehr dagegen stellte. Die Freude und das Erlebnis für die Sänger der Liedertafel, welche den riesen Erfolg vor dem 2.200 begeisterten Publikum in Salzburg miterleben durften, war riesengroß. Das Salzburger Landeschorfest am 15. Juni 2003 war insgesamt ein sehr wichtiges Zeichen für das gesamte Chorwesen im Land Salzburg und ganz Österreich.
Chorleiter Dietmar Hufnagl hat eine 3-tägige Sängerfahrt in das Salzkammergut organisiert.
Fronleichnam 19. 6. 2003 war es so weit. Dietmar mobilisierte seine alte Heimat und alle Sänger hatten sehr viel Spaß und Freunde bei diesem perfekt durchgeplanten Ausflug.
75 Jahre Stadt Zell am See, im Zeichen dieses Jubiläums wurde eine Kultur Woche abgehalten.
Auch die Bürgermusik Zell am See feierte ein Jubiläum und lud die Liedertafel zu einem Konzert in den Musikpavillion im Elisabethpark am See am 3. Juli 2003 ein.
Zum Jubiläumsfest der Stadt Zell am See am 5. Juli 2003 wurde ein Gasslsingen mit Zeller Chöre veranstaltet.
Anschließend sind wir in die Sommerpause gegangen.
Der Probenarbeit wurde mit neuem Elan am 12. September 2003 wieder aufgenommen. Beim 7. Seniorenfest am 27. September 2003 sang die Liedertafel Zell am See.
Die Liedertafel wurde zu einer Krampussitzung einberufen, da ein geplantes Event am 5. Dezember 2003 stattfinden sollte. Zwischen 5.000 und 8.000 Gäste wurden erwartet. Die Krampusgilde hat Ihren Stand auf 2 Stände mit professioneller Besetzung erhöht um dem Ansturm gerecht zu werden. Die Erwartungen konnten jedoch keinesfalls realisiert werden. Man soll den Stellenwert des Brauchtums gegenüber eines Eventspektakels aufwiegen und eine strenge Trennlinie ziehen.
Einen ganz besonderen Dank an alle Helfer die daran beteiligt waren und ganz besonderen Dank unserem Leo Krackl und Hans Walch, die jedes Jahr alles vorbildlich organisiert.
Unser Adventsingen am 13. Dezember 2003 in der Schüttdorfer Kirche war eine Enttäuschung für die Liedertafel Zell am See. So wenig Publikum hatten wir bei noch keinem Adventkonzert. Es zeichnete sich jedoch schon die letzten Jahre ab. Die Kälte in der Kirche schreckte immer mehr ab, zum Konzert zu kommen. Schade, da wir doch ein gutes Liedgut einstudiert hatten. Als Mitwirkende waren der Zeller Tischgsang, und die Schwaibergmusi geladen.
Das traditionelle Weihnachtssingen am Heiligen Abend haben wir im Seniorenwohnheim begonnen. Wie jedes Jahr sangen wir dann im Krankenhaus, am Friedhof, beim Metzgerwirt und auf dem Stadtplatz. Begleitet von einer Bläsergruppe der Bürgermusik Zell am See gehört dieses Singen schon sehr lange zur Tradition unseres Vereines.
Der Schlussgottesdienst am Silvesterabend in der Zeller Pfarrkirche von der Zeller Liedertafel gestaltet. Unserem Bürgermeister danken wir für das traditionelle Würstelessen inklusive Getränke.
Am 5. Jänner 2004 führte unsere traditionelle Dreikönigsausfahrt zum Badhaus.
Bei einem kulinarisches Erlebnis und einem lustigen Zusammensitzen gab es kein frühes Heimgehen.
Zum Abschluss noch ein paar statistische Zahlen. Die Liedertafel hat in Ihrer 122 jährigen Geschichte 495 Sänger beherbergt. Zur Zeit haben wir 67 aktive Mitglieder davon 3 Ehrenmitglieder und viele Fördernde Mitglieder. Alle aktiven Sänger zusammen sind 3117 Jahre alt und das durchschnittliches Alter liegt bei 48,70 Jahren. Ältester Sänger ist unserer Alois Scharinger mit 87 Jahren und jüngster Sänger ist Christian Reingruber mit 17 Jahren!

2004
Unser 123. Sängerjahr war wieder ein aktives und erfolgreiches Jahr.
Am 5. Jänner 2004 organisierte unser Sangesbruder Hans Walch unsere traditionelle Dreikönigsausfahrt zum Badhaus. Bei diesem Treffen, mit Fördernden. Freunden und unseren Frauen verbrachten wir einen kulinarischen und wunderschönen geselligen Abend.
Der Bezirkschorverband Pinzgau hatte seine JHVS am 23. Jänner 2004. Die Liedertafel Zell am See war durch meine Anwesenheit vertreten.
Die 114. ordentliche Jahreshauptversammlung im 122. Vereinsjahr fand am 6. Februar 2004 in dem Hotel Neue Post statt.
Das traditionelle Eisstockschiessen gegen unseren Patenverein Liedertafel Mittersill am 28. Februar 2004 abgehalten. Der Bewerb wurde von der Liedertafel Zell am See organisiert und fand beim Gasthof Schett in Fürth Kaprun statt.
Am 15. Mai 2004 gab es wieder ein Treffen mit unserem Patenchor aus Mittersill. Eine Abordnung der Liedertafel Zell am See gab diesem Fest die notwendige freundschaftliche und musikalische Unterstützung.
Der Chorverband Österreich und der Chorverband Salzburg haben für das „Festival der jungen Chöre“ unsere Heimatstadt Zell am See zum Austragungsort für 2005 gewählt. Die Stadtgemeinde und der Fremdenverkehrsverband ESR kamen dieser Veranstaltung finanziell sehr entgegen. Die Liedertafel Zell am See organisierte und gab tatkräftig das nötige dazu bei, um diesem so wertvollen Chortreffen der Jugend zum nötigen Erfolg zu verhelfen. Insgesamt 12 Jugend Chöre und zwar die BESTEN aus allen Bundesländern in Österreich und aus Bayern kamen zu einem der schönsten Chortreffen. Die Idee war auch eine freundschaftliche Bande zwischen den Jugendlichen und den Chören unseres Pinzgau´s zu knüpfen. Spontan wurde die Idee auch in die Tat umgesetzt. Die Patenchöre organisierten Ausflüge in Ihrer Heimatregion um so mit Gesang und Geselligkeit die Schönheiten unserer Region zu zeigen. 4 Tage dauerte dieses Festival und die Jugendlichen Sänger und Sängerinnen waren überwältigt von allem was Ihnen geboten wurde. In der Festhalle (Eishalle) wurde am 1. Abend ein Eröffnungsabend mit der Vorstellung aller Chöre durch Lieder aus Ihrer Heimat und der Übergabe an die Patenchöre veranstaltet. Der 2. Tag wurde zum Ausflugstag mit den Patenchören.
Am Abend war ein Überraschungsabend geplant. In einem Festzelt hätte Hubert von Goisern ein Konzert gegeben welches jedoch kurzfristig wegen Sturm Warnung abgesagt wurde. Mit allen Kräften und Verbindungen wurde kurzerhand eine persönliche Verbindung zu Hubert von Goisern hergestellt. Hubert sagte spontan zu, nach Zell am See zu kommen um mit den Jugendlichen zu singen.
2 1/2 Stunden begeisterte er Jung und Alt. Der 3. Tag begann mit einem Workshop in der Wirtschaftskammer Zell am See welcher von den Besten 4 jungen Chorleitern aus Salburg geleitet wurde.
Am Nachmittag wurden die Zeller Gassen mit Gesang erfüllt. Das Zeller Gasslsingen hat somit eine weitere Hürde des Erfolges erleben dürfen. Abend´s wurde ein Galakonzert der besonderen Klasse von allen Chören gesungen. Der 4. Tag sollte noch einmal die Zusammengehörigkeit und die Freundschaft in der Zeller Stadtpfarrkirche durch die Messgestaltung von dem steirischen Landes-Jugendchor „CANTANIMA“ unter der Leitung von Franz Maria Herzog und einem ökumenischen Gottesdienst für alle Chöre bezeugen.
Es hat sich an all diesen Tagen gezeigt, dass in unseren Jugendlichen ein gewaltiges Potenzial an Musikalität und an Liebenswürdigkeit steckt. In vielen Dankesbekundungen wurde immer wieder die Stadt Zell am See und die Liedertafel Zell am See als ein besonderer Männerchor mit Herz und Feingefühl erwähnt.
Diesem Dank schließt sich ganz besonders der Obmann Ferry Steibl an.!
Nach einer schwierigen und unglücklichen Probenphase wurde das geplante Sommerkonzert kurzfristig abgesagt.
Anschließend sind wir in die Sommerpause gegangen.
Eine Chorfreundschaft wurde von uns bekundet, indem wir zum 140 Jahre Jubiläum nach Ybbsitz fuhren. Die Liedertafel wurde zum Lieblingschor dieser Veranstaltung. Bei der Hinfahrt machten wir in der Stadt Steyr einen Aufenthalt. Unser Sangesbruder Sepp Radmoser organisiert eine Besichtigungstour durch seine Heimatstadt.
Der Probenarbeit wurde mit neuem Elan am 24. September 2004 wieder aufgenommen.
Am Krampustag stellte die Liedertafel Zell am See wieder ein Standerl auf. Einen ganz besonderen Dank an alle Helfer die daran beteiligt waren und ganz besonderen Dank unserem Leo Krackl und Hans Walch, die jedes Jahr alles vorbildlich organisiert.
Unser Adventsingen am 19. Dezember 2004 wurde seit langer Zeit wieder in der Zeller Stadtpfarrkirche gesungen. Die Liedertafel Zell am See hatte eine Hochform an diesem Tag. Mitwirkende wie die Schwaibergmusi, die Harmonikabuam Patrik und Andi und unser Zeller Tischg´sang taten da Nötige um dieses Adventsingen unter dem Motto „s´is ganz a stille Zeit“ zum Erfolg zu verhelfen.
Es kamen sehr viele Zuhörer und die Begeisterung wurde durch einen nicht enden wollenden Aplaus.
Das traditionelle Weihnachtssingen am Heiligen Abend haben wir im Seniorenwohnheim begonnen. Wie jedes Jahr sangen wir dann im Krankenhaus, am Friedhof, beim Metzgerwirt und auf dem Stadtplatz. Begleitet von einer Bläsergruppe der Bürgermusik Zell am See gehört dieses Singen schon sehr lange zur Tradition unseres Vereines.
Auch diese mal sagten viele: „Weihnachten beginnt erst wenn ich den Gesang der Liedertafel Zell am See gehört habe“.
Der Schlussgottesdienst am Silvesterabend in der Zeller Pfarrkirche von der Zeller Liedertafel gestaltet. Unserem Bürgermeister danken wir für das traditionelle Würstelessen und den Getränken.
Am 5. Jänner 2005 führte unsere traditionelle Dreikönigsausfahrt zum Pfefferbauer.
Leider waren bei diesem traditionellen Treffen sehr wenige Liedertafel Mitglieder.
Zum Abschluss noch ein paar statistische Zahlen. Die Liedertafel hat in Ihrer 123 jährigen Geschichte 496 Sänger beherbergt. Zur Zeit haben wir 55 aktive Mitglieder davon 5 Ehrenmitglieder und viele Fördernde Mitglieder. Alle aktiven Sänger zusammen sind 2767 Jahr
e alt und das durchschnittliches Alter liegt bei 49,41 Jahren. Ältester Sänger ist unserer Alois Scharinger mit 88 Jahren und jüngster Sänger ist Christian Reingruber mit 18 Jahren!

2005
Unser 124. Sängerjahr war ein aktives, erfolgreiches aber schwieriges Jahr.
Am 5. Jänner 2005 organisierte unser Sangesbruder Hans Walch unsere traditionelle Dreikönigsausfahrt zum Pfefferbauer. Bei diesem Treffen, mit Fördernden, Freunden und unseren Frauen verbrachten wir in kleiner Runde einen geselligen Abend.
Der Bezirkschorverband Pinzgau hatte seine JHVS am 28. Jänner 2005.
Die Liedertafel Zell am See war durch die Anwesenheit des Obmanns vertreten.
Die 115. ordentliche Jahreshauptversammlung im 123. Vereinsjahr fand am 4. Februar 2005 im Hotel Lebzelter statt.
Das traditionelle Eisstockschiessen gegen unseren Patenverein Liedertafel Mittersill wurde am 12. Februar 2005 abgehalten. Der Bewerb wurde von der Liedertafel Mittersill organisiert und fand beim Gasthof Post in Mittersill statt.
Am 21. Mai 2005 gab es wieder ein Treffen mit unserem Patenchor aus Mittersill. Eine Abordnung der Liedertafel Zell am See fuhr zum Felberturmfest und gab diesem Fest die notwendige freundschaftliche und musikalische Unterstützung. Bereits vor 10 Jahren wurde die Idee des „Gasslsingens“ aus dem 19. Jahrhundert wieder aufgegriffen. Seither fand dieses tolle Ereignis alle 5 Jahre statt, also schon zum dritten Mal. Mit vielen Schwierigkeiten wurde das 3. Gasslsingen ins Leben gerufen. Ein Ausschuss der sich nicht einig wurde, Institutionen die zu lange mit Entscheidungen gewartet haben und die regionsübergreifende unverlässliche Partnerschaft brachten die Organisation der Liedertafel Zell am See zum Verzweifeln. Mit viel Aufwand wurden jedoch innerhalb kürzester Zeit, internationale und heimische Chöre eingeladen. Viele davon bedauerten, dass sie dem kurzfristig gestellten Termin nicht Folgeleisten konnten.
Wir stellten diese Veranstaltung unter das Motto:

„Internationales Gasslsingen 2005 – Zell am See – Kaprun“ 26. – 29. Mai 2005
Klangerfüllte Gassen in Zell am See und Kaprun, schrieb die Presse und die Begeisterung war besonders in Zell am See wieder zu spüren. 23 Gesangsvereine aus verschiedensten Ländern, darunter die weltbekannten Spitzenchöre „Bela Bartok“ aus Ungarn und „Canto“ aus Lettland, haben ihre Darbietungen zum Besten gegeben. Höhepunkte dieser Veranstaltung waren:

Donnerstag 26. Mai 2005

Festliche Eröffnung und Vorstellung der Chöre - „Pinzgauer Abend“ mit Volkmusik und Volkstanz

Freitag 27. Mai 2005
Ausflüge der Chöre auf dem Kitzsteinhorn und der Schmittenhöhe
Am Abend die Jubiläumsshow der Mainstreet, Österreichs Nr. 1 in a cappella Pop

Samstag 28. Mai 2005 -
Gasslsingen
in Kaprun und am Abend ein Galakonzert in der Festhalle Zell am See mit dem Bela Bartok Chor aus Ungarn, dem Chorensemble Canto aus Lettland und den Voices aus Salzburg  

Sonntag 29. Mai 2005 Gasslsingen in Zell am See

Die Liedertafel Zell am See hat schon mehrmals bewiesen, dass Musik keine Grenzen kennt. Das Internationale Gasslsingen war wieder ein unvergessliches Erlebnis, bei dem Freundschaften zwischen Chören gefestigt wurden und die Zuschauer die Gelegenheit hatten, den Darbietungen von 23 Spitzen-Chören an einem einzigen Wochenende beiwohnen zu können. In vielen Dankesschreiben der Chöre wurde unsere Stadt Zell am See mit unserer wunderschönen Landschaft und die Liedertafel Zell am See als besonderer Männerchor mit Herz erwähnt. Diesem Dank geht an allen Sangesbrüdern und allen unterstützenden Institutionen weiter!

Zum zweiten Mal wurde kein Sommerkonzert gegeben.
120 Jahre Kameradschaft und 100 Jahre Kitzstoana waren für die Liedertafel eine Verpflichtung bei der Jubiläumsveranstaltung teilzunehmen.
Anschließend sind wir in die Sommerpause gegangen. Die Probenarbeit wurde erst am 23. September 2005 wieder aufgenommen.
Das wunderschöne neue Probelokal wurde am 11. November 2005 von der Liedertafel bezogen. Dank gebührt unseren Stadtoberhäuptern, die in dem „Neuen Haus der Begegnung“ eine Herberge vieler Vereine geschaffen haben. An alle, die an der Übersiedelung und der Einrichtung aktiv mitgearbeitet haben, ebenfalls ein herzliches Dankeschön.
Die Standerl am Krampustag sind unsere wichtigste Einnahmequelle. Einen ganz besonderen Dank an alle Helfer, die daran beteiligt waren und besonders danken wir Leo Krackl und Hans Walch, die wie jedes Jahr alles vorbildlich organisierten.

Von unserem Stadtpfarrer Mag. Rupert Reindl wurden wir eingeladen, am 14. Dezember 2005 ein Rorate in der Zeller Stadtpfarrkirche zu singen. Man hat gehört, dass die Liedertafel Zell am See keine Frühmorgens Sänger sind.
Unser Adventsingen am 18. Dezember 2005 wurde in der Zeller Stadtpfarrkirche gesungen.
Mitwirkende waren die Jagdhornbläser, Anklöcklergruppe der LT Mittersill, Liedertafel Mittersill und die
Liedertafel Zell am See.
Das traditionelle Weihnachtssingen am Heiligen Abend wurde im Seniorenwohnheim begonnen. Begleitet von einer Bläsergruppe der Bürgermusik Zell am See, sangen wir wie jedes Jahr im Krankenhaus, am Friedhof, beim Metzgerwirt und auf dem Stadtplatz.
Der Schlussgottesdienst am Silvesterabend in der Zeller Pfarrkirche von der Zeller Liedertafel gestaltet. Unserem Bürgermeister danken wir für das traditionelle Würstelessen und den Getränken.
Am 5. Jänner 2006 führte unsere traditionelle Dreikönigsausfahrt zum Wieshof.
Zum Abschluss noch ein paar statistische Zahlen. Die Liedertafel hat in Ihrer 124 jährigen Geschichte 500 Sänger beherbergt. Zur Zeit haben wir 52 aktive Sänger davon 5 Ehrenmitglieder, 5 karenzierte Sänger und viele Fördernde Mitglieder. Alle aktiven und karenzierten Sänger sowie Ehrenmitglieder zusammen sind 3.329 Jahre alt und das durchschnittliches Alter liegt bei 53,6 Jahren. Ältester Sänger ist unserer Alois Scharinger mit 89 Jahren und jüngster Sänger ist Christian Reingruber mit 19 Jahren!
Wenn wir die aktiven Jahre der Sänger summieren, dann kommen wir auf 1.197 Jahre.

Mit dieser Jahreshauptversammlung beendet Obmann Ferry Steibl
und übergibt die Obmannschaft an Mag. Christoph Berner.

Mit folgenden Worten verabschiedete sich Ferry Steibl:

Sehr geehrte Sangesbrüder, liebe Ehrenmitglieder und karenzierte Mitglieder der Liedertafel Zell am See!

Nach reiflicher Überlegung beende ich mit dieser Jahreshauptversammlung am 10.03.2006 meine Funktion als Obmann der Liedertafel Zell am See. Der Liedertafel Zell am See bleibe ich als ordentlicher Sänger erhalten.
Für die Treue, die Freundschaft und Euren Einsatz in den letzten 14 Jahren bedanke ich mich sehr herzlich bei allen Beteiligten am Vereinsleben der Liedertafel Zell am See.
Besonderer Dank gebührt allen Fraktionen der Stadtgemeinde Zell am See, insbesondere unserem Bürgermeister Dr. Georg Maltschnig für seine unterstützende Freundschaft zur Liedertafel Zell am See.
Die Kurverwaltung und das Fremdenverkehrsamt, sowie unser Pfarramt seien in diesem Dank mit eingeschlossen.
Viele große Projekte wurden in meiner Funktionszeit als Obmann durch die Hilfe und positive Bereitschaft aller Institutionen möglich gemacht.
Die Gastronomie und Hotellerie hat unsere 3 „Gasslsingen“ und das „Festival der jungen Chöre“ mit großer Unterstützung ermöglicht. Alle unterstützenden Mitglieder haben ebenfalls mit ihrem Beitrag für eine erfolgreiche Liedertafel gesorgt.
In den letzten 14 Jahren konnten wir viele Freundschaften durch unsere Liedertafel-Reisen im In- und Ausland schließen. Zu unseren Freunden gehören einige der weltbesten Chöre, die unsere Geselligkeit, Gastfreundschaft und Sangeslust zu würdigen und schätzen gelernt haben.

Es war eine wunderschöne Zeit!

Nun soll ein frischer Wind mit einem jungen engagierten Ausschussteam die Führung der Liedertafel Zell am See übernehmen.
Die neue Führung mit neuem Ausschuss soll sich dessen bewusst sein, dass die Liedertafel ein wertvoller, kultureller Verein ist und dass dieser auch stets mit Stolz und Würde weitergeführt werden soll.
Neben dem gesellschaftlichen Beisammensein muss die Qualität des Gesangs und neues Liedgut die Liedertafel Zell am See in Zukunft stärker prägen – eine Herausforderung an Chorleiter und Sänger.

Mit freundlichem Sängergruß - Ferry Steibl