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GrĂĽndungsversammlung des Chorverbandes Salzburg
Pressebericht von Referentin fĂĽr die Ă–ffentlichkeitsarbeit des Chorverbandes Salzburg
Frau Mag. Michaela Habetseder
m.habetseder@sbw.salzburg.at

Salzburg singt!

Stimmgewaltig begann am Sonntag, 22. Oktober 2000 die Gründungsversammlung des Chorverbandes Salzburg: Rund 500 Sängerinnen und Sänger aus allen Salzburger Bezirken waren zur Festmesse in den Salzburger Dom gekommen. Der Gesang stand auch bei der anschließenden Gründungsversammlung in der Salzburger Residenz im Mittelpunkt: 12 Chöre – als Vertreter der Salzburger Bezirke – gaben einen eindrucksvollen Beweis der großen Vielfalt der Chorarbeit im Bundesland Salzburg, nicht nur bei der stimmlichen Zusammensetzung, sondern vor allem auch bei der Auswahl der Chorliteratur.

„Es freut mich, dass so viele Sängerinnen und Sänger der Einladung zur Gründungsversammlung gefolgt sind“, betonte Hanspeter Lugstein, der Vorsitzende des Proponentenkomitees, am Beginn. Das Chorwesen im Land Salzburg habe in den vergangenen Jahrzehnten einen enormen Aufschwung erlebt: Über 10.000 singbegeisterte Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche bringen ihre Stimmen landesweit in 165 allgemeinen Chören, 124 Kirchen-, in 100 Schul- und 25 Chören des Musikschulwerkes zum Klingen. „Um diese große Zahl an Chormitgliedern besser betreuen zu können, haben sich“, so Lugstein, „die Vertreter der Salzburger Chöre entschlossen, nach 130jähriger Mitgliedschaft beim Oberösterreichisch - Salzburgischen Sängerbund einen eigenen Chorverband zu gründen“.

„Chorarbeit verlangt demokratische Tugenden“: Prof. Dr. Walter Sulzberger stellte in seiner Festansprache nicht nur die Chorgeschichte, sondern vor allem die gemeinschaftsbildende und kulturelle Kraft der Chöre in den Mittelpunkt: Die Sängerinnen und Sänger müssten aufeinander Rücksicht nehmen und eine Einheit in der Vielfalt darstellen. Die Chorarbeit habe sich darüber hinaus immer im Spannungsfeld zwischen Tradition und Erneuerung bewegt und auch heute seien die Chöre gefordert, neue Liedformen zu berücksichtigen. „Das Singen im Chor trägt aber auch zur regionalen Identität bei, ohne den Blick auf das Globale, auf das Große zu verlieren“, wies Walter Sulzberger gleichzeitig auf den wichtigen Aspekt der Völkerverständigung hin.

Landesrat Sepp Eisl hob in seiner Festrede die große Bedeutung des Verbandswesens innerhalb der Salzburger Volkskultur hervor. „Mit dem Chorverband Salzburg werden die schon vorhandenen Strukturen um einen wichtigen Teil unserer Volkskultur bereichert“, so LR Eisl. Die volkskulturellen Bezirks- und Landesverbände seien eine Serviceeinrichtung und Interessensvertretung aller am volkskulturellen Leben interessierten Menschen. „Für diese bedeutenden Leistungen gewährt das Land selbstverständlich auch die notwendige finanzielle Unterstützung“, sicherte LR Eisl dem Chorverband zu. Unterstützung versprach auch Mag. Lucia Luidold, die Vorsitzende des Dachverbandes der Salzburger Volkskultur. „Ich freue mich, dass es nun in Salzburg auch für die Chöre – sie bilden heute die größte Gruppe unter den volkskulturellen Gemeinschaften – einen eigenen Landesverband gibt“, so Luidold.

Die Interessen des Chorverbandes werden in Zukunft die Mitglieder des neu gewählten Verbandsvorstandes vertreten. Präsident ist Hanspeter Lugstein (bisher als Vizepräsident im OÖ-Salzburgischen Sängerbund für die Salzburger Chöre zuständig). Als Vizepräsidenten wurden Dieter E. Schaffer (Obmann des Belcanto-Chores) und Ferdinand Steibl (Obmann der Liedertafel Zell am See) gewählt.

Sepp Grabner (Musikschullehrer und Referent des Salzburger Musikschulwerkes für das Chorwesen) ist neuer Landeschorleiter, Domkapellmeister Janos Czifra vertritt die Interessen der Kirchenchöre. Markus Obereder (Musiklehrer und Chorleiter am Musischen Gymnasium) wurde zum Jugendreferenten, Harald Dengg zum Schriftführer und Dr. Johann Weiß zum Finanzreferenten gewählt. Unterstützt werden sie von den Bezirksvertretern Wilhelm Hrebicek (Lungau), Siegfried Habetseder (Pongau), Stefan Spöcklberger (Flachgau) und der Referentin für die Öffentlichkeitsarbeit Mag. Michaela Habetseder.

Die Aus- und Weiterbildung der ChorleiterInnen und SängerInnen wird neben der Erhaltung, Pflege und Förderung des weltlichen und geistlichen Chorgesanges im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen“, wies der neue Präsident Hanspeter Lugstein abschlieĂźend auf das Arbeitsprogramm 2001 hin. „Wir werden die Zusammenarbeit mit jenen suchen, die bereits bisher die Chorarbeit im Land Salzburg unterstĂĽtzt und gefördert haben“, so Lugstein, der dabei besonders das Salzburger Bildungswerk, Kirchenmusikreferat, Pädagogisches Institut, Musikschulwerk, Salzburger Volksliedwerk und den Landesschulrat hervorhob.